Hapkido 그 랜드 마스터 Roman Urban alias Papa Nikolaus 
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 HAPKIDO

TRAINER AUSBILDUNG

1. Organisation und Prüfungsordnung der Trainer und Prüferlehrgänge
    
    1.1. Allgemein
    1.2. Durchführender
    1.3. Lizenzen
    1.4. Zulassungsvoraussetzung
       
        a) Voraussetzung für die Zulassung Trainer A-Lizenz
        b) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz
        c.) Voraussetzung für die Zulassung Trainer C-Lizenz                  
       
1.5. Befugnisse

a.)    A-Lizenzinhaber
b.)    B- Lizenzinhaber
c.)    C-Lizenzinhaber

    1.6. Prüfungsverfahren
    1.7. Prüfungskommission
    1.8. Prüfungsergebnis
    1.9. Lizenzprüfungen
       
a) Praktische Prüfung
        b) Lehrprobe
        c) Theoretische Prüfung
    
    1.11.  Gültigkeit der Lizenzen
    1.12.  Bewertung einer Gürtelprüfung
    
1. 2. Prüfungs- und Verfahrensordnung
       
1.2 3. Prüfungsprogramm        
       
        3.1 Gelbgurt
        3.2 Orangegurt
        3.3 Grüngurt
        3.4 Blaugurt
        3.5 Rotgurt
        3.6 Braungurt
        3.7 Schwarzgurt (1. Dan)
        3.8 Juniorschwarzgurt
        3.9 Schwarzgurt (2. Dan)


2. Aufgaben des Dachverbandes

1.    Allgemeine Aufgabendefinition

2.    Aufgaben im Einzelnen

            2.1  Durchführung der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
            2.2  Durchführung der internen und externen Korrespondenz
            2.3  Durchführung der Mitgliederverwaltung
            2.4  Durchführung des Rechts- und Steuerwesen
            2.5  Durchführung der allgemeinen Verwaltungsaufgaben
            2.6,  Planung, Organisation und Überwachung von Personal und Material
            2.7  Durchführung des Finanzwesen
            2.8  Durchführung der zentralen und dezentralen Verantwortlichkeit:
            2.9  Herausgabe einer Verbandszeitung
            2.10 Pressewesen

2.11. Satzung der Chun Ki Do Association Deutschland


3. Sportmedizinische Grundlagen

    3.1 Worte zur Motivation
    3.2  Sportverletzungen und Sportschäden
    3.2 Akute Sportverletzungen und Erste Hilfe

    1.    Schürfwunden
    2.    Prellungen an Weichteilen und Knochen
    3.    Verstauchungen und Verrenkungen
    4.    Bandzerrungen an Gelenken
    5.    Bänderrisse
    6.    Muskelzerrungen
    7.    Muskelrisse
    8.    Sehnenrisse

3.2.1    Zu unterlassenen Hilfsmaßnahmen

1.    Massagen an offenen Verletzungen
2.    Durchblutungsfördernde Salben
3.    Kältespray im Breitensport

3.2.2    Sportschäden am Bewegungsapparat

1.    Chronische Sportschäden
2.    Überlastungsschäden am Unterschenkel mit Knochenhautreizung
3.    Kniegelenkbeschwerden (Bandlockerungen, Meniskusschäden)
4.    Wirbelsäulenbeschwerden
5.    Wirbelsäulenveränderungen
6.    Gelenkveränderungen

3.2.4  Scheinbare und echte Schäden am Herz- Kreislaufsystem

1.    Ein gesundes Herz- Kreislaufsystem
2.    Ein schlecht trainiertes Herz- Kreislaufsystem
3.    Schwindel und Kollapszustände
4.    Das Austrainieren
5.    Die Schädigung des Herzens im Sport bei

a.)    angeborenen oder erworbenen Herzklappenfehler
b.)    bei Verengung der Herzkranzgefäße
c.)    bei erhöhtem Blutdruck
d.)    bei allen entzündlichen Erkrankungen

3.3 Das Herz- und Kreislaufsystem

1.    Aufbau und Funktion des Herzen
2.    Kleiner und großer Blutkreislauf

3.4    Die Atmung

1.    Aufgabe der Atmung
2.    Die innere und äußere Atmung
3.    Die oberen Luftwege
4.    Die Hauptbronchien
5.    Die Einatemluft
6.    Funktion der Zwischenrippenmuskeln und Zwerchfells
7.    Die Ausatmung

3.5    Das Blut

3.5.1 Aufgaben des Blutes
3.5.2 Bestandteile des Blutes
3.5.3 Aufgabe der Blutgerinnung

4. Didaktik / Methodik
    
     I. Worte zur Motivation 
    II. Definition Methodik Didaktik
    
4.1. Training

4.2. Lernen

    4.2.1 Lernarten
    4.2.2 Lernverhalten eines Kindes
    4.2.3 Was ist Macht

a.)    Amtsautorität
b.)    Fachautorität
c.)    Autorität aufgrund der Persönlichkeit

    4.2.4 Lerngeschehen
    4.2.5 Motivation
       
4.3. Lernziele
4.4. Vorbereitung einer Trainingsstunde
4.5. Das didaktische Achteck
    
    4.5.1 Lernziel
    4.5.2 Erfolgskontrolle
    4.5.3 Trainer
    4.5.4 Schülergruppe
    4.5.5 Trainingsinhalt
    4.5.6 Ausbildungsverfahren
    4.5.7 Ausbildungsmittel
    4.5.8 Organisatorische Bedingungen

4.6. Wechselseitige Beziehungen
    
    4.6.1 Achsenbeziehung
    4.6.2 Bedienungs- und Scheidungselemente

4.7 Der Handzettel

4.8 Gruppenarbeit Methodik Didaktik

1.    Organisation einer Trainingseinheit
2.    Durchführung einer Trainingsstunde  

4.9 Das Soziogramm 

1.    Aufgaben eines Soziogramms
2.    Erstellen eines Soziogramms
3.    Analyse von Soziogramme


5. Biomechanik 

1.1    Einleitung

1.    Die Schöpfung des Universums
2.    Die Erschaffung der Erdenbürger

1.2    Die  Embryonalentwicklung 

4.    Die Befruchtung
5.    Die Entstehung des Embryos  

5.3. Der anatomische Mensch

1.    Umformung des Skelett durch die Aufrichtung
2.    Die Entwicklung zum aufrechten Gang
3.    Allgemeiner Aufbau des menschlichen Körpers
4.    Entstehung der Körperbau-Varianten
5.    Veränderungen der Körperproportionen
6.    Reifungsphasen ( Siebenjahresperiode )
7.    Konstitutionstypen

5.4 Der Bewegungs- und Stützapparat

1.    Das Skelett eines neugeborenen Kindes
2.    Das Skelett eines ausgewachsenen Menschen
3.    Aufbau des Skelett

5.4.1 Aufgaben und Funktion des Skelett
5.4.2 Der Knochen 

1. Die vier Bestandteile des Knochen

a.) Knochenmarkshöhle     b.) Die Knochenhaut 
c.) Das Knochenmark        d.) Der Knorpel

1.    Der Knochen ein lebender Organismus
2.    Das blutbildende Knochenmark
3.    Die bindegewebige Haut
4.    Das Stadium der Embryonalentwicklung
5.    Stoffwechsel des Knochen
6.    Gewebearten des Knochens 

5.4.3 Der Knorpel

a.)    Die drei Knorpelarten
b.)    Der hyaline Knorpel
c.)    Der Faserknorpel
d.)    Der elastische Knorpel

5.4.4 Die Gelenke

Gelenkformen

1.   Sattelgelenk
2    Scharniergelenk
3    Drehgelenk
4    Kugelgelenk
5    Die Fugen
6    Straffe Gelenke

5.4.5 Bewegliche Knochenverbindungen

Die Freiheitsgrade der Gelenke

1. Gelenke mit 1 Freiheitsgrad
2. Gelenke mit 2 Freiheitsgraden
3. Gelenke mit 3 Freiheitsgraden


5.4.6 Gelenkaufbau

Die zwei Hauptgruppen:
1.    Unechte Gelenke; Die Fugen, bindegewebige oder knöcherne Gelenke
2.    Echte Gelenke

Die funktionstragenden Teile eines Gelenks 

1.    Der Gelenkkörper
2.    Die Gelenkkapsel
3.    Die Bänder

5.5.1  Der Schädel

1.    Verbindung zwischen Wirbelsäule und Kopf
2.    Beweglichkeit des Kopfes

5.5.2 Die Wirbelsäule

a) Die Wirbel    b) Die Bandscheiben
c) Rückenmark

5.5.3 Aufbau der Wirbelsäule
1.    Halswirbel
2.    Der Brustwirbel
3.    Lendenwirbel
4.    Kreuz- und Steißbein
5.    Bandscheiben

5.5.4    Der Brustkorb

1.    Der Bau des Brustkorb
2.    Mechanik des Brustkorbs

5.5.5 Die oberen Gliedmaßen
1.    Die Schulter
2.    Schulterblatt
3.    Schlüsselbein
4.    Die Gliedmaßen

5.5.6 Die Arme

1. Der Oberarm
2. Der Unterarm
3. Das Ellenbogengelenk
4. Die Hand

5.5.7 Die untere Gliedmaßen

1.    Der Beckengürtel
2.    Das Becken
3.    Bewegungsapparat der unteren Extremität

5.5.8 Die Funktion der unteren Extremitäten 

1.    Die untere Gliedmaßen
2.    Der Bewegungsapparat von Beckengürtel und Bein
3.    Der Oberschenkel
4.    Der Unterschenkel
5.    Der Fuß

5.5.9    Das Knie

1.    Stabilität durch Bänder und Muskeln
2.    Die Schlussrotation
3.    Gezieltes Training
4.    Die untere Gliedmaßen

6.  Der Muskel    

6.1.    Vorwort
6.2.    Einleitung

6.3.1 Die Muskulatur

1.    Aufbau der Muskulatur
2.    Funktionsweise der Muskulatur
3.    Die Rezeptoren und Sinneszellen der Muskulatur
4.    Energiegewinnung durch Spaltung von ATP

6.3.2 Die drei Arten der Muskulatur
    
1.    Die quergestreifte Muskulatur
2.    Die glatte Muskulatur
3.    Die Herzmuskulatur

6.3.3 Aufbau und Funktionsweise der Skelettmuskulatur

1.    Die Steuerung durch das willkürliche Nervensystem
2.    Die Hebelgesetze

6.3.4 Funktionsweise der Muskeln unter Belastung 

    a)  Anaerober Stoffwechsel
    b) Aerober Stoffwechsel
    c) Superkommpension

6.3.5 Auswirkung und Trainingspraxis

1.    Vergrößerung der Muskelmasse
2.    Trainingsreize und Belastungen 

6.3.6 Arten des Muskeltrainings

    a) Isokinetisches Muskeltraining
    b) Isotonisches Muskeltraining
    c) Isometrisches Muskeltraining

6.3.7 Muskelaufbautraining

1.    Die Kriterien des Muskelaufbautraining
2.    Wiederholungsübungen

6.3.8  Wissenswertes rund um den Muskeln
    
    a) Muskelschwund
    b) Muskelkrampf
    c) Muskelriss    
    d) Muskelkater


7. Trainingslehre

7.1. Ziel- Gruppen und situationsangerechtes trainieren

a)    Vormachen 
b)     Nachmachen
c)     Korrektur
d)    Üben
e)     Wiederholtes Üben (Drill)

7.1  I Gruppeneinteilung

1.    Kindergruppe
2.    Die Erwachsenen Gruppe
3.    Anfängergruppe
4.    Fortgeschrittene Gruppe
5.    Trainergruppe

7.2 Der Trainer

1.    Der Trainer als Vorbild und Vertrauensperson
2.    Falsches Trainerverhalten

7.3    Korrektur  einer  Gruppe
7.4    Stationsausbildung
7.5    Praxis mit Kindergruppe

8.  Die Krankmacher

8.1 Die Krankmacher Übungen auf einen Blick

1.    Warum eine Hitliste der Krankmacher
2.    Hitliste der Krankmacher
3.    Beweglichkeit der Wirbelsäule
4.    Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur
5.    Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten
6.    Gesundheitssport im Verein
7.    Bewegung dient der Gesundheit- oder vielleicht doch nicht?
8.    Exkurs in die Anatomie und Physiologie

8.2  Hitliste der  Krankmacher bei Dehnübungen

    Diese Übungen sind in der Chun Ki Do Association Deutschland verboten!
  
Beweglichkeit der Wirbelsäule

1.    Kopfkreisen
2.    Rumpfkreisen
3.    Pflug
4.    Brücke
5.    Bauchwippe „Schwalbennest“
6.    Aushängen mit Partnern
7.    Rumpfbeugen im Sitz
8.    Holzackerübungen
9.    Diagonales Rümpfrückbeugen
10.    Rumpfbeugen mit Partner
11.    Diagonales Rumpfvorbeugen im Grätschstand

Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur

12.    Klappmesser
13.    Beinkreisen
14.    Gestreckte Beine zum Boden werfen
15.    Sit-ups mit fixierten Beinen
16.    Bauchwippe
17.    Übungen in Rumpfvorhalte mit gestreckten Beinen
18.    Ballwurf in Bauchlage

Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten

19.    Entengang
20.    Kosakentanz
21.    Hürdensitz
22.    Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur auf dem hohen Kasten
23.    Außenkantengehen
24.    Schwungvolles Armkreisen
25.    Schubkarre


9. Wirkungsweise des Trainings

9.1 Allgemeines
9.2 Trainingswirkung
9.3 Zuwachs der Muskulatur
9.4 Steigerung der Organe
9.5 Ausdauertraining am Herzen und der Lunge
9.6 Höhentraining
9.7 Das willkürliche Nervensystem
9.8 Symptome des Übertrainings
9.9 Krafttraining


10. Rhetorik

10.1 Worte zur Motivation
10.2 Die Ausdrucksweise
10.3  Wirkungsweisen von Rhetorik

1.    Häufige rhetorische Fehler
2.    Tipps und Ratschlage
3.    Halte Augenkontakt
4.    Behalte innere Ruhe
5.    Spreche natürlich
6.    Achte auf Dein äußeres Erscheinungsbild
7.    Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen Erfolg

10.4 Bei Referat und Vortrag:
10.5 Benutze ein Manuskript (einen Handzettel) 

10.6. Interview/Gespräch

1.    Interview
2.    Frageformen und Reaktionsmöglichkeiten


10.7 Argumentation

I.    Der Dreisatz

1.    Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.
2.    Die Argumentationskette
3.    Der dialektische Aufbau
4.    Vergleich von zwei Positionen
5.    Versuch eines Kompromisses

II.    Der Fünfsatz

1.    Die Argumentationskette
2.    Der dialektisches Aufbau.
3.    Vergleich von zwei Positionen
4.    Versuch eines Kompromisses
5.    Die allgemeine Ansicht wird ausgeklammert

10.8    22 legale Argumentationstechniken

10.9    Unredliche Argumentationsweisen

10.10    Die faulen Tricks (1)

10.11    Argumentation 1

10.12    Was sind Argumente?

1.    Wie lässt sich eine Tatsache oder eine Wahrheit widerlegen? 
2.    Wie kann man überzeugen?

10.13    Vorbereitung einer Kurzrede

1.    Gliederungsvorschläge
2.    Dreiphasenschema
3.    Fünfphasenschema
4.    Strukturelemente

11. Biologische und psychologische Grundlagen des Lernens

1.    Das Lernen, lernen 
2.    Leistungsschwankungen
3.    Das limbische System
4.    Das stufenweise Abspeichern
5.    Das Bewusstsein
6.    Die Eingangskanäle
7.    Die Funktionen der zwei Gehirnhälften
8.    Disstress  und Eustress 

12. Bedeutung, Auswahl und Durchführung sportlicher Aktivitäten für übergewichtige Menschen

1.    Bedeutung und Entwicklung Übergewicht
2.    Gewichtsreduzierung und Gewichtsstabilisierung
3.    Besondere Bedeutung präventiver Maßnahmen
4.    Leistungsbereiche und Trainingssteuerung

4.1    Herzfrequenz als Steuerungsgröße
4.2    Laktatbestimmung als Steuerungsgröße
4.3    Subjektives Belastungsempfinden als Steuerungsgröße
4.4    Maximale Leistungsfähigkeit als Steuerungsgröße

5.    Auswahl und Durchführung geeigneter Sportarten

5.1    Steigerung der Alltagsaktivitäten
5.2    Walking (schnelles Gehen)

5.2.1    Allgemeine Anmerkungen
5.2.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.2.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.3    Wechsel zwischen Jogging und Walking

5.3.1    Allgemeine Anmerkungen
5.3.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.3.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.4    Jogging

5.4.1    Allgemeine Anmerkungen
5.4.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.4.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.5    Radfahren

5.5.1    Allgemeine Anmerkungen
5.5.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.5.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene


5.6    Schwimmen

5.6.1    Allgemeine Anmerkungen
5.6.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.6.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.7    Aquajogging

5.7.1    Allgemeine Anmerkungen

5.8    Ergometertraining

5.8.1    Allgemeine Anmerkungen


5.9    Skilanglauf

5.9.1    Allgemeine Anmerkungen

5.10    Inline Skating

5.10.1    Allgemeine Anmerkungen

6.    Zusätzlich sportliche Belastungen

6.1    Kraftdauer als Basiskraft
6.2    Spiele und Koordination

7.    Schlussbemerkung
8.    Quellen- Literaturnachweise
9.    Anlagen

9.1    Energieverbrauch in kcal bei sportlicher Aktivität
9.2    Trainingsbeispiel für Anfänger / 30 Trainingstage
9.3    Trainingsbeispiel für Anfänger / 15 Trainingstage
9.4    Trainingsbeispiel für Anfänger / 10 Trainingstage
9.5    Korrektur Bewegungsablauf
9.6    Gymnastik: Dehnung
9.7    Gymnastik Kräftigung
9.8    Rückengerechte Übungen
9.9    Trainingsaufzeichnung



6.3.1 Die Muskulatur

1.    Aufbau der Muskulatur
2.    Funktionsweise der Muskulatur
3.    Die Rezeptoren und Sinneszellen der Muskulatur
4.    Energiegewinnung durch Spaltung von ATP

6.3.2 Die drei Arten der Muskulatur
    
1.    Die quergestreifte Muskulatur
2.    Die glatte Muskulatur
3.    Die Herzmuskulatur

6.3.3 Aufbau und Funktionsweise der Skelettmuskulatur

1.    Die Steuerung durch das willkürliche Nervensystem
2.    Die Hebelgesetze

6.3.4 Funktionsweise der Muskeln unter Belastung 

    a)  Anaerober Stoffwechsel
    b) Aerober Stoffwechsel
    c) Superkommpension

6.3.5 Auswirkung und Trainingspraxis

1.    Vergrößerung der Muskelmasse
2.    Trainingsreize und Belastungen 

6.3.6 Arten des Muskeltrainings

    a) Isokinetisches Muskeltraining
    b) Isotonisches Muskeltraining
    c) Isometrisches Muskeltraining

6.3.7 Muskelaufbautraining

1.    Die Kriterien des Muskelaufbautraining
2.    Wiederholungsübungen

6.3.8  Wissenswertes rund um den Muskeln
    
    a) Muskelschwund
    b) Muskelkrampf
    c) Muskelriss    
    d) Muskelkater


7. Trainingslehre

7.1. Ziel- Gruppen und situationsangerechtes trainieren

a)    Vormachen 
b)     Nachmachen
c)     Korrektur
d)    Üben
e)     Wiederholtes Üben (Drill)

7.1  I Gruppeneinteilung

1.    Kindergruppe
2.    Die Erwachsenen Gruppe
3.    Anfängergruppe
4.    Fortgeschrittene Gruppe
5.    Trainergruppe

7.2 Der Trainer

1.    Der Trainer als Vorbild und Vertrauensperson
2.    Falsches Trainerverhalten

7.3    Korrektur  einer  Gruppe
7.4    Stationsausbildung
7.5    Praxis mit Kindergruppe

8.  Die Krankmacher

8.1 Die Krankmacher Übungen auf einen Blick

1.    Warum eine Hitliste der Krankmacher
2.    Hitliste der Krankmacher
3.    Beweglichkeit der Wirbelsäule
4.    Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur
5.    Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten
6.    Gesundheitssport im Verein
7.    Bewegung dient der Gesundheit- oder vielleicht doch nicht?
8.    Exkurs in die Anatomie und Physiologie

8.2  Hitliste der  Krankmacher bei Dehnübungen

    Diese Übungen sind in der Chun Ki Do Association Deutschland verboten!
  
Beweglichkeit der Wirbelsäule

1.    Kopfkreisen
2.    Rumpfkreisen
3.    Pflug
4.    Brücke
5.    Bauchwippe „Schwalbennest“
6.    Aushängen mit Partnern
7.    Rumpfbeugen im Sitz
8.    Holzackerübungen
9.    Diagonales Rümpfrückbeugen
10.    Rumpfbeugen mit Partner
11.    Diagonales Rumpfvorbeugen im Grätschstand

Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur

12.    Klappmesser
13.    Beinkreisen
14.    Gestreckte Beine zum Boden werfen
15.    Sit-ups mit fixierten Beinen
16.    Bauchwippe
17.    Übungen in Rumpfvorhalte mit gestreckten Beinen
18.    Ballwurf in Bauchlage

Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten

19.    Entengang
20.    Kosakentanz
21.    Hürdensitz
22.    Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur auf dem hohen Kasten
23.    Außenkantengehen
24.    Schwungvolles Armkreisen
25.    Schubkarre


9. Wirkungsweise des Trainings

9.1 Allgemeines
9.2 Trainingswirkung
9.3 Zuwachs der Muskulatur
9.4 Steigerung der Organe
9.5 Ausdauertraining am Herzen und der Lunge
9.6 Höhentraining
9.7 Das willkürliche Nervensystem
9.8 Symptome des Übertrainings
9.9 Krafttraining


10. Rhetorik

10.1 Worte zur Motivation
10.2 Die Ausdrucksweise
10.3  Wirkungsweisen von Rhetorik

1.    Häufige rhetorische Fehler
2.    Tipps und Ratschlage
3.    Halte Augenkontakt
4.    Behalte innere Ruhe
5.    Spreche natürlich
6.    Achte auf Dein äußeres Erscheinungsbild
7.    Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen Erfolg

10.4 Bei Referat und Vortrag:
10.5 Benutze ein Manuskript (einen Handzettel) 

10.6. Interview/Gespräch

1.    Interview
2.    Frageformen und Reaktionsmöglichkeiten


10.7 Argumentation

I.    Der Dreisatz

1.    Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.
2.    Die Argumentationskette
3.    Der dialektische Aufbau
4.    Vergleich von zwei Positionen
5.    Versuch eines Kompromisses

II.    Der Fünfsatz

1.    Die Argumentationskette
2.    Der dialektisches Aufbau.
3.    Vergleich von zwei Positionen
4.    Versuch eines Kompromisses
5.    Die allgemeine Ansicht wird ausgeklammert

10.8    22 legale Argumentationstechniken

10.9    Unredliche Argumentationsweisen

10.10    Die faulen Tricks (1)

10.11    Argumentation 1

10.12    Was sind Argumente?

1.    Wie lässt sich eine Tatsache oder eine Wahrheit widerlegen? 
2.    Wie kann man überzeugen?

10.13    Vorbereitung einer Kurzrede

1.    Gliederungsvorschläge
2.    Dreiphasenschema
3.    Fünfphasenschema
4.    Strukturelemente

11. Biologische und psychologische Grundlagen des Lernens

1.    Das Lernen, lernen 
2.    Leistungsschwankungen
3.    Das limbische System
4.    Das stufenweise Abspeichern
5.    Das Bewusstsein
6.    Die Eingangskanäle
7.    Die Funktionen der zwei Gehirnhälften
8.    Disstress  und Eustress 

12. Bedeutung, Auswahl und Durchführung sportlicher Aktivitäten für übergewichtige Menschen

1.    Bedeutung und Entwicklung Übergewicht
2.    Gewichtsreduzierung und Gewichtsstabilisierung
3.    Besondere Bedeutung präventiver Maßnahmen
4.    Leistungsbereiche und Trainingssteuerung

4.1    Herzfrequenz als Steuerungsgröße
4.2    Laktatbestimmung als Steuerungsgröße
4.3    Subjektives Belastungsempfinden als Steuerungsgröße
4.4    Maximale Leistungsfähigkeit als Steuerungsgröße

5.    Auswahl und Durchführung geeigneter Sportarten

5.1    Steigerung der Alltagsaktivitäten
5.2    Walking (schnelles Gehen)

5.2.1    Allgemeine Anmerkungen
5.2.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.2.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.3    Wechsel zwischen Jogging und Walking

5.3.1    Allgemeine Anmerkungen
5.3.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.3.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.4    Jogging

5.4.1    Allgemeine Anmerkungen
5.4.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.4.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.5    Radfahren

5.5.1    Allgemeine Anmerkungen
5.5.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.5.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene


5.6    Schwimmen

5.6.1    Allgemeine Anmerkungen
5.6.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.6.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.7    Aquajogging

5.7.1    Allgemeine Anmerkungen

5.8    Ergometertraining

5.8.1    Allgemeine Anmerkungen


5.9    Skilanglauf

5.9.1    Allgemeine Anmerkungen

5.10    Inline Skating

5.10.1    Allgemeine Anmerkungen

6.    Zusätzlich sportliche Belastungen

6.1    Kraftdauer als Basiskraft
6.2    Spiele und Koordination

7.    Schlussbemerkung
8.    Quellen- Literaturnachweise
9.    Anlagen

9.1    Energieverbrauch in kcal bei sportlicher Aktivität
9.2    Trainingsbeispiel für Anfänger / 30 Trainingstage
9.3    Trainingsbeispiel für Anfänger / 15 Trainingstage
9.4    Trainingsbeispiel für Anfänger / 10 Trainingstage
9.5    Korrektur Bewegungsablauf
9.6    Gymnastik: Dehnung
9.7    Gymnastik Kräftigung
9.8    Rückengerechte Übungen
9.9    Trainingsaufzeichnung



6.3.1 Die Muskulatur

1.    Aufbau der Muskulatur
2.    Funktionsweise der Muskulatur
3.    Die Rezeptoren und Sinneszellen der Muskulatur
4.    Energiegewinnung durch Spaltung von ATP

6.3.2 Die drei Arten der Muskulatur
    
1.    Die quergestreifte Muskulatur
2.    Die glatte Muskulatur
3.    Die Herzmuskulatur

6.3.3 Aufbau und Funktionsweise der Skelettmuskulatur

1.    Die Steuerung durch das willkürliche Nervensystem
2.    Die Hebelgesetze

6.3.4 Funktionsweise der Muskeln unter Belastung 

    a)  Anaerober Stoffwechsel
    b) Aerober Stoffwechsel
    c) Superkommpension

6.3.5 Auswirkung und Trainingspraxis

1.    Vergrößerung der Muskelmasse
2.    Trainingsreize und Belastungen 

6.3.6 Arten des Muskeltrainings

    a) Isokinetisches Muskeltraining
    b) Isotonisches Muskeltraining
    c) Isometrisches Muskeltraining

6.3.7 Muskelaufbautraining

1.    Die Kriterien des Muskelaufbautraining
2.    Wiederholungsübungen

6.3.8  Wissenswertes rund um den Muskeln
    
    a) Muskelschwund
    b) Muskelkrampf
    c) Muskelriss    
    d) Muskelkater


7. Trainingslehre

7.1. Ziel- Gruppen und situationsangerechtes trainieren

a)    Vormachen 
b)     Nachmachen
c)     Korrektur
d)    Üben
e)     Wiederholtes Üben (Drill)

7.1  I Gruppeneinteilung

1.    Kindergruppe
2.    Die Erwachsenen Gruppe
3.    Anfängergruppe
4.    Fortgeschrittene Gruppe
5.    Trainergruppe

7.2 Der Trainer

1.    Der Trainer als Vorbild und Vertrauensperson
2.    Falsches Trainerverhalten

7.3    Korrektur  einer  Gruppe
7.4    Stationsausbildung
7.5    Praxis mit Kindergruppe

8.  Die Krankmacher

8.1 Die Krankmacher Übungen auf einen Blick

1.    Warum eine Hitliste der Krankmacher
2.    Hitliste der Krankmacher
3.    Beweglichkeit der Wirbelsäule
4.    Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur
5.    Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten
6.    Gesundheitssport im Verein
7.    Bewegung dient der Gesundheit- oder vielleicht doch nicht?
8.    Exkurs in die Anatomie und Physiologie

8.2  Hitliste der  Krankmacher bei Dehnübungen

    Diese Übungen sind in der Chun Ki Do Association Deutschland verboten!
  
Beweglichkeit der Wirbelsäule

1.    Kopfkreisen
2.    Rumpfkreisen
3.    Pflug
4.    Brücke
5.    Bauchwippe „Schwalbennest“
6.    Aushängen mit Partnern
7.    Rumpfbeugen im Sitz
8.    Holzackerübungen
9.    Diagonales Rümpfrückbeugen
10.    Rumpfbeugen mit Partner
11.    Diagonales Rumpfvorbeugen im Grätschstand

Kräftigung der Bauch und Rückenmuskulatur

12.    Klappmesser
13.    Beinkreisen
14.    Gestreckte Beine zum Boden werfen
15.    Sit-ups mit fixierten Beinen
16.    Bauchwippe
17.    Übungen in Rumpfvorhalte mit gestreckten Beinen
18.    Ballwurf in Bauchlage

Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der Extremitäten

19.    Entengang
20.    Kosakentanz
21.    Hürdensitz
22.    Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur auf dem hohen Kasten
23.    Außenkantengehen
24.    Schwungvolles Armkreisen
25.    Schubkarre


9. Wirkungsweise des Trainings

9.1 Allgemeines
9.2 Trainingswirkung
9.3 Zuwachs der Muskulatur
9.4 Steigerung der Organe
9.5 Ausdauertraining am Herzen und der Lunge
9.6 Höhentraining
9.7 Das willkürliche Nervensystem
9.8 Symptome des Übertrainings
9.9 Krafttraining


10. Rhetorik

10.1 Worte zur Motivation
10.2 Die Ausdrucksweise
10.3  Wirkungsweisen von Rhetorik

1.    Häufige rhetorische Fehler
2.    Tipps und Ratschlage
3.    Halte Augenkontakt
4.    Behalte innere Ruhe
5.    Spreche natürlich
6.    Achte auf Dein äußeres Erscheinungsbild
7.    Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen Erfolg

10.4 Bei Referat und Vortrag:
10.5 Benutze ein Manuskript (einen Handzettel) 

10.6. Interview/Gespräch

1.    Interview
2.    Frageformen und Reaktionsmöglichkeiten


10.7 Argumentation

I.    Der Dreisatz

1.    Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.
2.    Die Argumentationskette
3.    Der dialektische Aufbau
4.    Vergleich von zwei Positionen
5.    Versuch eines Kompromisses

II.    Der Fünfsatz

1.    Die Argumentationskette
2.    Der dialektisches Aufbau.
3.    Vergleich von zwei Positionen
4.    Versuch eines Kompromisses
5.    Die allgemeine Ansicht wird ausgeklammert

10.8    22 legale Argumentationstechniken

10.9    Unredliche Argumentationsweisen

10.10    Die faulen Tricks (1)

10.11    Argumentation 1

10.12    Was sind Argumente?

1.    Wie lässt sich eine Tatsache oder eine Wahrheit widerlegen? 
2.    Wie kann man überzeugen?

10.13    Vorbereitung einer Kurzrede

1.    Gliederungsvorschläge
2.    Dreiphasenschema
3.    Fünfphasenschema
4.    Strukturelemente

11. Biologische und psychologische Grundlagen des Lernens

1.    Das Lernen, lernen 
2.    Leistungsschwankungen
3.    Das limbische System
4.    Das stufenweise Abspeichern
5.    Das Bewusstsein
6.    Die Eingangskanäle
7.    Die Funktionen der zwei Gehirnhälften
8.    Disstress  und Eustress 

12. Bedeutung, Auswahl und Durchführung sportlicher Aktivitäten für übergewichtige Menschen

1.    Bedeutung und Entwicklung Übergewicht
2.    Gewichtsreduzierung und Gewichtsstabilisierung
3.    Besondere Bedeutung präventiver Maßnahmen
4.    Leistungsbereiche und Trainingssteuerung

4.1    Herzfrequenz als Steuerungsgröße
4.2    Laktatbestimmung als Steuerungsgröße
4.3    Subjektives Belastungsempfinden als Steuerungsgröße
4.4    Maximale Leistungsfähigkeit als Steuerungsgröße

5.    Auswahl und Durchführung geeigneter Sportarten

5.1    Steigerung der Alltagsaktivitäten
5.2    Walking (schnelles Gehen)

5.2.1    Allgemeine Anmerkungen
5.2.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.2.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.3    Wechsel zwischen Jogging und Walking

5.3.1    Allgemeine Anmerkungen
5.3.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.3.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.4    Jogging

5.4.1    Allgemeine Anmerkungen
5.4.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.4.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.5    Radfahren

5.5.1    Allgemeine Anmerkungen
5.5.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.5.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene


5.6    Schwimmen

5.6.1    Allgemeine Anmerkungen
5.6.2    Trainingshinweise für Anfänger
5.6.3    Trainingshinweise für Fortgeschrittene

5.7    Aquajogging

5.7.1    Allgemeine Anmerkungen

5.8    Ergometertraining

5.8.1    Allgemeine Anmerkungen


5.9    Skilanglauf

5.9.1    Allgemeine Anmerkungen

5.10    Inline Skating

5.10.1    Allgemeine Anmerkungen

6.    Zusätzlich sportliche Belastungen

6.1    Kraftdauer als Basiskraft
6.2    Spiele und Koordination

7.    Schlussbemerkung
8.    Quellen- Literaturnachweise
9.    Anlagen

9.1    Energieverbrauch in kcal bei sportlicher Aktivität
9.2    Trainingsbeispiel für Anfänger / 30 Trainingstage
9.3    Trainingsbeispiel für Anfänger / 15 Trainingstage
9.4    Trainingsbeispiel für Anfänger / 10 Trainingstage
9.5    Korrektur Bewegungsablauf
9.6    Gymnastik: Dehnung
9.7    Gymnastik Kräftigung
9.8    Rückengerechte Übungen
9.9    Trainingsaufzeichnung



Bezugsdokumente
Verfahrens- und Prüfungsordnung sowie   Satzung der Chun Ki Do Association Deutschland

Grobziel
Der Trainer kennt den Inhalt der Verfahrens- und Prüfungsordnung 

Feinziel
Der Trainer kann ohne Zuhilfenahme seiner Lernunterlagen die wichtigsten Voraussetzungen für die Zulassung der Lizenzen aufzählen und die Bewertung einer Gürtelprüfung benennen und praktisch umsetzen.
Dabei reicht es aus,

- die „Durchführung einer Gürtelprüfung" mit eigenen Worten zu beschreiben und

die Bewertung der Gürtelprüfung aufzuzählen.

Inhaltsverzeichnis

1. Organisation und Prüfungsordnung der Trainer und Prüferlehrgänge

1.1. Allgemein
1.2. Durchführender 
1.3. Lizenzentzug 
1.4. Zulassungsvoraussetzung 
 a) Voraussetzung für die Zulassung Trainer A-Lizenz  
b) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz  
c) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz  

 1.5. Befugnisse  a) A-Lizenzinhaber 
 b) B-Lizenzinhaber  c) C-Lizenzinhaber 

1.6. Prüfungsverfahren 
1.7. Prüfungskommission 
1.8. Prüfungsergebnis 
1.9. Lizenzprüfungen 
 a) Praktische Prüfung 
 b) Lehrprobe 
 c) Theoretische Prüfung
  
1.11. Gültigkeit der Lizenzen 
1.12. Bewertung einer Gürtelprüfung  
 
2. Prüfungs- und Verfahrensordnung  

3. Prüfungsprogramm

3.1 Gelbgurt

3.2 Orangegurt
3.3 Grüngurt
3.4 Blaugurt 
3.5 Rotgurt 
3.6 Braungurt 
3.7 Schwarzgurt (1. Dan) 
3.8 Juniorschwarzgurt 
3.9 Schwarzgurt (2. Dan)

Inhaltsverzeichnis

1. Organisation und Prüfungsordnung der Trainer und Prüferlehrgänge

1.1. Allgemein
1.2. Durchführender 
1.3. Lizenzentzug 
1.4. Zulassungsvoraussetzung
a) Voraussetzung für die Zulassung Trainer A-Lizenz
b) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz 
c) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz  

1.5. Befugnisse 

 a) A-Lizenzinhaber 
 b) B-Lizenzinhaber 
 c) C-Lizenzinhaber

1.6. Prüfungsverfahren

1.7. Prüfungskommission 
1.8. Prüfungsergebnis 
1.9. Lizenzprüfungen

a) Praktische Prüfung 
 b) Lehrprobe 
 c) Theoretische Prüfung

1.11. Gültigkeit der Lizenzen 1.12. Bewertung einer Gürtelprüfung   

2. Prüfungs- und Verfahrensordnung
  
3. Prüfungsprogramm
3.1 Gelbgurt
3.2 Orangegurt 
 3.3 Grüngurt 
 3.4 Blaugurt 
 3.5 Rotgurt 
 3.6 Braungurt 
 3.7 Schwarzgurt (1. Dan) 
 3.8 Juniorschwarzgurt 
 3.9 Schwarzgurt (2. Dan)



1. Organisation und Prüfungsordnung der Trainer- und Prüferlehrgänge

1.1. Allgemein
  - die Anmeldung erfolgt in der Regel durch einen Verein. -  Voraussetzung für das Erlangen der entsprechenden Prüfer-Lizenz  ist die Teilnahme am entsprechenden Trainerlehrgang.

1.2. Durchführender

Die Chun Ki Do Association Deutschland führt die theoretische und praktische Aus- und Weiterbildung von Dan Trägern durch. Sie ist verantwortlich für die einheitliche Durchführung der Trainingsinhalte und vergibt Lizenzen.

Die Zuerkennung erfolgt unter Aufsicht der Chun Ki Do Association. Die Vergabe erfolgt nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung. Lizenzen können nur von einem Meister der Chun Ki Do Association verliehen werden.

1.3. Lizenzentzug

Die Lizenzen können durch Beschluß der Chun Ki Do Association oder bei Verstößen gegen die Verfahrens- und Prüfungsordnung bzw. bei negativem Prüferverhalten entzogen werden. Ein Rechtsanspruch auf einer Prüferlizenz besteht nicht. 

Bei Verstößen oder arglistiger Täuschung können Lizenzen aberkannt und andere durchgeführte Prüfungen für ungültig erklärt werden.

1.4. Zulassungsvoraussetzung

a) Voraussetzungen für die Zulassung Trainer A-Lizenz sind:

- Inhaber des 6. Dan
- Vollendung 30. Lebensjahr
- Inhaber B-Lizenz seit mindestens 5 Jahren.

b) Voraussetzungen für die Zulassung Trainer B-Lizenz sind:

- Inhaber des 3. Dan
- Vollendung 21. Lebensjahr
- Inhaber der C-Lizenz seit mindestens 2 Jahren.


c) Voraussetzungen für die Zulassung der Trainer C-Lizenz sind: 

- mindestens Braungurt
- Vollendung 16. Lebensjahr
- Mitgliedschaft in einem Verein der Chun Ki Do Association
- Erste Hilfe Schein (nicht älter als 1 Jahr)

1.5. Befugnisse

a) A-Lizenzinhaber

- ist berechtigt B-Lizenzanwärter auszubilden
- kann selbständig Dan- Grade bis zum 5. Dan prüfen

b) B-Lizenzinhaber

- ist berechtigt C-Lizenzanwärter auszubilden
- kann Kup- Grade bis einschließlich dem braunen Gürtel prüfen.

c) C-Lizenzinhaber

- ist berechtigt das Training zu leiten
- kann Kup- Grade bis zum grünen Gürtel prüfen

1.6. Prüfungsverfahren

Kup-Prüfungen werden durch die Lizenzinhaber ausgerichtet; diese sind verpflichtet, der Chun Ki Do Association mindestens 3 Wochen vor dem Püfungstermin folgendes schriftlich mitzuteilen:

a) Prüfungsort
b) Prüfungsdatum und -uhrzeit
c) Anzahl und Namen der Prüfungsteilnehmer
d) Paßnummer
e) angestrebten Grade.

1.7. Prüfungskommission

Bei Prüfungen sollten 3 Lizenzinhaber anwesend sein und den Bewer-tungsbogen unabhängig voneinander ausfüllen. In Ausnahmefällen dürfen 2 Lizenzinhaber prüfen. Hierzu ist ein gesonderter Antrag an die Chun Ki Do Association zu stellen.

1.8. Prüfungsergebnis

Bei Abnahme der Gürtelgrade werden die Ergebnisse auf dem Prüfungsbogen entsprechend schriftlich bewertet. Über den Erfolg der Prüfung entscheidet die Kommission und bewertet die Prüfung mit Bestanden oder Nicht Bestanden. Lizenzinhaber sind verantwortlich für die Vergabe der Gürtelgrade und müssen deshalb das Nicht Bestanden schriftlich begründen. Die Prüfungsbögen sind an die Geschäftsstelle der Chun Ki Do Association zu senden. Bei Nicht Bestanden kann die Prüfung einmal wiederholt werden, jedoch nicht vor 3 Monaten und mit einer neutralen Prüfungskommission. Das Gesamtergebnis wird dem Prüfling mitgeteilt.


1.9. Lizenzprüfungen

Die Ausbildung der Lizenzinhaber muß grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.

Die Lizenzprüfung besteht aus einer:

a) Praktischen Prüfung

Der Prüfling soll den Nachweis seiner eigenen sportlichen Fähigkeiten einbringen.

b) Lehrprobe

Hier werden die Prüflinge eine praktische Lehrprobe schriftlich ausarbeiten und die methodischen, didaktischen Fähigkeiten werden während der Lehrprobe bewertet. 

c) Theoretischen Prüfung

Die theoretische Prüfung besteht in der Bearbeitung eines Fragebogens und einen frei zu beschreibenden Test sowie der mündlichen Prüfung.

1.10. Lizenzierung

Die erfolgreichen Lizenzinhaber erhalten vom Dachverband einen persönlichen Stempel. Der Stempel dient als Ausweis der Lizenzinhaber und symbolisiert die jeweils bestandene Lizenzstufe. 

Blau für C-Lizenz
Grün für B-Lizenz
Rot für A-Lizenz


1.11. Gültigkeit der Lizenzen

Die Gültigkeit beginnt mit dem Datum der Ausstellung und endet jeweils nach 4 Jahren. Die Verlängerung der Lizenz erfordert eine Teil-nahme an Fortbildungsveranstaltungen. Die Erneuerungen von Lizen-zen, die ungültig geworden sind, bedürfen einer Sondergenehmigung. 

1.12. Bewertung einer Gürtelprüfung

a) Vorbemerkung

Hap-Ki-Do wird als Breitensport vermittelt. Außerdem vergibt die Chun Ki Do Association den Junior-Schwarzgurt. Die Vergabe von Gürtelgraden garantiert die Motivation der Schüler. Eigene Fortschritte sollen hier vornehmlich beurteilt werden. Nicht der Standart von Leistungssportlern ist das Maß der Bewertung.

Bei der Bewertung der Gürtelprüfung werden folgende Punkte eingehalten:

- Charakterliche Eignung  100%
- Fleiß      50%
- Auftreten     20%
- sportliche Fähigkeiten   50%
- Technikausführung     5o%

Das Bewertungsschema richtet sich nach den gültigen Prüfungskriterien und wird wie folgt realisiert:

In den Spalten der Prüfungsbögen wird das Gesamtergebnis der Technikgruppe eingetragen.

Z.B. eine Hap-Ki-Do Rolle wird in 12 Stufen vermittelt. Werden alle 12 Stufen von dem Prüfling durchgeführt, erhält er 12 Punkte; dieses entspricht 100.
2. Prüfungs- und Verfahrensordnung

1. Für alle Prüfungen sind die gültige Verfahrensordnung und das   gültige Prüfungsprogramm bindend.

2. Die Chun Ki Do Association vergibt Kyu- und Dan- Grade in   folgenden Farben:

- gelb  - orange  - grün  - blau  - rot  - braun  - junior schwarz (10-18 Jahre)  - schwarz (ab 18 Jahre)

3. Die Mindestvorbereitungszeit vor Kyu-Gradierungen beträgt 3   Monate, bei einer nicht bestandenen Prüfung zwei Wochen.

4.   Die Mindestvorbereitungszeiten vor Dan-Graduierungen betragen:

- 1 Jahr zum ersten Dan,  - 2 Jahre zum zweiten Dan,  - 3 Jahre zum dritten Dan,  - 4 Jahre zum vierten Dan,  - 5 Jahre zum fünften Dan,  - 6 Jahre zum sechsten Dan.

5.  Für Kinder bis 12 Jahre entfallen die im Prüfungsprogramm fest-geschriebenen Hebeltechniken. Das Mindestalter für den Erwerb des Junior Schwarzgurtes beträgt 10 Jahre.

6. Bei den Prüfungen können die Kenntnisse und Fertigkeiten vor  ausgehender Grade mitüberprüft werden.

7. Prüfungspartner sollen vorzugsweise Prüfungsteilnehmer sein.

8.  Ab Grüngurt wird die Fallschule über Hindernisse durchgeführt.

9.  Ab Rotgurt können Freikämpfe gegen 2 Partner durchgeführt    werden.

10. Graduiert werden kann, wer...

  - die Verfahrens- und Prüfungsordnung anerkennt und die in     diesen festgelegten Voraussetzungen erfüllt.    -  während der Vorbereitungszeit regelmäßig trainiert.   -  mindestens zwei Lehrgänge (Technik) besucht hat (nur ab         Blaugurt).

11. Die bei der Prüfung gezeigten Leistungen werden in einer  Prüfungsliste bewertet. Die Prüfung ist bestanden, wenn zwei Drittel der höchstmöglichen Punktzahl erreicht werden. In einer Besprechung sind gute Leistungen herauszustellen und eventuelle Mängel aufzuzeigen.

12. Bei besonderen Leistungen können Dan-Grade ehrenhalber auch  ohne technische Prüfung verliehen werden:

- Für mindestens zehnjährige hervorragende Lehrarbeit bei der Chun Ki Do    Association.
- Für mindestens zwanzigjährige aktive Tätigkeit bei der     Chun Ki Do Association.

13. Behinderte sind nicht zwingend an das Prüfungsprogramm gebunden; ihre Prüfung wird abhängig vom Grad der Behinderung, im Sinne des Programms, durchgeführt.
3. Prüfungsprogramm
3.1 Gelbgurt

- Grundregeln des Hap-Ki-Do  - Grundstellungen (3)  - chongul-sogi  - paltang-sogi  - kima-sogi

- Grundtritte (9)  - palbodo-oligi  - ap-chagi  - andari  - pakatari  - yob-chagi  - dolyo-chagi  - titschu-chagi  - paltang-chagi  - titoria-chagi

- Schlagtechnikkombinationen:  - chonwon (12 Schläge)  - kwonsu (12 Schläge)  - pionsu (12 Schläge)  - palkup (12 Schläge)

- Blocktechniken (3)  - hadan-makki  - chundan-makki  - sagdan-makki

- Fallschule - Stufe 1  3.2 Orangegurt

- 2-Trittkombinationen (2) - Tritte aus der Bewegung (9)

- bal-bodi-olligi  -  ap-chagi  -  andari  -  pakatari  -  yob-chagi  -  dolyo-chagi  -  titschu-chagi  -  paltang-chagi  -  titoria-chagi

- Schlagabwehrtechniken (20) - Fallschule - Sufe 2

3.3 Grüngurt

- Tritte (2)
- titoria-yob-chagi
- titoria-dolyo-chagi


- Tritte aus dem Sprung (5)
-  ap-chagi
-  yob-chagi  -  dolyo-chagi  -  titschu-chagi  -  paltang-chagi

- Handhebel (15)

- Tritte aus dem Sitz (7)  -  ap-chagi  -  paltang-chagi  -  dolyo-chag   -  yob-chagi  -  titoria-yob-chagi  -  ab-chagi, beidfüßig rückwerts getreten  -  yob-chagi, seitwerts getreten

- Fallschule - Sufe 3
3.4 Blaugurt

- Trittabwehrtechniken (20)  - Tritte aus dem Sprung (2)  -  titoria-yob-chagi  -  titoria-chagi

- Tritte aus dem Fall (3)  -  ap-chagi  -  dolyo-chagi  -  yob-chagi

- Handgelenkhebel - Sufe 1 (11) - Bo- Techniken - Sufe 1 (10)   3.5. Rotgurt

- 3 Trittkombinationen (3) - Tritt aus dem Sprung mit Anlauf: -  Titoria-yob-chagi - Abwehrtechniken gegen yob-chagi (12) - Abwehrtechniken gegen ap-chagi (12) - Kleiderbefreiung - Stufe 1   3.6 Braungurt

- Abwehrtechniken gegen titoria-chagi (12) - Abwehrtechniken gegen dolyo-chagi (12) - Abwehrtechniken gegen titschu-chagi (12) - Abwehrtechniken gegen andari (12) - Abwehrtechniken gegen Pakatari (12) - Abwehrtechniken gegen 2-Fuß-Tritte (3) - Handgelenkhebel - Stufe 2 (7) - Kleiderbefreiungstechniken - Stufe  2 (10) - Tritte gegen 2 Partner (5) - Bo- Techniken - Stufe 2

3.7 Schwarzgurt (1. Dan)

- Handgelenkhebel - Stufe 3 (10) - Kleiderbefreiungstechniken Stufe - Stufe 3 (10) - 2-Hand-Befreiungstechniken (15) - Abwehrtechniken aus dem Sitz - Stufe 1 (10) - Abwehrtechniken aus dem Liegen - Stufe 1 (10) - Schlagabwehrwürfe (10)

3.8 Junior Schwarzgurt

- Handhebel (15) - Handgelenkhebel - Stufe 1,2 (11,7)  - Kleiderbefreiungstechniken - Stufe 1,2 (13,10)

3.9 Schwarzgurt (2.Dan)

- Kleiderbefreiungstechniken - Stufe 4 (10) - Abwehrtechniken aus dem Sitz - Stufe 2 (10) - Abwehrtechniken aus dem Liegen - Stufe 2 - Halshebeltechniken (7) - Messer-Abwehrtechniken (15) - Pistole-Abwehrtechniken (5) - Schwert-Abwehrtechniken - Messertechniken (10) - Schwerttechniken (21)

 


5. Trainingslehre




I. Worte zur Motivation



Ein guter Trainer kennt die Theorie sowie die Auswirkung biologischer, biomechanischer, pädagogisch-didaktischer, psychologischer und seelischer Regeln der Menschen. Er berücksichtigt deshalb alle planbaren Methoden um die Leistungssteigerung seiner Schüler zu optimieren. Die Trainingslehre ist sehr umfangreich und umstreift fast alle Themengebiete. 



5.1. Zielgruppen und situationsgerechtes Trainieren



Wie wir alle wissen, sind komplexe Bewegungsabläufe äußerst schwierig zu erlernen. Ein Anfänger wird eine Dan-Technik nicht erlernen können. Deshalb hat die Chun Ki Do Association ein Gürtelsprüfungsprogramm erstellt, dass den Anforderungen methodisch didaktischer Grundsätze entspricht.



Die Anfängertechniken müssen für jedermann leicht verständlich sein. Um die Techniken einfach zu verdeutlichen, folgt der Trainer bei der Vermittlung folgenden Grundsätzen.
 
5.1. a) Vormachen
    b) Nachmachen    c) Korrektur    d) Üben    e) Wiederholtes Üben (Drill) 



5.1.a) Vor- und Nachmachen



I. Definition



ist die Demonstration eines Bewegungsablaufes durch den Trainer mit unmittelbarer Wiederholung durch den auszubildenden Schüler. Die Veranschaulichung von Bewegungsabläufen durch Zerlegung komplexer Tätigkeiten in einfache Lernschritte muss gewährleistet sein. Dies ist ein lernintensives Ausbildungsverfahren (Prinzip: ”Learning by Doing”) indem die theoretischen Kenntnisse (Erklärung des Trainer) unmittelbar in praktische Bewegungen umgesetzt werden. Das praktische Selbertun erleichtert den Lernvorgang und schafft die notwendigen Erfolgserlebnisse. Dieses Ausbildungsverfahren muss jedoch durch Üben und drillmäßiges Üben vertieft werden. 



II. Durchführung



Als erstes bemüht der Trainer sich, die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe zu erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss natürlich absolutes Stillschweigen vorhanden sein. Es ist schwierig, diese Stille bei sehr vielen aufeinander treffenden Leuten zu erreichen. Aber ein lauter, kurzer Schrei und danach ein betontes, langsames und deutliches Sprechen sowie der ständige freundliche Blickkontakt verhelfen Ihm hierbei enorm. Auch ein witziger Beitrag führt zu erhöhter Aufmerksamkeit. Er sollte jedoch der Situation angemessen und nicht übertrieben werden. Ist dem Trainer dies gelungen, zeigt er den langsamen Bewegungsablauf der Technik vor der Gruppe.



Hierbei teilt er die Techniken in mehreren Phasen auf. Das Bemessen der Anzahl der Abstufungen hängt von der Wechselhäufigkeit der Richtungsänderung des zu erlernenden Bewegungsablauf ab.        



Beispiel 1



Ein Ab-chaggy wird dem Anfänger in 4 Stufen vermittelt.



1. Stufe - Bein nach oben anheben
2. Stufe - Bein gerade nach vorne ausstrecken
3. Stufe - Bein 90 Grad abwinkeln
4. Stufe - Bein in Ausgangsstellung zurückführen.



5.1. b) Nachmachen



Nun beginnt das Trainieren mit dem Schüler. Der Trainer zählt langsam von 1 bis 4. Dabei beobachtet er seine Schüler und achtet auf die korrekte Einhaltung der vier Bewegungsabläufe. Stellt er fest, dass ein Bewegungsablauf falsch durchgeführt wird, erläutert er den einzelnen Bewegungsablauf erneut. Zuerst sucht er nach der Fehlerquelle um eine aussagefähige Korrekturangabe machen zu können. Bleibt die mündliche Korrekturanweisung erfolglos, wird die Stufe in weitere Phasen unterteilt. Die Abstufungen werden solange wiederholt, bis der Schüler den Bewegungsablauf fehlerfrei ausführen kann. Beherrscht der Schüler nun die einzelnen Phasen, werden sie zuerst paarweise dann zugleich durchgeführt. Diese Vorgehensweise ist von einem guten Trainer unbedingt einzuhalten um dem Schüler das Gefühl des Erfolges zugeben.



5.1 c) Üben



Vor und Nachmachen werden durch das Üben fortgesetzt. Nun werden die vier Techniken zu einer Zeitphase zusammengefasst. Durch mehrmaliges Wiederholen werden sie zunächst langsamer dann immer schneller durchgeführt. Mit zunehmender Intensität der Geschwindigkeit nimmt die Kondition ab. Diese natürliche Ermüdungserscheinung hat zur Folge, dass der Schüler die neu erlernten Techniken unsauber und falsch ausführt. Bemerkt der Trainer genanntes Verhalten bei seinen Schülern, muss er Ihnen eine Pause gewähren. Damit verhindert er das Einstudieren falscher Bewegungsabläufe.



Merke



Falsch einstudierte und gewohnte Bewegungsabläufe sind kaum wieder weg zu bekommen und führen letztendlich zur Unlust des Schülers. Deshalb ist das Konditionstraining während der Bewegungslehre zu unterlassen.



Die Pause sollte jedoch vom Trainer gestaltet werden. Hier hat er Zeit, ausführliche Fehlerursachen anzusprechen. Des Weiteren können auch langsam und stufenweise Übungen durchgeführt werden. Werden jedoch auch Konzentrationsschwächen erkannt, ist eine Pause unbedingt erforderlich.



5.1. d) Wiederholtes Üben



Beim drillmäßigen Üben werden die festgelegten Bewegungsabläufe bis zur völligen Beherrschung perfektioniert. Der gleichmäßige und reibungslose Bewegungsablauf erspart Kraft und Zeit. Funktionsbezogene und automatisierte Bewegungsabläufe werden in Entscheidungssituationen auch noch nach Jahren mechanisch abgerufen. (z.B. Schwimmen verlernt man nicht) Der Schüler wird von umständlichen Bewegungsabläufen und damit verbundenen Überlegungen weitgehend entlastet und hat für wichtigere Tätigkeiten oder Denkvorgänge Zeit. (Taktik beim Kampf) 



Das drillmäßige Üben ist relativ langwierig und eintönig. Dies bedarf der ständigen Motivation der Schüler. Das wiederholte Üben wird auch zur Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit genutzt. 



Aufwärmtraining 4- 6 Jahre



Einstieg:



Ich frage die Kinder, ob sie schon in die Schule gehen „Nein in den Kindergarten“ – „Dann könnt ihr bestimmt noch nicht zählen.“
Die meisten Kinder zählen gleich vor, um mir stolz ihr Können zu präsentieren. 



Ich mache eine Übung vor, erkläre sie und frage die Kinder, ob sie zehn Übungen schaffen und ob sie überhaupt schon so weit zählen können. Ich stelle mich jedenfalls skeptisch und bezweifle das Können, bis die Kinder es mir von selbst beweisen und wir dann gemeinsam mit den Übungen beginnen. Die Kinder machen mir die Übungen nach und zählen laut mit. Bei zwei zählen die Kinder „Eins, zwei“, bei drei, „Eins , zwei, drei“ usw.... Durch die aktive Beteiligung, durch das Zählen konzentrieren sich die Kinder. Ich sage: „Lauter, ihr seid viel zu leise“. Und motiviere die Kinder laut zu schreien, was sie sonst nicht dürfen.
Die Verbesserung des Leistungsvermögens und der Leistungsbereitschaft unseres Körpers sowie unseres Geistes kann in jedem Alter noch antrainiert und verbessert werden. 




5.1 I Gruppeneinteilung



Jeder Schüler hat andere Motive und geistige Beweggründe, die ihn anspornen, Chun Ki Do zu betreiben. Der Eine möchte sich körperlich fit halten, der Andere möchte die Kunst des Kampfes erlernen. Bei vielen ist die Gymnastik beliebt. Die meisten Schüler sind Breitensportler, wenige sind Leistungssportler. Manche besuchen 1 mal wöchentlich das Training, andere 5 mal die Woche. Einige sind sportlich unbegabt und hochintelligent, die anderen sind dumm und sportlich. Die einen sind dick, die anderen sind dünn. Die einen sind alt, die anderen sind jung. Kinder wollen spielen und sich bewegen. Erwachsene wollen etwas lernen und sich körperlich fit halten. Jugendliche suchen nach Idolen. Der Eine trainiert aus sich heraus, der Andere braucht einen Impuls (Antrieb) von außen. Der Eine lässt sich leicht motivieren, der Andere kaum. 



Die Vielzahl der einzelnen Persönlichkeiten lässt erkennen, dass eine Gruppeneinteilung notwendig ist. Eine Optimallösung wird nur ein guter Trainer und Menschenkenner erzielen können. Er teilt seine Schüler in Gruppen ein.



Eine optimale Gruppeneinteilung wird schon mangels Hallenkapazitäten, der fehlenden Trainingseinrichtungen, der fehlenden Trainerzahl u. ä. nie realisierbar sein. Dessen muss sich ein Trainer bewusst sein, wenn er die Gruppen einteilt. Folgende Gruppeneinteilungen haben sich in der Praxis bewährt.



a) Kindergruppe



Die Kindergruppe besteht aus Jungen und Mädchen im Alter zwischen 4 und 13 Jahren.



Die Kindergruppe wird dann wiederum in 3 Altersklassen eingeteilt:



von 4 - 6 Jahren
von 7 - 9 Jahren
von 10 - 13 Jahren



Nicht nur das Alter, sondern auch die geistigen Veranlagungen sollten bei dem einzelnen Schüler berücksichtigt werden. So kann auch ein 6 jähriger in der Gruppe von 7-9 trainieren. Nur die sportliche Veranlagung reicht nicht für den Wechsel in eine höhere Gruppe. Die Gruppe sollte auch nicht nach Mädchen und Jungen getrennt werden. Beim Partnertraining sollte auch darauf geachtet werden, dass nicht immer schon nach rein äußerlich möglichst homogenen Schülern eingeteilt wird.



Die Kinder sollen den körperlichen Unterschied im Spielerischen erfahren und lernen, mit der jeweils veränderten Situation umzugehen. Hierzu gehört auch die bittere Erfahrung, dass der Eine stärker und der Andere schwächer ist. Außerdem lernt das Kind seine Grenzen kennen 




Des weiteren werden die Gruppen nach erreichten Gürtelgraden eingeteilt:



Anfängergruppe:  bis einschließlich Orangen Gürtel



Fortgeschrittene Gruppe: von Grüngurt bis Rotgurt



Trainergruppe:   Braungurte und Danträger



Eine sinnvolle Trainingsgestaltung ist ohne Einhaltung der Gruppeneinteilung nicht möglich.



5.1.I. a) Die Kindergruppe



    Vorbemerkungen:



    - Kinder, die ständig kritisiert werden, lernen zu ver-     dammen.    - Kinder, die geschlagen werden, lernen selbst zu schlagen.    - Kinder, die verhöhnt werden lernen Schüchternheit.    - Kinder, die der Ironie ausgesetzt werden bekommen ein schlechtes Gewissen.



    Aber Kinder,



    - denen mit Toleranz begegnet wird, lernen Geduld.    - die gelobt werden, lernen Bewertung.    - die Ehrlichkeit erleben, erlernen Gerechtigkeit.    - die Freundlichkeit erfahren, lernen Freundschaft.    - die Geborgenheit erleben, lernen Vertrauen.    - die geliebt und umarmt werden, lernen Liebe in unserer Welt zu empfinden.



Kinder lernen schnell und sind meist gelenkig. Der Knochenaufbau und die Muskulatur befinden sich noch in der Entwicklung, deshalb dürfen Hebeltechniken nicht vermittelt werden. Bei Missachtung dieser Anordnung können Deformierungen des Knochenapparates bis zu enormen Behinderungen führen. Biomechanik



Merke:



Es ist verboten, Kindern bis zu Ihrem 12. Lebensjahr Hebeltechniken zu vermitteln.



Kinder sind unkonzentriert. Um die Aufmerksamkeit bei Kindern zu erwecken, werden die Techniken mehrmals während einer Trainingsstunde gewechselt. Die Wechselhäufigkeit entscheidet der Trainer durch sein aufmerksames Beobachten der Gruppe. Stellt er fest, dass bereits über 50% der Teilnehmer unkonzentriert oder überfordert sind, hat er den Kindern eine Konzentrationspause zu gewähren. Diese Pause gestaltet jedoch der Trainer in Form lockerer
Übungen wie zum Beispiel Fallschule oder er integriert ein kleines Wettbewerbsspiel z.B. Wer ist am schnellsten mit den zwölf Faustschlägen. Wer nicht mehr mitkommt muss sich hinsetzen.



Beispiel 1



unkonzentriertes Verhalten bei Kindern macht sich bemerkbar durch Lautstärke, Interessenlosigkeit und Langeweile. Werden Kindern die 12 Grundschläge beigebracht, wird man am Anfang großes Interesse feststellen. Jedoch schon nach geraumer Zeit lässt die Konzentration nach. Um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erwecken, sollte nun die Technik gewechselt werden. Auf keinen Fall sollten gleiche Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Tritttechniken vermittelt werden. Sinnvoll ist, den Kindern eine Konzentrationspause zu gewähren. Diese Pause sollte jedoch vom Trainer gestaltet werden. Hier bietet sich die Fallschule an. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich während der Fallschule auszutoben und neue Kräfte zu sammeln.



5.1 I b) Die Erwachsenen Gruppe



Erwachsene haben andere Motive zu lernen als Kinder. Erwachsenenbildung ist auf weiten Strecken nicht anderes als Überprüfung, Korrektur und Anwendung von Lebenserfahrung. (F.Pöggeler). Erwachsene bringen Lebenserfahrungen und Vorkenntnisse mit. Sie haben bereits feste Wertmaßstäbe und Meinungen. Im Gegensatz zu Kindern sind Erwachsene skeptischer gegenüber neuen Eindrücken, mitunter dem Trainer geistig ebenbürtig oder überlegen.



Die Gedächtnisleistung des Erwachsenen nimmt mit zunehmendem Alter (biologisch bedingt) ab. Ebenso wird die körperliche Leistungsfähigkeit geringer. Um ein erfolgreiches Erwachsenentraining zu erzielen sind o. a. Punkte zu berücksichtigen.



Bei der Gestaltung einer Ausbildungsstunde für Erwachsene durch den Trainer werden folgende Lernbedingungen sichergestellt: 



-bei der Aussprache und den Formulierungen werden die Vorerfahrungen praxisbezogen beachtet d.h. an angemessenen Beispielen



Für den Trainer mit dem Umgang mit Kindern    -  die notwendige Atmosphäre erzeugen können  -  auf Verweigerung und Unlust sicher reagieren können  -   Ziel-, Gruppen- und situationengemessen trainieren  -  Hilfen & die Vorgehensweise den Erwartungen und Vorerfahrungen     seiner Gruppe anpassen können  -  wissen, wie man Gruppen zu mehr Kreativität und eigener     Verantwortung motiviert.  
5.2 Der Trainer



Der Trainer als Vertrauensperson



Falsches Trainerverhalten



will bereits sein Erlerntes Wissen vor der Gruppe zeigen und ist stolz, sich damit profilieren zu können, auf sich, dass er besser ist als seine Schüler. Dieses Verhalten lässt sich erklären, dass er natürlich an Autorität in der Gruppe gewinnt da er als Einziger versteht, unbekannte (Ihm Bekannte) Bewegungsabläufe fast perfekt zu beherrschen. Er sieht nicht, dass andere sportliche Charaktere bei seinen Schüler vorhanden sind. Und gerade dies sollte er ausnutzen, um den Schüler zu motivieren. Bewegungsabläufe sein Schüler auf einmal besser Können! oder er erkennt die Neigungen, Begabungen und Talente seiner Schüler nicht. Warum tut er es nicht? Weil er Angst hat, dass bestimmte 




5.3 Korrektur einer Gruppe



Einführung



Die Korrektur eines festgestellten Mangels ist kein Problem, vorausgesetzt, der Trainer kennt alle Gliederungen der Technik, die er vermittelt. Viel wichtiger ist es, Fehler zu erkennen und dann für jeden individuell die richtige Lösung anbieten zu können. Zuerst muss man den Fehler mit den Sinnen wahrnehmen können. Wir müssen in der Lage sein, Bewegungsabläufe zeitlich (der Bewegungsablauf ist meist sehr schnell), räumlich (in welchen verschiedenen Blickwinkeln muss ich die Techniken betrachten), individuell (welche Voraussetzung bringt der Schüler mit sich; ist er gelenkig, dicke Sehnen, Ausdauermuskulatur. Sprintermuskulatur etc.; welches Alter, Geschlecht), 



Bevor wir mit der Fehlerkorrektur beginnen, studieren wir den Körperbau, die Muskulatur und die Haut bzw. Muskulatur (Themenkreis Biomechanik), um die Voraussetzungen (Leistungsfähigkeit des Schülers) beurteilen zu können. Haben wir dies getan, beobachten wir den zeitlichen Bewegungsablauf und gliedern ihn in den vorgegebenen Stufen. Oft können wir diesen Vorgang nur beobachten, wenn wir den Bewegungsablauf noch mal zeitlich gliedern. D.h. der Schüler muss mehrmals die Übung wiederholen, um eine optimale Korrekturanweisung zu erhalten. Dazu kommt, dass sich bei vielen Techniken der Blickwinkel verschiebt. So muss der Trainer um seinen Schüler wandern, um alle einzelnen Bewegungsabläufe sehen zu können. Dieses Verfahren ist das einzig sinnvolle, hat jedoch den Nachteil, dass es für den Trainer und Schüler sehr aufwendig ist. 



Trainiert man eine Gruppen wird man häufig feststellen, dass bei gleichen Bewegungsabläufen die gleichen Fehler entstehen. Dies ist natürlich, da gerade bei Chun Ki Do synchrone Bewegungen gelehrt werden. Da der Mensch sich von Natur aus asynchron bewegt, ist es selbstverständlich, dass die gleichen Fehler entstehen. Deshalb sollte ein guter Trainer zuerst nur alle gleichen Fehler in der Gruppe ansprechen. Individuelle Probleme sollten nur persönlich angesprochen werden, um den Schüler und die Gruppe nicht zu verwirren.  



Spiel mit 10 Streichhölzern: Indische Zahlen lesen lernen.



Zweck



Der Trainer soll die Bewegungsabläufe seiner Gruppe gleichzeitig mit den Augen erfassen können.



Wenn man synchrone Bewegungsabläufe korrigieren will, muss man in der Lage sein, alle Bewegungen gleichzeitig mit unseren Sinnen (Augen, Ohren) zu erfassen. Dies gelingt uns nur, wenn wir unsere Augen nicht auf eine Person fokussieren, sondern versuchen, alle Teilnehmer zu beobachten. Dies gelingt uns, wenn wir mit dem rechten Auge den äußerst rechten Rand der Gruppe und mit dem linken Auge die linke äußerste Gruppe fixieren. Die Pupillen dürfen dann nicht mehr bewegt werden. Ist die Gruppe zu groß, so dass ich nicht alle Teilnehmer im Blickfeld erkennen kann muss ich mich von der Gruppe entfernen. Ist mir dies nicht möglich, muss ich die Gruppe in zwei oder mehr Blickfelder gliedern. Die Blickfelder werden dann beliebig verändert, so dass wir ein Gesamtbild der Gruppe erhalten. 



5.3.1 Stationsausbildung

Eine Stationsausbildung wird dann durchgeführt, wenn man mehrere Gruppen gleichzeitig ausbilden muss. Der Trainer legt die Themenkreise in genau festgelegter Reihenfolge vor und teilt Hilfsausbilder ein. Die einzelnen Themenkreise wecken immer neues Interesse. Eine intensive Ausbildung in kleinen Gruppen ist gewährleistet. Eine einheitliche, auf den Trainer bezogene Ausbildung ist möglich. Die Themenkreise werden durch rationellen Einsatz von Trainern und Ausbildungsmitteln optimiert. Nutzen der besonderen Fachkenntnisse einzelner Trainer.

6 Rhetorik


6.1 Worte zur Motivation


Der wirkungsvolle Einsatz sprachlicher Mittel besitzt auch im sportlichen Bereich an erheblicher Bedeutung. Trainer werden im Vereinsleben ständig vor die Notwendigkeit gestellt, gezielt zu argumentieren und sprachlich überzeugend aufzutreten. Es gibt für Trainer vielfältige Anlässe, sich rhetorisch zu bewähren, etwa bei offiziellen feierlichen Anlässen, Ansprachen, Referaten, Vorträgen, Diskussionen, Besprechungen, Verhandlungen oder bei Vorführungen.


Redegewandt zu sein, gehört zu den Fähigkeiten, die jeder Trainer besitzen sollte. Sprache und Vortragstechnik des Trainers tragen zum Erfolg seiner Ausbildung bei. 


Wer Chun Ki Do ausbildet und unterrichtet, muß der Ausbildungsgruppe seine Informationen verständlich und nachhaltig übermitteln. Er sollte deshalb wissen, welche Mittel der Sprache notwendig sind, um den Schülern den Ausbildungsstoff schnell, wirkungsvoll und ohne Übertragungsverlust zu vermitteln.


Die militärische Sprache gilt (auch im zivilen Bereich) als beispielhaft kurz, prägnant und eindeutig und hat sich bei Korrekturanweisungen bewährt. Das gegenseitige Verständnis im gemeinsamen Denken und Handeln ist die Voraussetzung für Erfolge. Diese Einmütigkeit beruht auf gleichen Grundätzen, gleichem Rechtsdenken, dem gemeinsamen Ziel Erziehung und Ausbildung, sowie auf einheitlicher Sprache mit eindeutigen Begriffen.


Die Ausdrucksweise


Ich habe die Sprache bis heute noch nicht verstanden. Wir denken oft spontan und intuitiv und bringen dies mit unserer Sprache zum Ausdruck. Andererseits prüfen wir uns selbst und wir fragen uns: Dürfen wir.., können wir.. oder müssen wir das sagen? Oft reden wir miteinander, ohne uns zu verstehen. Ich weiß, dass jeder Mensch eine andere Sprache spricht. Die Sprache ist so komplex, wie all unsere Gedanken. Der Mensch wird sie nie in all ihrer Perfektion verstehen und nutzen können. Sie ist das Sprachrohr unseres schöpferischen Wesens. Sie dient der Kommunikation unserer Empfindungen. D.h. sie dient der Vermittlung unseres eigenen Bewusstseins gegenüber unserer Mitmenschen. 


Die Dichter und Poeten gestalteten die Sprache neu. Wir erlauben den Genies die bestehende Gesetze der Grammatik zu ändern und nennen sie kreativ. Politiker, die großen Redner unserer Zeit, aber auch der Einfluss der Werbung verändern die Sprache ständig. Sie hört nie auf zu wachsen. Sie passt sich ständig ihrer neuen Umgebung an. Mit jedem Wachstum verschwindet aber auch ein Teil ihre Vielfältigkeit. Wir verstehen nicht mehr, was uns die Dichter und Denker der Vergangenheit mitteilten wollten. Wir grübeln und suchen eine Antwort. Wir fangen an sie zu studieren, diese Kulturen der Vergangenheit und versuchen uns durch unsere Erkenntnisse in sie zu versetzen. Wir machen uns Gedanken, was diese Menschen in ihrer Zeit dachten. In der Schule lernen wir, was Goethe fühlte als er den Hexenmeister oder Faust verfasste. Ist die Bibel nicht der beste Beweis für diesen Zustand? Können wir wirklich alles nachvollziehen, was man vor so langer Zeit niederschrieb? Wir müssen nachvollziehen können, unter welchen Umständen die Menschen lebten, doch diesen Umstand können wir leider nur vermuten.  

Das wichtigste Ziel der Sprache muss es sein, dass die Menschheit versteht was man sagen will. Doch die meisten von uns wollen gar nicht, dass wir sie verstehen. Wir benutzen die Sprache um uns zu verstecken. Wir verwenden sie strategisch und geschickt. Wir Menschen übertreiben stets und lügen, um uns Vorteile und Ansehen zu verschaffen. Wir nennen es clever, taktisch klug oder ausgespielt. Wir sind eher stolz auf unsere Fehler und geben damit an. Wir werden arrogant und selbstbewusst weil wir glauben wir sind besser als unsere Mitmenschen.. 


Die Sprache ist für mich ein Mittel um mich zu verständigen. Meine Stoffsammlung ist ein Versuch, mich mit jedem Menschen zu verständigen. 


6.2 Wirkungsweisen von Rhetorik


Durch eine gute rhetorische Leistung kann man nicht nur informieren, sondern:


- Absicht durchsetzen - Ausbildung effektiv machen - Erfahrungen weitergeben - Empfindungen ausdrücken - Handlungen auslösen - Ideen beschreiben ( und andere davon überzeugen) - Meinungen bilden (beeinflussen und verändern) - Menschen für sich oder eine Aufgabe gewinnen - Produkte verkaufen - Sympathie gewinnen - Überzeugungen vermitteln - Unterrichte durchführen - Verhaltensänderungen erzielen - Verhandlungen erfolgreich führen - Wissen vermitteln - Wünsche bekunden


6.2.1 Häufige rhetorische Fehler sind:


- unvorbereitet (schlecht vorbereitet) reden - zu große Aufregung (Verkrampfung) - Redehemmungen (Redeangst) - Mangel an Selbstvertrauen - fehlender Schwung (fehlende Dynamik) - keine unterstützende Gestik - ausdrucksloses Gesicht; wenn Du nicht Lächeln kannst, eröffne keinen Laden (China) - Verschlucken von Silben (besonders Endsilben) - zu schnell sprechen - zu wenig Augenkontakt halten - keine Modulation in der Stimme - Füllsel wie ah, hmm u.a. - zu viele Nebensätze, zu lange Sätze - Müdigkeitsanzeichen der Zuhörer werden nicht erkannt - zu wenig Pausen - feuchte Aussprache - permanentes Räuspern (Hüsteln) - leere, platte Redewendungen (Floskeln, Plattitüden) - zu viele Hauptwörter auf -ung, -heit, -keit


6.3   Tips und Ratschlage


6.3.1 Halte Augenkontakt


Bevor Du sprichst besinne dich, suche mit den Augen Kontakt zu Deinen Zuhörer(Auditorium). Beobachte während des Vortrages, ob die Blicke Deiner Zuhörer auf dich gerichtet sind. Stelle immer wieder die Blickverbindung her, auch wenn Du Demonstrationsobjekte vorführst. Schaue bewusst nach links; damit vermeiden Du den üblichen Rechtsdrall in der Blickrichtung.


6.3.2 Behalte innere Ruhe


Auch die beste fachliche Vorbereitung eines Vortrages oder Referates bleibt wirkungslos, wenn der Redner mit zittrigen Händen sein Manuskript sortiert oder stotternd zu sprechen beginnt. Wenn Du dazu neigst, nervös zu werden, sage Dir vor Beginn Deiner Ausführungen mit innerer Stimme (Ich bin ganz ruhig; Ich schaffe es o.ä.). Beobachten an Dir, wie schon nach den ersten Sätzen Sicherheit und Selbstvertrauen die Nervosität und das Lampenfieber verdrängen.


6.3.3 Spreche natürlich 


Vermeide, betont schneidend-markig oder übertrieben einschmeichelnd zu sprechen. Eine gekünsteltes Sprachverhalten wirkt abstoppend. Benutze keine Fremdwörter, wo es gleichwertige deutsche Begriffe gibt. Auch Schachtelsätze verfehlen die Zuhörer. Humor kann befreiend wirken - für beide Seiten. Humoristische Bemerkungen sind aber eine riskante Angelegenheit. Auf die Dosierung und richtige Zusammenhänge kommt es an.


6.3.5 Achte auf Dein äußeres Erscheinungsbild 


Kleider machen Leute zwar erlaubt der einheitliche Anzug im sportlichen Bereich hier wenig Spielraum, jedoch gibt es innerhalb dieses relativ engen Rahmens gelegentlich unübersehbare Unterschiede. Überprüfe deshalb den Zustand Deines Äußeres.


6.3.6 Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen    Erfolg


Gute Rhetoriker sprechen selten im Sitzen. Sollten bei bestimmten Ausbildungsverfahren (z.B. Diskussion) alle Teilnehmer Platz behalten, muss sich der jeweilige Redner aufrecht hinsetzen und die Hände auf den Tisch legen.


6.3.7 Bei Referat und Vortrag:


Deine Körperhaltung überträgt sich unbewusst auf die Zuhörer und beeinflusst dessen Aufnahmewilligkeit. Wähle einen festen Standort. Stehe aufrecht, frei und ungezwungen. Halte dich weder am Tisch noch am Rednerpult fest. Die Hände gehören auch nicht in die Hosentaschen. Gehe weder ständig auf und ab, noch spiele mit irgendwelchen Gegenständen (Schreibstift, Zeigestock, Kreide). Vermeide ständig wiederkehrende Bewegungen mit Armen oder Beinen.


6.3.8 Benutze ein Manuskript (einen Handzettel) 


Manuskripte sind notwendige Vortragsunterlagen. Nur wenige Menschen besitzen die Fähigkeit, Stegreifreden zu halten. Das Manuskript ist Deine zuverlässige Hilfe und Regieanweisung. Es bildet den Leitfaden Deines Vortrages und hilft Dir wie ein heimlicher Souffleur. Aber: ‚Klebe nicht am Manuskript! Spreche soweit wie möglich frei. Lese auf keinen Fall das Manuskript wörtlich vor. Benutze die am linken Rand des Manuskriptes herausgestellten Stichworte.


6.4 Interview/Gespräch


6.4.1 Interview


dialogisches Frage-Antwort-Gespräch, wobei der Journalist (Reporter) durch seine Fragenvorgabe den Ablauf bestimmt.


Anwendungsbereiche:


Aktuelle Reportagen, Sachberichte und Dokumentationen


Zum Verhalten des Interviewgebers:


Frage im Vorgespräch nach dem Interviewthema und Zusammenhängen, Motiven, Zeitansätzen. Erkundige Dich, in welcher Zeitung oder Ort das Interview gebracht werden soll und wer noch zu Wort kommt.


Frage, welche Zeit für das Interview zur Verfügung steht. Sei sparsam mit der namentlichen Ansprache des Reporters. Gebe kurze präzise Antworten (zügiges Wechselspiel Frage/ Antwort)


Kannst Du eine Frage nicht beantworten, sage das deutlich und nenne den Grund (z.B. Vertraulichkeit).


Werden Fragen zu einem nicht vereinbarten Thema gestellt, breche das Interview ab.


Lasse Dich nicht emotional provozieren.


Spreche in kurzen Haupt- und Nebensätzen (vermeide Schachtelsatz-Konstruktionen, Fremdwörter und Fachausdrucke).


Formuliere und argumentiere glaubwürdig. Schaue (im Gegensatz zum Statement) den Reporter an.


Notfalls: Spickzettel (DIN A7) in die Hand (gibt psychologisch Sicherheit)


Frageformen und Reaktionsmöglichkeiten


Frageformen Beispiele Mögliche Reaktion


- Offene Fragen: Was halten Sie von Kampfsport? - Geschlossene Fragen: Sollte Kampfsport verboten werden? - Alternativfragen: Sind Sie für oder gegen Kampfsport? - Aktivierende Fragen: Wie, wodurch, weshalb,   (sogen. W-Fragen) womit, wozu Chun Ki Do? - Entscheidungsfragen: Wie würden Sie entscheiden ...? - Denkfragen: Wenn das so ist, was folgt dann daraus? - Problemfragen: Wie sehen Sie das Problem der Gewalt? - Kettenfragen: Wer muss was, wann und wo tun? - Bestätigungsfragen: Sie, Ihnen liegt doch sicher das       Wohl Ihrer Frau ganz besonders am Herzen - Übereinstimmungsfrage: Schone Musik, nicht wahr? - Überfallfragen Spontane, aggressive Fragen, die bei - -       Vorgesprächen zu Interviews verschwiegen wurden. - Vertrauliche Fragen: Wo sind ihre Schwächen gelagert? - Rhetorische Fragen Wissen Sie, was es heißt, in unserer      Zeit Polizist zu sein?


6.5 Argumentation


6.5.1 Der Dreisatz


Der Dreisatz ist eine methodische Faustformel, um kurze Aussagen (Statements, Interviews) logisch aufzubauen. Er führt z.B. in drei aufeinander bezogenen Schritten vom IST zum SOLL.

Zur Argumentation mit dem Dreisatz bieten sich folgende Möglichkeiten an:


Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.


1. Die meisten Menschen meinen ...

  (Kampfsport fördert Körper, Geist und Seele)

2. In jüngster Zeit mehren sich aber Bedenken, dass ...

  (Kampfsport aggressiv macht)

3. Deshalb sollten wir ...

  (darüber gemeinsam reden denn schwarze Schafe gibt es überall)


a) Die Argumentationskette


1. Einerseits bedeutet Chun Ki Do ...

  (Volkssport)

2. Weiterhin verhindert Sport...

  (Aggressionen und Krankheiten)

3. außerdem gibt es ...

  (viele Gründe um Chun Ki Do zu betreiben 1. geistige Fähigkeiten 2. Feinmotorik


b) Der dialektische Aufbau


1. Einige Grunde sprechen für dies Todesstrafe

2. Andererseits gab es schon viele Justizirrtümer ...

3. So sollte die Diskussion sehr vorsichtig geführt werden ..


c) Vergleich von zwei Positionen


1 Herr S. sagte ...

 (Kampfsport macht aggressiv)

2. Frau K. widersprach ihm ...

 (Kampfsport macht friedlich

3 Vielleicht gibt es noch einen dritten Aspekt ...

 (den wir berücksichtigen sollten; Erfahrungen)


d) Versuch eines Kompromisses


1. Viele Menschen haben schon Kampfsport betrieben...

  (und unterschiedliche Erfahrungen existieren)

2. Dadurch ergeben sich aber auch Probleme ...

  (schwarze Schafe gibt es überall)

3. Wir müssen hier eine befriedigende Losung finden ...

  (und gemeinsam mit allen Parteien darüber reden)


3.5 Argumentation


3.5.2 Der Fünfsatz


a) Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.


1. Gemeinhin sieht man die Sache so...

  (das Kampfsport gefährlich ist)

2. Aus unserer Erfahrung ist das jedoch anders...

  (wir kennen unser Publikum)

3. Denn erstens...

  (sind wir ein Familienverband; Jede soziale Schicht ist vertreten

4. außerdem zweitens ...

  (ein Spiegelbild der Bevölkerung)

5. Folglich meine ich ...

  (muss differenziert hier diskutiert werden, weil wir hier   den Standpunkt von vielen Menschen vertreten).


b) Die Argumentationskette, z.B.


1. Ich meine, der Vorschlag X ist gefährlich ...

  (Kampfsport zu verbieten)

2. Wir müssen überlegen, ob nicht...

  (Herr X einseitig argumentiert)

3. Mit scheint der bessere Weg, wenn ...

  (wir Kompromisse schließen)

4. Dann nämlich können wir ...

  (gemeinsam diesen Konflikt lösen)

5. So haben wir gemeinsam und sachlich zu entscheiden, ob 

  (in Zukunft Chun Ki Do betreiben)


c) Der dialektisches Aufbau, z.B.


1. Der Referent hat eine Vielzahl neuer Erkenntnisse aufgezeigt ...

2. Unter anderem hat er gesagt ...

3. Dagegen ist aber auch zu halten, dass

4. Vergleicht man beide Ansichten, dann ...

5. Aus diesem Grunde schlage ich vor ...


d) Vergleich von zwei Positionen, z.B.


1. Die A-Partei/Verband hat folgenden Standpunkt Wettkampfsport)..

2. Sie begründet ihn mit(Erfolgserlebnissen) ...


3. Die B-Partei vertritt den entgegengesetzten Standpunkt unschlagbar zu sein, sich zu verteidigen Streetfighting.

4. Sie begründet ihn mit .Unsere Strassen sind zu unsicher...


5. Ich kann mich für keinen von beiden entschließen, sondern wir machen Breitensport Neben den sportlichen Aktivitäten....


e) Versuch eines Kompromisses


1. A behauptet ...wir wollen uns verteidigen und überleben gegenüber der zunehmenden Gewalt in unserer Gesellschaft


2. B widersprach mit dem Hinweis auf .Wir wollen uns auch verteidigen sehen aber den Sport als Wettkampf Sport in dem man persönliche Erfolge erfahren kann. 


3. Mir scheint, die beiden treffen sich in einem Punkt beide wollen sich verteidigen..


4. Hier liegt vielleicht die Lösung, denn .wir wollen uns auch verteidigen aber bevor es zu Konflikten kommt..


5. Wir sollten in dieser Richtung weiterdenken und unsere Gessellschaft näher bringen. Konflikte sollten verbal bekämpft werden. . .


f) Eine (z.B. die allgemeine) Ansicht wird ausgeklammert, 


z.B.


1. Die Mehrheit unserer Bevölkerung ist der Meinung, dass asiatische Kampfkunst (siehe Filme Bruce Lee oder Vorbilder schafft, die ehrenwert sind.

2. Bislang dreht sich auch bei uns alles um .Modeerscheinungen..


3. Dabei wurde übersehen, dass .ein viel tiefer gehender Grund den Menschen in seiner Gesamtheit zu betrachten


4. Gerade dies scheint mir aber besonders wichtig, weil Körper Geist und Seele ...

5. Ich stelle daher fest (den Antrag ...)


3.5 Argumentation


6.5.3 22 legale Argumentationstechniken


Die folgenden (erlaubten) Argumentationstechniken haben sich gut bewährt, um bei Aussprachen und Diskussionen gegnerische Argumente zu entkräften bzw. zu widerlegen.


Gleichzeitig können diese Techniken benutzt werden, um die eigenen Argumente wirkungsvoll durchzusetzen. Wer mich kennt weiß, dass ich das Wort Gegner oder Feind nicht im Training benutze. Wir sind Partner, die zusammen Übungen einstudieren, Spaß an der Bewegung haben. Doch bei einer sprachlichen Auseinandersetzung ist es für mich normal mein Gegenüber Gegner zu nennen. Denn wir verletzen nur den Geist und nicht den Körper des Feindes. Hier haben wir die Chance Verhalten zu ändern und mit Nachdruck unsere Interessen vertreten. Wenn die Mehrheit hinter unserer Meinung steht haben wir ein leichtes Spiel die herrschende öffentliche Meinungen zu repräsentieren und somit 


1. Dem Gegner teilweise zustimmen, aber grundsätzlich widersprechen (ja-aber-Technik) .


2. Gegnerische Argumente umdrehen, (gerade-deshalb-Technik).


3. Schwächstes gegnerisches Argument betont herausstellen, dann widerlegen


4. Gegnerische Einwände als bereits ausdiskutiert hinstellen.


5. Gegnerische Aussagen als ‚überspitzt formuliert abwerten.


6. Komplexe Begriffe Definieren lassen, dann Teilaspekt angreifen.


7. Gegner aufwerten, aber seine Sachaussage anzweifeln.


8. Rückkehr zum Thema fordern, Nebenwege aufzeigen.


9. Kompetenz des Gegners in Frage stellen.


10. Detail einer Aussage als unstimmig nachweisen und Gesamtaussage ablehnen.


11. Frage wiederholen lassen.


12. Gegnerische Fragen hinterfragen oder notfalls durch Gegenfragen abfangen

 

13. Beispiele zu allgemeinen Feststellungen veranlassen

14. Gegnerische Ansichten als utopisches ‚Wunschdenken‘ abwerten und zurückweisen


15. Bei mehreren Fragen nur die einfachen beantworten 


16. Dem Gegner teilweise zustimmen und Kompromiss anbieten.


17. Gute eigene Argumente wiederholen


18. Unterbrechungen durch Gegner kritisieren und eigenen Beitrag anschließen .


19. Wenn der Gegner (subjektiv handelt, Sachlichkeit fordern.


20. Auf Autoritäten oder Instanzen mit hoher Glaubwürdigkeit verweisen.

 

21. Eigene Kompetenz verneinen.


22. Notfalls Verschiebung (Denkpause) vorschlagen.


6.5 Argumentation


6.5.4 Unredliche Argumentationsweisen


Die faulen Tricks (1)


1. anstatt sachlich zu argumentieren, greift man die Person des Gegners an.

 

2. Verdrehungstechnik- man nimmt Thesen und Ausdrücke des Gegners auf und gibt ihnen einen falschen Sinn.

 

3. Übertreibungstechnik- man übertreibt die These des Gegners ins Gefährliche oder Absurde. Man ignoriert alle vom Gegner gemachten Einschränkungen.


4. Unterstellungstechnik- man unterstellt dem Gegner Absichten und zieht aus seiner These Folgerungen, die in ihr gar nicht enthalten sind.


5. Ausweichtechnik- man geht auf die Argumente des Gegners gar nicht ein, sondern weicht auf ein anderes Problem aus.


6. Verdrängungstechnik:- man ignoriert die Hauptpunkte der gegnerischen Argumentation und konzentriert seine Angriffe auf Details.


 7. Verwirrungstechnik:- durch komplizierte Unterscheidungen und Problem-Vermischungen sucht man die gegnerische Position zu vernebeln.


6.5.5 Argumentation 1


Seitdem Menschen miteinander kommunizieren, wollen sie entweder informieren oder überzeugen. Informationen werden vermittels Fakten weitergegeben, Überzeugung vermittels Argumenten, die Werturteile und Erfahrungen zulassen. Ein Argument, das überzeugt, bringt Standpunkte und Zweifel ins Wanken. Ein Argument kann einen Wechsel der Perspektive bewirken. Gelingt das nicht, dann ist es bloß eine Stilfigur, die bestenfalls Bewunderung erregt, aber nicht überzeugt. Ein Argument, das nicht überzeugt, dem verhilft man auch durch Wiederholung nicht zum Durchbruch.


1. Was sind Argumente?

Streng philosophisch betrachtet sind sie dialektische Schlüsse, die auf Annahme oder Zurückweisung einer umstrittenen These abzielen.


Eine Argumentation kann keine Gewissheit verschaffen und gegen Gewissheit lässt sich nicht argumentieren!


Nur bei umstrittener Gewissheit kommt die Argumentation ins Spiel. Das Ziel einer Argumentation besteht nicht darin, Folgen aus bestimmten Prämissen (Voraussetzungen) abzuleiten, sondern die Übereinstimmung eines Publikums mit den Thesen, die man seiner Zustimmung unterbreitet, hervorzurufen oder zu verstärken. Sie setzt einen geistigen Kontakt zwischen dem Redner und seinem Publikum voraus.


Aristoteles hatte bereits festgehalten: Nicht nur soll man nicht mit jedem beliebigen diskutieren, man soll auch die Auseinandersetzung über bestimmte Fragen vermeiden: “die, die etwa zweifeln, ob man Götter ehren und die Eltern lieben soll oder nicht, bedürfen der Züchtigung und die zweifeln, ob der Schnee weiß ist oder nicht, brauchen nur genau hinzusehen.”


Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, sagt Augustinus. wenn er liebt, was du versprichst, fürchtest, was du androhst, hasst, was du anklagst, dem er gerne tut, was du ihm empfiehlst, wenn er das bedauert, was du bedauernswert nennst, wenn er sich darüber freut, was du freudig anpreist, wenn er sich derer erbarmt, die du ihm durch deine Rede als erbarmungswürdig darstellt, und wenn er vor jenen flieht, vor denen du ihn durch Schreckensworte warnst.


Bei einer überzeugenden Rede sind Prämisse und Argumente verallgemeinerungsfähig. Wesentlich ist es dabei, dass der Redner zum Ausgangspunkt seiner Darlegung nur solche Themen wählt, für die er bei seiner Zuhörerschar auf Zustimmung rechnen kann. Wenn die Schlussfolgerung den Überzeugungen des Hörers zu sehr entgegensteht, dann wird dieser eher eine Prämisse bestreiten und so alle Bemühungen des Redners zunichte werden lassen.


2. Wie lässt sich eine Tatsache oder eine Wahrheit widerlegen? 


Die wirksamste Technik, sie zu bestreiten, liegt darin, Ihre Unvermeidbarkeit mit anderen Tatsachen oder anderen Wahrheiten aufzuzeigen, die ihrerseits als stärker gesichert gelten und diese am besten in einem weiteren Zusammenhang von unverzichtbaren Tatsachen oder Wahrheiten vorzutragen. Neben Tatsachen oder Wahrheiten stützen wir uns auch auf Annahmen. Der Vorteil von Annahmen besteht darin, wer ihnen widerspricht, muss die Beweislast tragen! Amalgam macht krank?


3.6 Wie kann man überzeugen?


Der eigentliche Bereich von Argumentation liegt dort, wo es um Werte geht. Plato hat aufgezeigt, dass der eigentliche Bereich der Dialektik jener ist, der sich Berechnungen, Gewicht und Maß entzieht und wo man über das Gerechte und Ungerechte, das Schöne und Hässliche, das Gute und Böse streitet. Geschickt argumentiert derjenige, sagt Aristoteles. der am Anfang Vorurteile zerstört und am Ende den Gegner belastet. Hat die Argumentation des Gegners das Auditorium beeindruckt, so muss man allerdings gleich zu Anfang diesen widerlegen und damit das Terrain bereinigen, bevor man seine Argumente vorbringt. Das Bekannte, Vorhersehbare, das banale Argument, der Gemeinplatz hat weniger Stärke als ein originelles, neues und sachbezogenes Argument. Das Publikum nimmt an, dass auch der Gegner das banale Argument kennen muss und dennoch die gegengesetzte These vertritt. Wer durch die Fortführung der Analogie seines Gegners diese zu seinem eigenen Vorteil verwendet, verfügt über ein stärkeres Argument, als derjenige, der einer Analogie eine andere entgegensetzt. Beispiel: Die Bundeswehr ist die größte Friedensbewegung oder Wehrdienstleistende schützen das Gewissen derer, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigern.


Wer in seiner Argumentation die Zustimmung des Publikums zu den Prämissen seiner Rede außer acht lässt, begeht den schwersten Fehler.


Wer nur redet, ohne sich um die Reaktionen des Zuhörers zu kümmern, wird eher als ein vom inneren Dämon getriebener Visionär und nicht als ein vernünftiger Mensch angesehen werden, der seine Ansichten mitteilen möchte. Andererseits rät Aristoteles in seiner Rhetorik “von uns aus jeden anzuklagen, der uns anklagt, da es doch unsinnig wäre, würde der Kläger für unglaubwürdig, seine Rede aber für glaubwürdig erachtet”.

Kardinalfehler jeder Argumentation ist es, die Wirkung seiner Argumente zu überschätzen. (Wishful thinking).


3.7. Literaturhinweise


Wer tiefer in die Rhetorik und Argumentation einsteigen will:

Aristoteles Rhetorik, Paderborn 1959

Blum: Rhetorik für Führungskräfte, Landsberg 1981

Carnegie, D.: Rede. Die Macht des gesprochenen Wortes, Berlin 1981

Elertsen,H.u.

Harting, W.: Moderne Rhetorik, Heidelberg 1982

Langer,I.u.

Schulz v.Thun,F.:Verständlichkeit, München 1974

Lay, R.: Führen durch das Wort, München 1978

Lay, R.: Manipulation durch Sprache, Reinbek 1980

Molcho, S.: Körpersprache als Dialog, München 1988

Müller, K.U.: Sprich - damit ich Dich sehe. Das moderne Rhetorik-Handbuch für Je

dermann, Nürnberg 1983

Neuberger, O.: Miteinander arbeiten - Miteinander reden, 6. Auflage, München 1985

Neumann, R.: Zielwirksam reden, Grafenau 1980

Portner, D.: “Mit Worten überzeugen”-Rede-und Argumentationstechnik in der

Bundeswehr, Bonn 1987

Portner, D.: Erfolgreiche Musterrede für Offiziere, Kissing 1990

Ruede

Wissmann, W.: Aufalle Fälle Recht behalten, München 1991

Schulz v.Thun,F.:Miteinander reden: Stönungen und Klärungen, Reinbek 1988



 

1. Organisation und Prüfungsordnung der Trainer- und Prüferlehrgänge


1.1. Allgemein


- die Anmeldung erfolgt in der Regel durch einen Verein.

- Voraussetzung für das Erlangen der entsprechenden Prüfer-Lizenz ist die Teilnahme am entsprechenden Trainerlehrgang


1.2. Durchführender


Die Chun Ki Do Association Deutschland führt die theoretische und praktische Aus- und Weiterbildung von Dan Trägern durch. Sie ist verantwortlich für die einheitliche Durchführung der Trainingsinhalte und vergibt Lizenzen.


Die Zuerkennung erfolgt unter Aufsicht der Chun Ki Do Association. Die Vergabe erfolgt nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung.

Lizenzen können nur von einem Meister der Chun Ki Do Association verliehen werden.


1.3. Lizenzentzug


Die Lizenzen können durch Beschluß der Chun Ki Do Association oder bei Verstößen gegen die Verfahrens- und Prüfungsordnung bzw. bei negativem Prüferverhalten entzogen werden. Ein Rechtsanspruch auf einer Prüferlizenz besteht nicht. 


Bei Verstößen oder arglistiger Täuschung können Lizenzen aberkannt und andere durchgeführte Prüfungen für ungültig erklärt werden.


1.4. Zulassungsvoraussetzung


a) Voraussetzung für die Zulassung Trainer A-Lizenz sind:


- Inhaber des 6. Dan

- Vollendung 30. Lebensjahr

- Inhaber A-Lizenz seit mindestens 5 Jahre


b) Voraussetzung für die Zulassung Trainer B-Lizenz sind:


- Inhaber des 3. Dan

- Vollendung des 21. Lebensjahr

- Inhaber der C-Lizenz seit mindestens 2 Jahre


c) Voraussetzung für die Zulassung der Trainer C-Lizenz sind: 


- mindestens Braungurt

- Vollendung des 16. Lebensjahr

- Mitgliedschaft in einem Verein der Chun Ki Do Association

- Erste Hilfe Schein (nicht älter als 1 Jahr)


1.5. Befugnisse


a) A-Lizenzinhaber


- ist berechtigt B-Lizenzanwärter auszubilden

- kann selbständig Dan Prüfungen bis zum 5. Dan prüfen


b) B-Lizenzinhaber


- ist berechtigt C-Lizenzanwärter auszubilden

- kann selbständig Kup-Prüfungen bis einschließlich dem braunen Gürtel prüfen


c) C-Lizenzinhaber


- ist berechtigt das Training zu leiten

- kann selbständig Kup-Prüfungen bis zum grünen Gürtel prüfen


1.6. Prüfungsverfahren


Kup-Prüfungen werden durch die Lizenzinhaber ausgerichtet; diese sind verpflichtet, der Chun Ki Do Association mindestens 3 Wochen vor dem Püfungstermin Folgendes schriftlich mitzuteilen:


a) Prüfungsort

b) Prüfungsdatum und -uhrzeit

c) Anzahl und Namen der Prüfungsteilnehmer

d) Paßnummer

e) angestrebte Grade


1.7. Prüfungskommission


Bei Prüfungen sollten 3 Lizenzinhaber anwesend sein und den Bewertungsbogen unabhängig von einander ausfüllen. In Ausnahmefällen dürfen 2 Lizenzinhaber prüfen. Hierzu ist ein gesonderter Antrag an die Chun Ki Do Association zu stellen.


1.8. Prüfungsergebnis


Bei Abnahme der Gürtelgrade werden die Ergebnisse auf dem Prüfungsbogen entsprechend schriftlich bewertet. Über den Erfolg der Prüfung entscheidet die Kommission und bewertet die Prüfung mit Bestanden oder Nicht Bestanden. Lizenzinhaber sind verantwortlich für die Vergabe der Gürtelgrade und müssen deshalb das Nicht Bestanden schriftlich begründen. Die Prüfungsbögen sind an die Geschäftsstelle der Chun Ki Do Association zu senden. Bei Nicht Bestanden kann die Prüfung einmal wiederholt werden, jedoch nicht vor 3 Monaten und mit einer neutralen Prüfungskommission. Das Gesamtergebnis wird dem Prüfling mitgeteilt.

1.9. Lizenzprüfungen


Die Ausbildung der Lizenzinhaber muß grundsätzlich innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.


Die Lizenzprüfung besteht aus:


a) Praktische Prüfung


Der Prüfling soll den Nachweis seiner eigenen sportlichen Fähigkeiten einbringen.


b) Lehrprobe


Hier werden die Prüflinge eine praktische Lehrprobe schriftlich ausarbeiten und die methodischen, didaktischen Fähigkeiten werden während der Lehrprobe bewertet. 


c) Theoretische Prüfung


Die schriftliche Prüfung besteht in der Bearbeitung eines Fragebogens und einen frei zu beschriebenen Test sowie der mündlichen Prüfung.


1.10. Lizenzierung


Die erfolgreichen Lizenzinhaber erhalten vom Dachverband einen persönlichen Stempel. Der Stempel dient als Ausweis der Lizenzinhaber und symbolisiert den jeweils bestandene Lizenzstufe. 


1.11. Gültigkeit der Lizenzen


Die Gültigkeit beginnt mit dem Datum der Ausstellung und endet jeweils nach 4 Jahren. Die Verlängerung der Lizenz erfordert eine Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen. Die Erneuerungen von Lizenzen die ungültig geworden sind, bedürfen einer Sondergenehmigung. 


1.12. Bewertung einer Gürtelprüfung


a) Vorbemerkung


Chun Ki Do wird als Breitensport vermittelt. Außerdem vergibt die Chun Ki Do Association den Junior-Schwarzgurt. Die Vergabe von Gürtelgraden garantiert die Motivation der Schüler. Eigene Fortschritte sollen hier vornehmlich beurteilt werden. Nicht der Standart von Leistungssportler ist das Maß der Bewertung.

Bei der Bewertung der Gürtelprüfung werden folgende Punkte eingehalten:


- Charakterliche Eignung    100%

- Fleiß    50%

- Auftreten    20%

- sportliche Fähigkeiten  50%

- Technikausführung  50%


Das Bewertungsschema richtet sich nach den gültigen Prüfungskriterien und wird wie folgt realisiert:


In den Spalten der Prüfungsbögen wird das Gesamtergebnis der Teschnikgruppe eingetragen.


z.B. eine Hap-Ki-Do Rolle wird in 12 Stufen vermittelt. Werden alle 12 Stufen von dem Prüfling durchgeführt erhält er 12 Punkte; dieses entspricht 100%. 


2. Sportmedizinische Grundlagen


2. 1 Worte zur Motivatin


2. 2 Sportverletzungen und Sportschäden


2.2.1 Akute Sportverletzungen und Erste Hilfe


Die sportliche Betätigung bedingt insbesondere bei Ungeübten eine vermehrte Verletzungshäufigkeit. Im allgemeinen handelt es sich dabei um Bagatellverletzungen am Bewegungsapparat. Ein Teil der typischen Sportverletzungen (Muskelzerrungen, Verrenkungen) läßt sich durch das Aufwärmen der Muskulatur vermeiden. Einer intensiven sportlichen Betätigung (Spiele, Leichtathletik, Gewichtheben, Turnen) muß daher das Aufwärmen vorangehen.


1) Schürfwunden mit meist nur geringer Blutung, häufig verunreinigt.


Erste Hilfe: sterile Abdeckung, häufig Ruhigstellung notwendig.


2) Prellungen an Weichteilen und Knochen (Schultermuskulatur, Rippen, Oberschenkel, Schienbein) durch stumpfe Gewalteinwirkung, häufige Folge: Blutergüsse.


Erste Hilfe: Verband unter mäßiger Kompression (elastische Binde), Kühlung (kaltes Wasser, verdünnter Alkohol); bei stärkerem Bluterguß Ruhigstellung, sonst unter Entlastung des Gelenks weiter bewegen lassen.


3) Verstauchungen und Verrenkungen (Distorsionen) von Gelenken (Finger-, Hand-, Knie-, Sprunggelenk), häufig mit einem Gelenkerguß verbunden.


Erste Hilfe: Verband des Gelenks unter mäßiger Kompression (elastische Binde), Kühlung (kaltes Wasser, verdünnter Alkohol); bei stärkerem Erguß Ruhigstellung, sonst unter Entlastung des Gelenks weiter bewegen lassen.


4) Bandzerrungen an Gelenken, meist im Zusammenhang mit Distorsionen, häufig mit Weichteil- und/oder Gelenkerguß (Kniegelenk, Sprunggelenk).


Erste Hilfe: Verband des Gelenks unter mäßiger Kompression (elastische Binde), Kühlung (kaltes Wasser, verdünnter Alkohol).


schweren Bandzerrungen fast immer Ruhigstellung für 1 bis 3 Tage notwendig.


5) Bänderrisse meist bei schweren Distorsionen oder Ausrenkungen (Luxationen) im Bereich der Finger-, Knie- und Sprunggelenke, meist starke Ergußbildung, Funktionsfähigkeit des Gelenks aufgehoben .


Erste Hilfe: Ruhigstellung und Schienung, komprimierender Verband, Kühlung, Transport in ärztliche Behandlung.


6) Muskelzerrungen, eventuell mit tiefliegenden Blutergüssen (Schulter-, Oberschenkel-, Wadenmuskulatur).


Erste Hilfe: Verband unter mäßiger Kompression (elastische Binde), Kühlung (kaltes Wasser, verdünnter Alkohol). Bei stärkerem Bluterguß Ruhigstellung.


7) Muskelrisse als Anrisse von Muskelfasern oder komplette Muskelabrisse (Schulter-, Oberschenkel-, Wadenmuskulatur).


Erste Hilfe: Ruhigstellung bei entspanntem Muskel, komprimierender Verband, Kühlung, Transport in ärztliche Behandlung.


8) Sehnenrisse mit meist nur geringer Ergußbildung, völliger Ausfall der Muskelwirkung (Fingerstrecksehnen, Achillessehne).


Erste Hilfe: Ruhigstellung bei entspanntem Muskel, komprimierender Verband, Kühlung, Transport in ärztliche Behandlung.


2.2.2 zu unterlassene Hilfsmaßnahmen

Grundsätzlich ist bei Sportverletzungen folgendes zu beachten:


(1) Bei Unklarheit über die Schwere der Verletzung ist zunächst die schwerere Verletzung anzunehmen, die Maßnahmen der Ersten Hilfe sind darauf abzustellen.


(2) Massagen an frischen Verletzungen der oben genannten Art sind verboten.


(3) Durchblutungsfördernde Salben sind im frischen Verletzungsstadium nicht anzuwenden, da durch die stärkere Durchblutung die Ergußbildung zunimmt. Ihre Anwendung ist frühestens 12 Stunden nach der Verletzung angebracht.


2.2.3 Sportschäden am Bewegungsapparat


Neben den akuten Sportverletzungen bedeuten die chronischen Sportschäden ein weiteres gesundheitliches Problem, nicht nur des Leistungssportlers, sondern auch des wenig Geübten.


Einige typische Beispiele dafür sind:


1.) Überlastungsschäden am Unterschenkel mit


Knochenhautreizung an der mittleren Schienbeinkante Entzündung im Bereich der Achillessehne


durch Lauftraining auf harter Bahn (Asphaltstraße). Zu vermeiden durch Training auf weichem Boden und richtige Lauftechnik (Fuß abrollen).


2.) Kniegelenkbeschwerden (Bandlockerungen, Meniskusschäden), eventuell mit röntgenologisch sichtbaren Gelenkveränderungen. Diese Beschwerden treten besonders gehäuft bei Fußball- und Handballspielern auf.


3.) Wirbelsäulenbeschwerden, meist in der Lendenwirbelsäulenregion nach Hanteltraining oder Gewichtheben bei Ungeübten infolge falscher Technik.


4.) Wirbelsäulenveränderungen, meist in der Lendenwirbelsäulenregion bei Kunstturnern und Gewichthebern. Diese Veränderungen treten jedoch selten mit entsprechenden Beschwerden auf, da die Stützwirkung der ausgeprägten Rückenmuskulatur einen gewissen Ausgleich bewirkt.


5.) Gelenkveränderungen der Finger an


Daumen oder anderen Fingergrundgelenken (Mittelfinger), vor allem bei Boxern häufig infolge mangelhafter Bandagierung,


an den Fingermittelgelenken bei Ballspielern (Handball, Volleyball, Basketball).


2.2.4 Scheinbare und echte Schäden am Herz-Kreislaufsystem


Ein gesundes Herz-Kreislaufsystem kann durch sportliches Training praktisch nicht geschädigt werden. Die Ermüdung der Skelettmuskulatur beim Sport geht der Überforderung des Herzens mit der Möglichkeit einer organischen Schädigung weit voraus, so daß beim Gesunden ein Arbeitsabbruch wegen Erschöpfung der Muskulatur erfolgt, lange bevor das Herz Schaden nehmen könnte.


Ein schlecht trainiertes Herz-Kreislaufsystem mit der daraus resultierenden Leistungsschwäche sollte auf keinen Fall Grund zur Befreiung vom Sport sein. Ein—allerdings zunächst der mangelnden Leistungsfähigkeit angepaßtes—aufbauendes Training stellt die einzige Möglichkeit dar, eine normale körperliche Belastbarkeit zu erreichen.


Schwindel- oder Kollapszustände nach intensiver sportlicher Betätigung (Mittel- und Langstreckenlauf) sind mehr durch die Möglichkeit, sich beim Sturz zu verletzen, als an sich eine wirkliche Gefahr. Sie treten meist infolge des rapide abfallenden Blutdrucks nach Belastung durch mangelnde Blut- und damit Sauerstoffversorgung des Gehirns auf.


Zur Vermeidung derartiger Zwischenfälle sollen die Sportler nach intensiver Belastung unbedingt in Bewegung bleiben.


Bei Kollapszuständen ist die Schocklagerung (Kopf tief, Beine hoch) durchzuführen. Eine anschließende ärztliche Untersuchung muß immer stattfinden.


Die Möglichkeit einer echten Schädigung des Herzens durch Sport ist jedoch in folgenden Fällen gegeben:


1.) Bei angeborenen oder erworbenen Herzklappenfehlern oder sonstigen anatomischen Veränderungen am Herz-Kreislaufsystem, die einen Herzanteil vermehrt belasten,


2.) bei Verengung der Herzkranzgefälie mit verminderter Sauerstoffversorgung des Herzmuskels unter Belastungsbedingungen,


3.) bei erhöhtem Blutdruck, der schon unter Ruhebedingungen den Herzmuskel verstärkt beansprucht,


4.) bei allen entzündlichen Erkrankungen des Organismus (fieberhafte Infekte, Mandelentzündung!) während der und im Anschluß an die Krankheit (1 bis 2 Wochen). In diesem Falle sollte ein Arzt entscheiden.


2.3 Das Herz- und Kreislaufsystem


Der Motor des Kreislaufsystems ist das Herz; es hat die Funktion einer Pumpe, die das Blut in den Gefäßen vorantreibt.


Das Herz besteht aus Muskulatur, die zwei Vorhöfe und zwei Herzkammern umschließt; man bezeichnet das Herz deshalb auch als Hohlmuskel.


Das Herz ist ein automatisch arbeitendes Organ, d. h. die elektrischen Impulse, die zur Kontraktion der Herzmuskulatur und damit zur Herzarbeit führen, entstehen in einem Erregungsbildungszentrum im Herzen selbst, im Bereich des rechten Vorhofs. Allerdings wird die Herzarbeit je nach der Körperbelastung durch das vegetative Nervensystem und durch Hormone beeinflußt (Veränderungen der Pulsfrequenz und der Kontraktionskraft).


Auf den elektrischen Impuls des Erregungsbildungszentrums hin kontrahiert sich zuerst die Muskulatur der Vorhöfe und preßt das Blut in die Herzkammern. 0,1~~0,2 Sekunden später erreicht die Erregung über ein besonderes Leistungssystem auch die Muskulatur der beiden Herzkammern, die das Blut in die Lungen- bzw. in die Körperarterie auswerfen.


Das aus dem Körperkreislauf kommende, verbrauchte Blut gelangt aus einer oberen und einer unteren großen Hohlvene in den rechten Vorhof. Durch eine Klappe wird das Blut weiter in die rechte Herzkammer befördert. Die Klappen am Herzen haben die Aufgabe eines Ventils, welches den Blutstrom nur in einer Richtung (Vorhof— Kammer, Kammer—Arterie) ermöglicht. Bei der Kontraktion der rechten Herzkammer wird das Blut—wiederum durch eine Klappe— in die Lungenarterie ausgeworfen. Diese teilt sich in die Lungengefäße bis zu den Haargefäßen (Kapillaren) auf, welche die Lungenbläschen umgeben. Hier findet der Gasaustausch von °2 und CO2 statt (Nr 327). Danach vereinigen sich die Lungengefäße wieder, und das sauerstoffreiche Blut erreicht über die Lungenvene den linken Vorhof.


Durch eine weitere Klappe gelangt das Blut vom linken Vorhof in die linke Herzkammer, welche bei ihrer Kontraktion das Blut in die große Körperschlagader (Aorta) auspreßt; auch zwischen linker Kammer und Aorta muß das Blut eine Herzklappe passieren.


Der Weg des Blutes vom rechten Herzen uber die Lungengefäße zum linken Herzen wird als kleiner oder Lungen-Kreislauf, der vom linken Herzen über die gesamten Gefäße des Körpers zum rechten Herzen zurück als großer oder Körper-Kreislauf bezeichnet.


Von der großen Körperschlagader zweigen gleich zu Beginn die Herzkranzgefäße zur Versorgung des Herzmuskels ab, danach die Schlagadern (Arterien) für den rechten Arm, den Kopf, den linken Arm, die Bauchorgane, die Organe des Beckens und schließlich für die Beine. Die Arterien verzweigen sich in immer kleinere Äste bis zu den Haargefäßen (Kapillaren). Dort wird der Sauerstoff vom Blut an das Gewebe abgegeben und Kohlendioxyd aufgenommen.


Danach vereinigen sich die Gefäße wieder zu den nach dem Zentrum hin immer stärker werdenden Venen, die schließlich als obere und untere große Hohlvenen das Blut zum Herzen zurückführen.


Bei den Blutgefäßen unterscheidet man:


Schlagadern (Arterien), die vom Herzen wegführen und den Pulsschlag tasten lassen,


Blutleiter (Venen), die das Blut zum Herzen zurückführen,


Haargefäße (Kapillaren), die als Netz zwischen Arterien und Venen eingeschaltet sind und in denen der Gasaustausch stattfindet.


2.4 Die Atmung


Die Atmung dient der Aufnahme von Sauerstoff (°2), der zur Energiegewinnung des Organismus benötigt wird, und der Abgabe von Kohlendioxyd (CO2), das als Endprodukt bei der “Verbrennung” der Nahrungsstoffe entsteht.


Die Vorgänge der Energiegewinnung mit Hilfe von Sauerstoff (°2) und die Abgabe von Kohlendioxyd (CO2) in der Zelle werden als innere Atmung bezeichnet.


Der ,.Gasaustausch” in den Lungen wird als äußere Atmung bezeichnet.


Den Lungen sind die oberen Luftwege vorgeschaltet. Dazu gehören:

Nasen, Mund, Rachenraum, Kehlkopf, Luftrohre, Hauptbronchien für die beiden Lungenflugel.


In den oberen Luftwegen wird die Außenluft befeuchtet, erwärmt und gereinigt.


Die Hauptbronchien verzweigen sich in Lappenbronchien, die nach weiteren Aufzweigungen in immer kleinere Bronchialäste schließlich in den Lungenbläschen (Alveolen) enden.


Die traubenartig angeordneten Lungenbläschen (Alveolen) werden von einem Netzwerk feinster Blutgefäße (Haargefäße oder Kapillaren) umsponnen. Die Schichtdicke zwischen Blut in der Kapillare und Luft in dem Lungenbläschen ist hier so dünn (weniger als 1/1.000 mm), daß °2 in das Blut und CO., in den Innenraum der A1veolen uibertreten können.


In der Einatemluft finden sich rund 21% °2 und 0,04% CO2, in der Ausatemluft ca. 17% °2 und 4% CO2. Es werden also vom Körper etwa 4% °2 der Außenluft aufgenommen und 4% CO2 abgegeben. Diese Werte verändern sich unter Belastung.


Die beiden Lungenflügel liegen—von den Rippen geschützt— im Brustkorb, vom Bauchraum sind sie durch das Zwerchfell getrennt.


Die Einatmung von Luft geschieht durch die Anspannung der Zwischenrippenmuskeln. Dadurch kommt es zu einer Hebung der Rippen und damit zur Erweiterung des Brustkorbs im Tiefen- und Breitendurchmesser. Das gleichzeitige Abflachen des Zwerchfells bewirkt eine weitere Vergrößerung des Brustkorbes nach unten. Durch diese Vergrößerung des Brustkorbinnenraumes entsteht ein Unterdruck im Brustkorb, der durch die über die zuführenden Luftwege nachströmende Luft ausgeglichen wird. Die Einatemluft füllt die zuführenden Luftwege und die Lungenbläschen; der Gasaustausch kann stattfinden.


Die Ausatmung erfolgt unter Ruhebedingungen durch passive Senkung der Rippen bei Erschlaffung der Einatmungsmuskulatur und durch Kontraktion der elastischen Elemente im Lungengewebe. Bei verstärkter Ausatmung werden zusätzlich besondere Ausatmungsmuskeln betätigt.


2.5 Das Blut


2.5.1 Aufgaben des Blutes


Das Blut übernimmt vor allem die Funktion eines Transportsystems im Korper. Seine vorrangigen Aufgaben sind:


—Transport von Sauerstoff und Kohlendioxyd

— Transport von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten,


— Konstanthaltung des Säurehaushalts und des Mineralstoffwechsels,


— Transport von Zellen und Eiweißkörpern für die körpereigene Abwehr,


— Transport von Hormonen und anderen Wirkstoffen (Medikamente).


2.5.2 Bestandteile des Blutes


Das Blut besteht zu 55—60% aus Blutflüssigkeit (Plasma), in der u. a. Eiweißmoleküle, Salze, Nährstoffe und Hormone gelöst sind;


40- 45% aus Blutzellen, von denen man unterscheidet:


—rote Blutkörperchen (Erythrozyten),

Aufgabe: Transport von °2 und CO2,

—weiße Blutkörperchen (Leukozyten),

Aufgabe: Infektabwehr,

— Blutplättchen (Thrombozyten),


2.5.3 Aufgabe der Blutgerinnung.


Im Bereich der Lungenbläschen tritt Sauerstoff aus der Einatemluft ins Blut über (Nr 320). Im Blut lagert sich der Sauerstoff an die roten Blutkörperchen an, die Träger des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin sind. Mit diesem Hämeglobin geht der Sauerstoff eine lockere chemische Verbindung ein, wobei das Hämoglobin eine hellrote Farbe, die des frischen Arterienblutes annimmt.


Im Bereich der Organe und Gewebe, die den Sauerstoff für ihren Stoffwechsel benötigen, liegt der Sauerstoff in geringerer Menge als im Blut vor. Die Bindung an das Hämoglobin wird gelöst, der Sauerstoff tritt aus dem Blut in das Gewebe über (Nr 317 Absatz 1).


Entgegengesetzt ist der Weg des Kohlendioxyds. Es entsteht beim Stoffwechsel der Gewebe, wird vom Blut aufgenommen, z. T. an Hämoglobin gebunden, z. T. in der Blutflüssigkeit gelöst und im Bereich der Lungen aus den Kapillaren in die Lungenbläschen ausgeschieden und abgeatmet.



3. Didaktik / Methodik


I. Worte zur Motivation


Ein guter Trainer versteht es seine Schüler zu motivieren und zu mehr Leistung anzuspornen. Dies setzt voraus, daß er die Wissenschaft des Lehrens erforscht. Obwohl ausbildungspädagogische Rezepte kaum realisierbar sind, muß der Trainer die theoretischen Erkenntnisse des Lehrens verstehen um die praktische Ausbildung zu optimieren.   


II. Definition


Didaktik


Die Wissenschaft des Lehrens wird als Didaktik bezeichnet. Sie umfaßt vor allem Auswahl und Anordnung der Lehrinhalte. Hierbei werden Ziele Mittel Methoden sowie individuelle und sozialkulturelle Bedingungen untersucht. 


Methodik


Die Methodik ist ein Teil der Didaktik. Sie untersucht und optimiert Unterrichtsformen und -phasen sowie den Einsatz von Lehrmittel im Unterricht. 


Merke


Didaktische Überlegungen werden vor der Methodik analysiert. D.h. bei der Vorbereitung des Trainings sollen zunächst Entscheidungen über Ziele und Inhalte getroffen werden,(Was? Wozu? Warum?) bevor über zweckmäßige Verfahren und Mittel (Wie? Womit?) entschieden wird.


3.1. Training


Training hat die Funktion, beim Schüler Qualifikationen herzustellen, die ihn befähigen, bestimmte theoretische und praktische Tätigkeiten wahrzunehmen. Dabei sollen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt sowie Fähigkeiten und Einstellungen entwickelt werden.


Die Tatsache, daß in der Chun Ki Do Association Kinder, Jugendliche und Erwachsene ausgebildet werden, muß dazu führen, daß beim Training die besondere Lernsituationen der verschieden Altersklassen berücksichtigt wird. Es sind daher dem Lernverhalten und Lernvermögen angemessene d.h. verschiedene Methoden anzuwenden. 


Training wird in der Chun Ki Do Association als Sammelbegriff verwendet und schließt Bildung, Erziehung, Weiter- und Fortbildung ein.


3.2. Lernen


Die Aufnahme von Informationen und die Abspeicherung im Gedächtnis befähigen den Menschen sein Verhalten zu ändern. Also Lernen ist jede überdauernde Verhaltensänderung, die durch Übung oder Erfahrung zustande kommt. Entscheidend ist dabei die Erfahrung (Rückmeldung) über Erfolg bzw. Mißerfolg. Wenn sich Kenntnisse Einstellungen oder auch Fertigkeiten nur geringfügig ändern, dann hat sich das Verhalten geändert, es wurde gelernt. Allerdings darf eine Verhaltensänderung nicht durch angeborene Reaktionen, Reifung, Ermüdung, Drogeneinfluß, mechanische Eingriffe o.ä. entstanden sein.


Verhalten umfaßt alle objektiv oder subjektiv beobachtbaren kognitiven (wissensmäßigen), affektiven (gefühlsmäßigen) und psychomotorischen (bewegungsmäßigen) Reaktionen von Menschen.


3.2.1 Lernarten


Lernen durch Beobachtung

Lernen durch Nachahmung

Lernen durch Bekräftigung mit Lohn und Strafe als Verstärker

Lernen durch Einsicht Problemlösen


3.2.2 Lerngeschehen


Wir erfassen die Umwelt über unsere Sinnesorgane und lernen über verschiedene Eingangskanäle. Von den im Langzeitgedächtnis gespeicherte Informationen (=100%) sind etwa aufgenommen worden (allgemeine Erfahrungswerte) über den:


- Gesichtsinn  75%

- Gehörsinn   13%

- Tastsinn   6%

- Geschmacksinn  3%

- Geruchsinn  3%


Daraus ergibt sich die wichtigste Forderung: Der Trainingsinhalt sollte, wo immer möglich, veranschaulicht werden. Je mehr Sinnesorgane beteiligt sind, desto größer wird der Lernerfolg sein.


Der Zweck des Trainings (in der Regel eine Kommunikation zwischen Trainer und Schüler), besteht darin, daß der Schüler Informationen mittels seiner Sinnesorgane aufnimmt, inhaltlich entschlüsselt (versteht), im Langzeitgedächtnis speichert und bei Bedarf in verschiedener Weise anwendet. 


3.2.3 Motivation


Aufmerksamkeit und Interesse sind besonders intensive Motivatoren. Durch entsprechende Planung (Aufbereitung des Traininginhaltes, aktivierendes Ausbildungsverfahren, Einsatz von Trainingsmittel) kann der Trainer Aufmerksamkeit schaffen. Wenn Handlungsabläufe von bisherigen Erfahrungen abweichen, beginnen Neugier, Fragen und Initiativen. Deshalb sollten solche Spannungssituationen erzeugt werden, wo immer sie möglich sind.


Das Lob des Trainers für gute Leistung sollte unmittelbar in Verbindung mit dieser Leistung stehen, weil es dann auf die Verhaltensänderung verstärkt wirkt. Spätere Aberkennungen haben kaum noch Bekräftigungscharakter.


Das Lernen durch Einsicht und Erkenntnis bildet die effektivste Lernform. Wichtig ist dabei, daß der Schüler den Trainingsinhalt möglichst selbständig erarbeitet.


Erfolgreiches Lernen kann immer erst im Rückblick (nach Abschluß der Ausbildung) festgestellt werden. 


3.3. Lernziele


Die Beschreibung eines Verhaltens, daß der Schüler nach erfolgreichem Training erwerben soll, bezeichnet man als Lernziel. Wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Training sind demnach:


a) eine klare Zielvorstellung über die gewünschten Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Einstellungen


Beispiel


Der Trainer vermittelt einen Ab-chaggy


Der Schüler lernt:


- einen neuen mechanischen Bewegungsablauf in mehreren Stufen

- das veränderte Gleichgewicht

- daß die falscher Durchführung eine Verletzungsgefahr verbirgt.

- welchen Zweck die Technik verfolgt

- das bei Anwendung gefährlich Verletzungen entstehen können


sowie


b) eine von subjektiven Maßstäben weitgehend unabhängige Überprüfbarkeit des Lernerfolges, die dem Trainer gestattet, den Erfolg seiner Tätigkeit zu kontrollieren und dem Schüler selbst eine Beurteilung seines Leistungsstandes ermöglicht.     


Beispiel


Der Trainer überprüft:


- den mechanischen Bewegungsablauf (mit Erklärung der einzelnen Stufen durch den Schüler).

- läßt sich den Zweck erläutern

- fragt nach möglichen Verletzungsgefahren



3.4. Vorbereitung einer Trainingsstunde


Jede Ausbildung verlangt von einem Trainer eine gründliche didaktische und methodische Vorbereitung. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg.


Da das Training selbst vorwiegend auf die Erfordernisse des Lernens abzustellen ist, besteht die zentrale Aufgabe des Trainers darin. dieses Lernen pädagogisch zu organisieren. Training findet stets unter bestimmten Rahmenbedingungen statt, die vom Trainer bei der Vorbereitung zu untersuchen und zu beachten sind. Wenn sich der Trainer in seinem Konzept für eine Möglichkeit entscheidet, so sollte er dennoch für andere Möglichkeiten offen bleiben. Durch dieses Vorgehen wird der Trainer dem offenem Geschehen im Training am ehesten gerecht und kann auf veränderte Situationen flexibel reagieren. 


Beispiel


Der Trainer fragt sich nach Rahmenbedingungen


- In welcher Halle wird trainiert?

- Welche Gruppe trainiere ich (Kinder. Jugendliche, Erwachsene)?

- Welche Mittel stehen mir zur Verfügung (Matten, Sandsack, Bo)?

- Wieviel Zeit habe ich für das Training?

- Wieviel Schüler werden trainiert?

- Welche Trainer/Hilfstrainer stehen mir zur Verfügung?

- Welche Techniken vermittle ich?




3.5. Das didaktische Achteck


Das aus acht Wirkungsfaktoren konstruierte didaktische Achteck hat sich in der Praxis als brauchbares Planungs-, Durchführungs- und Nachbereitungsmodell für Ausbildung bewährt.


Die nachfolgenden aufgeführten Faktoren kennzeichnen alle grundlegenden didaktischen und methodischen Bedingungen. Die Faktoren sind vom Trainer zu berücksichtigen und miteinander in Beziehung zu setzen


3.5.1 Lernziel


Nicht zufällig steht der Faktor Lernziel an der Spitze des didaktischen Achtecks. Die Lernziele geben an, was der Schüler am Ende eines zeitlich begrenzten Trainingsabschnittes wissen, können bzw. welche Einstellung er erworben haben soll. Diese Zielvorstellung ist von der Chun Ki Do Association in Ausbildungsanweisungen, Verfahrens- und Prüfungsordnung sowie Gürtelprüfungsprogramm festgelegt und somit dem Trainer vorgegeben.


Mitunter muß der Trainer jedoch vor seinem Training selbst überlegen und entscheiden, welche Ziele zu erreichen sind. Dazu sollte er zuerst ein übergeordnetes Lernziel (Grobziel) formulieren und aus diese mehrere Feinziele ableiten. 


Beispiel


Ein Trainer vermittelt einen Ab-chaggy

1. Grobziel 


Zuerst werden die Beintechniken in 4 Stufen zergliedert


2. Grobziel


Nun werden die Armtechniken vermittelt


1. Feinziel


Arme und Beine werden zusammen koordiniert


2. Feinziel


Hüfteinsatz und Kopfhaltung werden vermittelt


3. Grobziel


Verletzungsgefahr bei falscher Durchführung


3. Feinziel


Welche Verletzung können wie und wo bei falscher Ausführung entstehen



3.5.2 Erfolgskontrolle


Das Anfangsverhalten des Schülers wird zu einem durch das Lernziel beschriebene Endverhalten verändert. Die Erfogskontrolle ist somit in erster Linie eine Lernzielkontrolle, d.h. sie muß sich direkt auf das jeweilige Lernziel beziehen. 


Durch die Erfolgskontrolle werden die Ergebnisse des Lehren und Lernens beim Training festgestellt. Die Erfolgskontrolle soll folgende Fragen beantworten:


- Ist das Lernziel erreicht worden?

- Welchen Ausbildungsstand haben die Schüler?


Die Erfolgskontrolle kann in vielfältiger Form stattfinden. Sie kann während oder am Ende einer Trainingsstunde durchgeführt werden. Überlegungen Wie? und Wann? von Erfolgskontrollen gehören zur Vorbereitung jeder Trainingsstunde. Sie sind abhängig von Anzahl und Schwierigkeitsgrad der Lernziele.


Beispiel


Ist die Stufe eines Grobzieles oder Feinzieles erreicht überprüft der Trainer den Lernerfolg. Er läßt sich die Technik vormachen, wobei der Schüler die einzelnen Stufen erklären muß. Nebenbei sollte er sich auch den Zweck erläutern lassen. 


War der Schüler erfolgreich so hat auch der Trainer eine gute Arbeit geleistet. Deshalb sollte der Trainer sich nicht scheuen ein Lob auszusprechen, wenn auch die eine oder andere Stufe noch nicht beherrscht wird. Bei Mißerfolg sollte sich zuerst der Trainer die Fragen stellen:


- Habe ich bei der Vermittlung einen Fehler gemacht?

- Hat mich mein Schüler verstanden, was ich wollte?

- War meine Erwartungshaltung zu groß?

- Habe ich das Leistungsvermögen meines Schülers berücksichtigt?

- War ich zu schnell mit meinen Erläuterungen?

- Bin ich auch auf die Schwächeren in der Gruppe eingegangen?

- Habe ich meine Schüler ausreichend gelobt?

- Hat der Schüler seine Leistungssteigerung erkannt?

- War der Schüler motiviert?



3.5.3 Trainer


Der Trainer wirkt durch sein Verhalten die Schüler orientieren sich an ihm. Daher ist die Person des Trainers als Organisator und Koordinator des Lernprozesses ein wichtiges Element des didaktischen Achtecks.


Merke


Mängel bei anderen Faktoren lassen sich unter Umständen ausgleichen ein Versagen des Trainers dagegen kaum.


Unter der Komponente Trainer sollten für die Trainingseinheiten folgende Fragen untersucht werden:


- Wie bin ich als Trainer für die einzelnen Lernziele vorbereitet?

- Beherrsche ich den Trainingsinhalt (Hintergrundwissen)?

- Wie lange und gut kenne ich meine Schüler?

- In welchem Verhältnis stehe ich zu meinen Schülern?

- Beherrsche ich die Anwendung der einzusetzenden Techniken?

- Komme ich mit der Technik der Ausbildungsmittel zurecht?

- Wie kontrolliere ich die Zeiteinteilung?


3.5.4 Schülergruppe


Jeder Trainer steht dem Schüler im Training als Einzelperson und als soziale Gruppe gegenüber. 


Je mehr der Trainer über die persönlichen und sozialen Strukturen weiß, desto besser kann er sich auf diese einstellen. 


Die Komponente Schülergruppe wird u. a. bestimmt durch:


- die Größe der Gruppe;

- der Zusammensetzung der Gruppe (Alter, Geschlecht, Vorbildung);

- der Aufgeschlossenheit (Aufnahmefähigkeit, Motivation);

- den Vorkenntnissen der Gruppe (Erfahrungen, Interessen);

- der sozialen Struktur der Gruppe (Zusammenarbeit, Gruppenklima, Spannungen, Einzelgänger, Streber).


3.5.5 Trainingsinhalt


Als Grundlage der Lernziele (Feinziele) sind die Trainingsinhalte zu sammeln und zu ordnen. Sie sollten zumindest in Stichworten schriftlich festgelegt sein.


Bei der Auswahl der Trainingsinhalte muß sich der Trainer fragen, warum eine Technik gelehrt wird und sie geeignet ist, zum vorgegebenen Ziel zu führen. 


Bei der Auswahl, Aufbereitung und Gliederung der Trainingsinhalte sollten folgende Leitfragen untersucht werden:


- Entsprechen die vorgesehenen Trainingsinhalte dem Niveau der Schüler?

- Reicht die zur Verfügung stehende Zeit aus, die Technik zu behandeln?

- Laßt sich die geplante Technik mit dem gewählten Ausbildungsverfahren vermitteln?


3.5.6 Ausbildungsverfahren



Die Methode, mit der Trainingsinhalte dem Schüler vermittelt werden bestimmt maßgeblich, wie schnell und erfolgreich Lernziele erreicht werden. Dialogische Ausbildungsverfahren sollten im Training mongolischen Verfahren vorgezogen werde, weil sie die Schüler stärker aktivieren und dadurch den Lernerfolg begünstigen. 


Beispiel


Wird dem Schüler eine neue Technik vermittelt so muß ein Frage und Antwortspiel entstehen. Der Trainer stellt die Fragen, der Schüler muß sie beantworten oder teilweise sogar erraten. Der Trainer korrigiert die Fragen indem er Denkanstöße in seine neuen Fragen miteinfließen läßt. Auf jeden Fall sollte der Schüler die Lösung herausfinden. So hat er sich aktiv am Trainingsgeschehen beteiligt und lernt am schnellsten. Ein Schüler ist immer bestrebt was zu lernen und wird als Vorbild angesehen. Oft erhält der Trainer von seinem Schüler einen enormen Vertauensvorschuss (Idolverhalten), deshalb sollte der Trainer nie Gefühlsbewegungen 


Wie ist der so doof

Der lernt das nie

der ist zu ungelenkig

der ist zu dick


entstehen lassen, geschweige denn äußern.


Vielmehr sollte er alle Schwächen studieren und damit beginnen ein individuelles Trainingsprogramm zu entwickeln. 


Als Beispiel des Faktors Ausbildungsverfahren im didaktischen Achteck wird deutlich, daß alle Wirkungsfaktoren zusammenhängend zu sehen sind:


Die Wahl bestimmter Ausbildungsverfahren ist stets abhängig vom Lernziel, den Trainingsinhalten, der Schülergruppe und nicht zuletzt vom Trainer selbst, d.h. von seinen methodischen Fähigkeiten. 


3.5.7 Ausbildungsmittel


Ausbildungsmittel unterstützen den Lernvorgang, indem sie möglichst viele Sinnesorgane an der Informationsaufnahme beteiligen. Darüber hinaus machen sie das Trainingsgeschehen anschaulicher, interessanter und abwechslungsreicher. Der Frage nach den geeigneten Ausbildungsmittel ist daher bei der Trainingsvorbereitung besondere Aufmerksamkeit zu widmen.


Folgende Leitfragen erleichtern die Wahl:


- Welche Hilfsmittel unterstützen das Erreichen des Lernzieles?

- Beherrsche ich die Einsatztechnik der Hilfsmittel?

- Stehen die einzusetzenden Hilfsmittel zu den Trainingsinhalten in einem sinnvollen Zusammenhang?

- Wieviel Zeit benötigt der Einsatz von Hilfsmittel?

- Steht der Zeitaufwand auf die Herstellung in einem vernünftigem Verhältnis zur Wirkung?

- Was muß organisatorisch veranlaßt werden, um das Hilfsmittel einsetzen zu können?



Beispiel 


Ausbildungsmittel sind Matten, Sandsäcke und alle Waffen. Aber auch der eigene Körper spielt eine bedeutende Rolle im Einsatz als Hilfsmittel. 


Gerade in Trainingsräumen ist kein Raum für Videokameras und Fernseher. Kein Mensch kommt zum Training um sich visuell bewegende Bilder einzustudieren. Vielmehr ist es Ziel durch Bewegung zu lernen. Learning by Doing. Nicht nur mit meiner Mimik und Gestik kann ich Techniken verdeutlichen. So können Bewegungsabläufe stufenweise vorgemacht werden dazu kann man gleichzeitig die Muskelanspannungen synchron visuell verdeutlichen und den Schüler darauf aufmerksam macht welchen Körperteil er von mir betrachten muß.


Ein Trainer sollte sich auch im klaren sein, wenn er Hilfsmittel einsetzt, die er selber nicht beherrscht oder versteht. Versteht er aber die Technik seinen Schülern zu vermitteln, sollte er sich nicht scheuen die entsprechenden Hilfsmittel fachgerecht im Training einzusetzen.  



3.5.8 Organisatorische Bedingungen


Unter diesem Faktor des didaktischen Achtecks ist der äußere Rahmen zu verstehen, indem das Training stattfindet, vor allem Zeit und Ort. Ferner gehören hierzu alle organisatorische Maßnahmen, die infrastrukturell, technisch und personell zu treffen sind, sowie alle Bedingungen, die nicht eindeutig den übrigen Faktoren zugeordnet werden können. Beim Faktor Zeit sind Zeitpunkt, Zeitdauer, sowie Zeiteinteilung zu untersuchen und zu bewerten. Der Faktor Ort bestimmt meist die Verfügbarkeit von Ausbildungshilfsmitteln und Umweltbedingungen für das Training (Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) sowie mögliche Störungen (z.B. Lärm).


3.6. Wechselseitige Beziehungen


3.6.1 Achsenbeziehung


Alle Faktoren des didaktischen Achtecks stehen untereinander in einem direkten Beziehungs- und Abhängigkeitverhältnis. Veränderungen innerhalb einer Komponente können zu Konsequenzen bei anderen Elementen führen. Die in der Zeichnung dargestellten Achsen kennzeichnen besonders enge Beziehungen:


- Lernziel - Erfolgskontrolle = Hauptsache (Soll/Ist, Input/Output)

- Trainer - Schüler = Personalachse

- Trainingsinhalt - Ausbildungsverfahren = Informationsachse

- Ausbildungsmittel - Organisatorische Bedingungen = Orgachse.


3.6.2 Bedienungs- und Scheidungselemente


Die Faktoren des didaktischen Achtecks können als Bedienungselemente und als Entscheidungselemente untersucht werden:

Bedienungselemente sind die, die den Trainer an vorgegebenen Rahmenbedingungen (Prüfungsinhalte, Ausbildungsanweisungen, Räumlichkeiten und Hilfsmittel) den Trainer binden. Entscheidungselemente sind die, wo der Trainer die Freiheit über didaktische und methodische Möglichkeiten behält und selbständig Entscheidungen treffen kann. 


Die Ergebnisse aller didaktischen Überlegungen (didaktische Analyse) sind Grundlage für die Erarbeitung von Trainingsinhalten und werden schriftlich fixiert. Der Handzettel erhält das vorbereitete Trainingskonzept und dient als Unterlage für die Durchführung eines Trainings.


Beispiel Handzettel


Freitag

Wo? Bundeswehr Mehrzweckhalle

Wer? Kindergruppen 

Welche? Kindergruppe a,b+c

Welches Alter? a=4-6, b= 6-8, c=8-14

Wie groß sind die Gruppen? a=8-12 b=10-18 c=10-18

Welche Trainer stehen mir zur Verfügung?

Wieviel Zeit steht mir zur Verfügung? 1. Stunde

Gruppe a= Hans und Monika

Gruppe b= Roman

Gruppe c= Renate und Christoph

zusätzlich bei Bedarf Nina und Markus


Diese Rahmenbedingungen werden sich in der Regel nicht ändern und bedürfen in der Regel nur einer einmaligen Untersuchung.


Welche Ausbildungsziele will ich realisieren?


einige Beispiele von Grob- und Feinziele aus meinem Trainingsprogramm:

Der Schüler lernt sich konzentrieren. Der Schüler versteht den Bewegungsablauf eines Ab-chaggy mit 8 Stufen. Der Schüler kennt die 12 Stufen der Hap-Ki-Do Rolle. 


Welchen Einstieg (theoretische Überlegung)


Kein Kind will ruhig stehen bleiben sich lange konzentrieren oder aufmerksam was uninteressantes beobachten. Dies sind aber gerade die Faktoren die das sorgfältige Aufnehmen von Informationen notwendig machen und einen schnellen Lernerfolg garantieren. Konzentrationsschwächen sind die häufige Ursache für schlechte Schulnoten und Leistungsvermögen. Kinder hören oft genug sei still, nicht so wild, benimm dich; und jetzt auch noch im Training? Die werden schnell die Lust verlieren wenn man sie dazu auffordert oder sogar zwingt.


Wenn nun das Stillstehen uninteressant für Kinder ist muß ich mich fragen: Wie kann man das Stillstehen gerade bei Kindern interessant gestalten?


Welchen Einstieg (praktische Durchführung)


Wie wir wissen spielen Kinder gerne. Also werde ich Wettspiele erfinden, daß die Kinder motiviert im Stillgestanden zu stehen.


Als erstes erkläre ich die Spielregeln.


erstes Spiel


- alle Kinder müssen im Kreis oder kreuz und quer laufen

- wenn ich Barrow rufe müssen die Kinder sofort stillstehen

- sie dürfen auch nicht sprechen

- wer als erster ruhig steht bekommt die meiste Punktzahl


Ich sage den Kindern, daß kein Kind stillstehen kann ohne zu sprechen, das können nur wir Erwachsenen. Deshalb ist das Spiel viel zu schwierig für Kinder und kann eigentlich nur von Erwachsenen gespielt werden. Ich hätte noch nie gesehen das Kinder für eine Minute stillstehen können, immer müssen sie toben und lärmen (stimmt ja auch bekommen sie den ganzen Tag zu höheren) und mache dabei lustige und lärmende Bewegungen der Kinder vor. Wenn ihr das könnt währt ihr ja besser wie die Erwachsenen und das kann ich nicht glauben. Je nach Gesprächsbereitschaft der Kinder setze ich meine Ziele stets individuell fort bis ich diese erreicht habe. Wobei ich versuche daß meine Ziele positiv und ohne Zwang für die Kinder realisierbar sind. Die Kinder müssen im Gespräch aktiv beteiligt werden und müssen das Gefühl der Mitbestimmung vermittelt bekommen. Der AH-Effekt ist besonders im Kindertraining anzuwenden.   

D.h. Probleme müssen auch von Kindern selbst gelöst werden. Der Trainer gibt hierfür die notwendigen Hilfestellungen um den Kindern den Lösungsweg zu garantieren. 

zweites Spiel


- alle Kinder müssen im Kreis oder kreuz und quer laufen

- wenn ich Barrow rufe müssen die Kinder sofort zu einer Linie laufen

- sie dürfen dort auch nicht sprechen

- wer als erster ruhig steht bekommt die meiste Punktzahl


drittes Spiel


- Alle Kinder stehen ruhig in einer Linie

- wer zuerst spricht oder sich bewegt muß sich hinsetzen


Wie lange dauert das Spiel?


Erklärung 1 Minute      60 Min.

je Spiel 2 Minuten     - 7 Min.

gesamt  7 Minuten      =53 Min verbleibende Zeit


1. Grobziel


Der Schüler lernt sich konzentrieren in drei Feinziele gegliedert.


- Motivation

- nicht sprechen

- ruhig stehen


Das Kind lernt den Umstand, das Stillstehen und mal nicht sprechen äußerst schwierig ist. Es muß sich konzentrieren auf das Stillstehen. Es erkennt aber auch das dieses Problem durchweg zu bewältigen ist. 


Ein erzwungenes Stillstehen der Kinder darf nie die Absicht eines Trainer sein. Vielmehr muß der Impuls von den Kindern selbst geleitet werden. Wenn Unlust oder Langeweile bei den Kindern bemerken zu ist wird das Spiel sofort unterbrochen.


Merke


Als Trainer darf man die Leistungsgrenze der Kinder falsch einschätzen, um jegliche Schäden von Kindern fernzuhalten. 


4. Biomechanik 


4.1 Worte zur Motivation


Der Mensch ist das höchste Gut auf unserer Erde. Wer extrem trainiert oder sich in die Verantwortung gibt Menschen zu trainieren muß den Körper kennen, um Ihn nicht durch Unwissenheit zu schaden. Ein guter Trainer kennt die Biomechanik und versteht es alle Schäden von seinen Schülern zu vermeiden. 


Ein guter Trainer weiß, daß jeder Mensch ein Individuum ist und deshalb verschiedene Neigungen besitzt. Nachfolgende Themenkreise beziehen sich auf den Idealmensch den wir in unserer Natur so nicht vorfinden. Deshalb müssen die Trainer bei der Ausarbeitung von Techniken den natürlichen Körperbau bei jedem individuell bestimmen. Eine komplexe Lösung für die Allgemeinheit wäre zwar ideal kann aber in der Praxis nicht realisiert werden.


Dies alles setzt voraus, daß wir zu erstemal die Funktionsweise eines Idealkörpers kennen. Wir müssen verstehen wie Skelett, Muskulatur, Organe und Nerven zusammenarbeiten. 


Um dies verstehen zu können, betrachten wir uns die Funktions- und Arbeitsweise 


des 4.2 Bewegungs- und Stützapperates

der 4.3 Muskulatur

der 4.4 Organe

des 4.5 Nervensystems


4.2 Der Bewegungs- und Stützapperat


4.2.1 Das Sklett


Das Skelett ist der Bewegungs- und Stützapperat des menschlichen oder tierischen Körper. Das Knochensystem bestimmt durch seine Form und seine Ausmaße weitgehend das Erscheinungsbild des Menschen.


Seine Aufgabe besteht in


— der Stützfunktion für die Weichteile,

— der Bildung fester Ansatzpunkte zur Ermöglichung von Bewegungen,

— der Schutzfunktion für empfindliche Organe (Kopf, Brustkorb, Becken) und

— der Aufnahme von Blutbildungszentren.


Das Skelett besteht aus dem Stützapperat ( Schädel und Wirbelsäule) und dem Bewegungsapperat ( Schulter, Beckengürtel und Gliedmaßen).

Es besteht bei einem Menschen aus 206 Einzelknochen. Die einzelnen Knochen werden von den verbindenden Bändern, Kapseln und Knorpeln zusammen gehalten. Die Hälfte davon befinden sich in den Händen und Füßen. Die meisten Knochen sind mit Gelenken verbunden. Dieses verleiht unserem Körper eine sehr große Beweglichkeit. Die Skelette von Mann und Frau sind gleich bis auf den Unterschied das die Knochen der Frau leichter, dünner, das Becken flacher und offener wie beim Mann sind. Dies ist notwendig um Kinder zu gebären.


4.2.2 Der Knochen 


Der Knochen besteht aus drei Geweben mit verschiedenen Funktionen:


1. Knochenhaut aus parallelfaserigem Bindegewebe; sie ist vor allemTrägerin der ernährenden Blutgefäße und der Nerven.


3. Knochengewebe aus Knochenzellen mit Kalkeinlagerungen, auf ihm ruht die eigentliche Stützfunktion.


4. Knochenmark, beim Kind aus blutbildenden Zellen, beim Erwachsenen bis auf das Mark der Plattenknochen (Brustbein, Beckenknochen) aus Fettmarkzellen.


4.2.3 Die Gelenke


Gelenke bilden bewegliche Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Knochen. Die wesentlichen, funktionstragenden Teile eines Gelenks sind


1. Gelenkkopf und Gelenkpfanne, die gelenkbildenden Knochenanteile (Gelenkkörper). Ihre Gelenkflächen sind von einem 3—5 mm starken Faserknorpel, dem Gelenkknorpel überzogen.


2. Gelenkkapsel, die das Gelenk wie ein Sack umschließt und in der die Gelenkschmiere produziert wird.


3. Bänder, die zur Verstärkung der Gelenkkapsel beitragen und die wesentlich Art und Ausmaß der Bewegungen in den Gelenken beeinflussen.


In einigen Gelenken dienen Knorpelscheiben (z. B. Meniskus im Kniegelenk) der besseren Anpassung von Gelenkflächen mit nur geringer Übereinstimmung.


4.2 Der Stützapperat



4.2.4 Der Schädel


Der Schädel besteht aus vorwiegend paarigen Knochen, die beim Neugeborenen teilweise noch voneinander getrennt sind und dadurch den nötigen Wachstumsspielraum haben. Die Nähte verknöchern erst nach der Beendigung des Wachstums. Der Schädel besteht aus:



4.2.5 Die Wirbelsäule


Die Wirbelsäule ist Zentralstütze und bewegliche Achse zugleich. Sie wird durch das Gewicht des Kopfes, des Schultergurtels und der Arme statisch belastet. Die Krümmungen in der Hals-, Brust und Lendenwirbelsäule dienen der Abfederung. Die Wirbelsäule besteht aus 33—34 Wirbelknochen, die zum größten Teil gelenkig miteinander verbunden sind.


Das Rückgrat ist ein aus Wirbeln und Bandscheiben bestehender biegsamer Stab und wird durch starke Bänder zusammengehalten. Es stützt den Körper und trägt den Schädel. Der erste Halswirbel ist der Atlas er trägt den Kopf. Es ist ein Knochenring ohne Wirbelkörper. Der zweite Wirbelkörper heißt Axis. Er hat einen nach oben gerichteten Zapfen, um den sich Kopf und Atlas drehen. In dem von den Wirbellöchern gebildeten Kanal verläuft das Rückenmark. Die Wirbelsäule ist besonders anfällig für krankhafte Veränderungen, Haltungsfehler und Arthrose.


a) Die Wirbel


Die meisten Wirbel bestehen aus dem W.-Körper und W.-Bogen. Der das W.-Loch (für das Rückenmark) umschließt, sowie verschiedene Fortsätzen. Die oberen und unteren Gelenkfortsätze sind mit den angrenzenden Wirbeln gelenkig verbunden. Durch die von ihnen und den W.-Körpern gebildeten Öffnungen treten die Rückenmarksnerven aus der Wirbelsäule. Beim 1.-12. Brustwirbel haben die Querfortsätze der W.-Bögen kleine Gelenkpfannen für die Gelenkköpfe der Rippen. Die Bezeichnung Rückgrat für die Wirbelsäule bezieht sich auf die von den Wirbelbögen nach hinten ragenden Dornfortsätze.


b) Die Bandscheiben


Die Bandscheiben sind Knorpelscheiben zwischen den Wirbeln und werden auch als Zwischenwirbel bezeichnet. Die Knorpelscheiben bestehen aus einem Faserring mit Gallertkern die beide stark wasserhaltig sind. Die Bandscheiben wirken als Druckverteiler und sind für die Beweglichkeit der Wirbelsäule wichtig.


Das Austrocknen und der Schwund (Abnutzung) der Bandscheibe sowie die Verschiebung sind die häufigsten Gründe für Rückenleiden. Bei Verschiebung des Gallertskern nach der dünnsten Stelle des abgenutzten oder riesigem Fasserings drückt er auf die Nervenwurzeln des Rückenmarkskanal und verursacht heftige und akute Schmerzen. Oft werden hierdurch Ischias, Lähmungen und Bandscheibenvorfälle hervorgerufen.


d) Rückenmark


Das Rückenmark befindet sich im Wirbelkanal der Wirbelsäule. Es dient als Leitungs- und Umschaltorgan zwischen Gehirn und übrigem Organismus. Es ist ein Teil unseres Zentralnervensystems und besteht ebenso wie das Gehirn aus grauer Substanz ( Nervenzellen) und weißer Substanz (Nervenfasern). Das Rückenmark erstreckt sich vom großen Hinterhauptsloch des Schädels bis zum zweiten Lendenwirbel. Die Spinalnerven verlassen das Rückenmark abschnittsweise, im Halsmark 8, im Brustmark 12, im Lendenmark 5, im Kreuzbeinschnitt 5, im Steißbeinabschnitt 1-2 Paar, zu den entsprechenden Muskeln und Organen. Die vegetative Nervenfasern verlaufen mit den motorischen und sensible Nerven gemeinsam entlang der Wirbelsäule.


4.2 Der Bewegungsapperrat


4.2.6 Die Schulter


Den Körperbereich zwischen Halsansatz und Schultergelenk wird als Schulter bezeichnet. Sie besteht aus dem Schulterblatt und dem Schlüsselbein. Das Schlüsselbein ist ein S-förmig gebogener, paariger Knochen, der Brustbein und Schulterblatt verbindet. Das Schlüsselbein ist besonders gefährdet und bricht sehr schnell bei Fall auf die Schulter.


4.2.7 Der Beckengürtel


Das Becken besteht aus den beiden Darmbeinen, Kreuzbein, Sitzbein und den beiden Schambeinen. 


4.2.8 Die Gliedmaßen


Die Extremitäten sind paarige, bewegliche Körperteile und dienen insbesondere der Fortbewegung und aller Handhabungen. 


a) Die Arme


Die Arme bestehen aus Oberarmknochen, Unterarm mit Elle und Speiche und der Hand. 


b) Der Oberarmknochen


c) Der Unterarmknochen


d) Die Hand


Die Hand ist durch den Arm mit dem Handgelenk verbunden und dient als Tast- und Greiforgan des Menschen. Die Hand besteht aus 27 Knochen und 36 Gelenkverbindungen. 39 Muskeln machen ihre Bewegung abstufbar. Die Finger mit je drei Gliedern (Daumen 2) werden durch die langen Sehnen der Unterarmmuskulatur und durch kurze Handmuskeln bewegt. Daumen und Kleinfinger haben, entsprechend ihrer vielseitigen Beweglichkeit, bestimmte ausgeprägte Muskeln, die Mittelhandknochen als Daumen- und Kleinfingerballen umlagern. Die Haut der Hand ist reich mit Schmerz- und Drucksinnesorganen sowie Tastkörperchen, besonders an den Fingerspitzen ausgestattet.


 ( Handgreifreflex bei Neugeborenen Finger schließen in einer geordneten Folge der Bewegung um den Gegenstand. )


4.2.9 Die Beine


Die Beine bestehen aus dem Oberschenkelknochen, Kniegelenk, Unterschenkel mit Schienbein, Fußgelenk mit dem Fuß.


a) Der Oberschenkelknochen 


b) Das Kniegelenk


Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Skeletts, gebildet vom Oberschenkelknochen und dem Schienbein mit dazwischenliegend paariger Faserknorpelplatte (Meniskus), durch eine Gelenkkapsel zusammengehalten, der mehrere Schleimbeutel anliegen. In das von dem großen Oberschenkel heranziehende Kniescheibenband, das die Gelenkkapsel vorne verstärkt, ist die Kniescheibe eingeschaltet. Im inneren des Knies verstärken zwei Kreuzbänder den Halt des Gelenkes. 


c) Der Unterschenkel




d) Der Fuß


Der Fuß besteht aus 26 Knochen; Fußwurzelknochen ( Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, Würfelbein und 3 Keilbeine), 5 Mittelfußknochen und 14 Zehenknochen. Jede Zehe besteht aus 3 Zehengliedern, nur die Großzehe aus 2. Der Bau des Fußes ähnelt dem der Hand. Mit dem Unterschenkel ist der Fuß durch das obere und das untere Sprunggelenk verbunden. Die Bewegung in diesen Gelenken erfolgt mit Hilfe der am Fuß ansetzenden Unterschenkelmuskulatur. Die Wadenmuskulatur erhält zusammen mit den kurzen Fußmuskeln die Wölbung der Fußsohle. Durch starke Beanspruchung und Muskelschwäsche sowie Dehnung der Muskelsehnen treten, Platt und Senkfuß auf, auch Spreizfuß durch Spreizung der Mittelfußknochen. Durch mangelnde Bewegung und schlechtes Schuhwerk kann es zu zahlreichen Erkrankungen und Schäden nicht nur am Fuß kommen.




4.3 Der Muskel

Unsere Muskeln (lateinisch Mäuschen) bestehen zum größten Teil aus zusammenziehbaren Muskelfibrillen. Die Muskelzellen werden durch das Bindegewebe zusammengehalten. Ein zusammengezogener Muskel kann sich entspannen aber nicht automatisch ausdehnen dies bedarf immer einer entgegengesetzten Wirkung. Durch Beuge- und Streckmuskulatur kann die Schwerkraft wirken. Die Muskelkontraktion wird durch das Inneinandergleiten bzw. das Aneinandervorbeigleiten von länglichen fadenförmigen Filamenten die aus Proteinen bestehen bewirkt. 

Der Muskel ist ein Wärmeregulator und fördert die Blutzirkulation. Zahlreiche Informationen werden durch Rezeptoren aufgenommen und in unseren Organismus weitergeleitet. Somit stellt der Muskel auch Sinnesorgane dar. Ausschließlich durch Ausdehnung und Zusammenziehung, werden die vielfältigen Eigenschaften unserer Muskulatur bewältigt.  


Die zur Verkürzung der Muskel benötigte Energie wird durch die Spaltung Adenosintriphospat ATP bereitgestellt. Die chemische Verbindung von 6-Amino-Purin, Vitamin B4, Zucker und drei Phosphorsäureresten ist verantwortlich für den Stoffwechsel unserer Organismen. Durch Abspaltung eines Phosphorsäurerestes wird Energie frei. Unter Energieaufnahme ist der Vorgang umkehrbar.


Das Höchstgewicht, das von einem Menschen gehoben werden kann, berechnet sich auf 1 cm2 Muskelquerschnitt. Die absolute Muskelkraft beträgt zwischen 6 und 8 Kg.





4.3 Die Muskulatur


Da sich Training in erster Linie auf die Muskulatur des Menschen auswirkt, sollten wir einiges über deren Aufbau und Funktionsweise wissen.


Die Gesamtheit der Muskeln unseres Körpers oder einer Muskelgruppe, bezeichnet man als Muskulatur. Drei verschiedene Arten der Muskulatur sind notwendig, um unseren Körper und deren Organe zu bewegen. Die Bewegung unseres Sklettsystems wird durch viele Einzelmuskeln, die sich in verschiedenen Funktionssysteme zusammenschließen, erwirkt.


4.3.1 Die drei Arten der Muskulatur


Die Muskulatur ermöglicht durch ihre Fähigkeit, sich zu verkürzen aktive Bewegungen. Man unterscheidet nach Aufbau und Funktion drei Arten der Muskulatur:


1. Die quergestreifte Muskulatur


oder Skelettmuskulatur, die dem willkürlichen Nervensystem unterworfen ist und mit dem Skelettsystem zusammen den Bewegungsapparat bildet, ist verantwortlich für die Bewegung unseres Skeletts.


2. Die glatte Muskulatur


oder Eingeweidemuskulatur, die vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird und sich an den inneren Organen findet, besteht aus einkernigen Zellen. Fast alle glatten Muskeln werden durch Nervenreiz langsam in Spannungszustand versetzt, indem sie ohne Energie verharren (Sperrung). Sie ermüden nicht.


Die glatte unwillkürliche Muskulatur kontrolliert unsere Hohlorgane:

- Atemwege

- Harnblase

- Magen-Darm-Kanal

- Drüsen

- Blutgefäße


3. Die Herzmuskulatur


 von besonderem, herzspezifischen Aufbau.


4.3.3 Aufbau und Funktionsweise der Sklettmuskulatur


Neben der glatten Muskulatur oder Eingeweidemuskulatur und der speziellen Herzmuskulatur, ist es vor allem die quergestreifte Skelettmuskulatur, die uns im Zusammenhang mit Krafttraining interessiert. Für den Trainer sind gerade der Aufbau und die Funktionsweise der quergestreiften Muskulatur von besonderem Interesse. 


Diese Skelettmuskulatur, die vom willkürlichen Nervensystem gesteuert wird, bildet zusammen mit dem Skelettsystem (Knochen, Gelenke) den Bewegungsapparat. Sie besteht - wie alle anderen Gewebe des Körpers - aus einzelnen langgestreckten bis zu 13 cm vielkernigen zellenden Muskelfasern. Mehrere Muskelzellen oder Muskelfasern bilden ein Faserbündel, mehrere Bündel einen Muskel.


Jede Zelle, jedes Faserbündel und der ganze Muskel sind von bindegewebigen Hüllen, den sog. Fascien umgeben, in denen die versorgenden Blutgefäße und die Nerven verlaufen. In den Muskelzellen sind Muskelfibrillen eingelagert. Auf der Fähigkeit, dieser aus Eiweiß bestehenden Elemente sich zu verkürzen, beruht der Bewegungsvorgang in einem Muskel. 


Die Muskeln setzen sich in Sehnen fort, die sich im Knochen verankern und dem Muskel einen festen Ansatz verschaffen.


Die Feinstruktur der Skelettmuskelzellen erscheint im mikroskopischen Bild quergestreift, da sie aus Muskelfibrillen bestehen, die aus optisch verschieden dichten Bestandteilen aufgebaut sind. Auf der Fähigkeit der Muskelfibrillen sich zu verkürzen, beruht der Vorgang der Bewegung, der durch die gleichzeitige Verkürzung (Kontraktion) vieler Fibrillen in einem Muskel zustandekommt.  


Die Bewegungen des Körpers oder einzelner Gliedmaßen gehorchen den mechanischen Hebelgesetzen. Durch die Verkürzung des Muskels müssen sich sein Ursprungspunkt und sein Ansatz nähern; das dazwischenliegende Gelenk ermöglicht diese Annäherung und bestimmt die Bewegungsfreiheit.


Ausgelöst wird die Kontraktion eines Muskels durch Nervenimpulse, die bei willkürlichen Bewegungen ausgehend von der Großhirnrinde über die motorischen Nervenbahnen des Rückenmarks und die peripheren Nerven zur Muskulatur geleitet werden.



4.3.4 Funktionsweise der Muskeln unter Belastung 



Muskelarbeit (Körperarbeit, Sport) führt zu einem erhöhten Energieverbrauch. Bei hochintensiven Belastungen von wenigen Sekunden (z.B. Gewichtheben, Sprint) wird die notwendige Energie unmittelbar durch die Spaltung energiereicher Verbindungen Adenosintriphosphat (ATP) und Kreatinphosphat (KP), die in der Muskelzelle vorliegen, bereitgestellt.


Die zur Muskelarbeit notwendige Energie wird durch chemischen Abbau von Kohlenhydraten (Muskelglykogen und Glucose) sowie Fetten erzielt, wozu schon nach kurzer Zeit Sauerstoff benötigt wird. Auf dem Blutweg wird von der Leber der arbeitenden Muskulatur weitere Glucose zugeführt. Ist (nach mehrstündiger intensiver Arbeit) ein hoher Prozentsatz des Kohlenhydrat Depots aufgebraucht, tritt Erschöpfung ein. 


a) Anerober Stoffwechsel


Die sehr schnell aufeinanderfolgenden Erregerimpulse (50-70/s) verbrauchen sehr viel Energie und lassen den Muskel sehr schnell ermüden. Werden Belastungen von ca. 20 - 90 Sekunden Dauer (z.B. 400 m Lauf, 100 m Schwimmen) mit möglichst maximaler Intensität bestritten, so erfolgt nach den ersten Sekunden die Energielieferung durch den Abbau von Zucker (Glykogen, Glucose) ohne Verbrauch von Sauerstoff. Dies führt zum Endprodukt Milchsäure (Lactat) und damit zu einer Übersäuerung der Muskulatur und des gesamten Organismus, so daß nach kurzer Zeit ein Abbruch der Belastung erzwungen wird. Diese Vorgänge werden als anaerobe (sauerstoffunabhängige) Stoffwechselprozesse bezeichnet. 


b) Aerober Stoffwechsel



Erst nach ca. 90 -120 Sekunden ist der aerobe Stoffwechsel in der Lage, ausreichend Energie für hohe Belastungen zu liefern. Bei allen Dauerleistungen (z.B. Langstreckenlauf, Radrennen) wird durch diese Verbrennung“ von Zucker (Glykogen, Glucose) und Fett mit Hilfe von Sauerstoff die notwendige Energie erzeugt. Die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte Kohlendioxyd und Wasser verändern das innere Milieu des Organismus nicht, so daß aerobe Belastungen so lange möglich sind, wie ausreichend Sauerstoff (°2) bereitgestellt werden kann (mehrere Stunden). In Abhängigkeit von der Belastungsintensität sind die Zuckervorräte (Glykogen) des Organismus nach ca. 60 - 90 Minuten weitgehend erschöpft, so daß es zu einer Abnahme des Leistungsvermögens kommt. Bei länger andauernden Belastungen ist daher eine Zufuhr von Kohlehydraten zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit notwendig.

Der chemische Abbau mit Hilfe von Sauerstoff (aerober Stoffwechsel) erfolgt bis zu den Endprodukten Kohlendioxyd (CO2) und Wasser. Steht nicht ausreichend Sauerstoff zur Verfügung, so kann der Abbau der Nährstoffe nur bis zum Endprodukt Milchsäureablauf im (anaerober Stoffwechsel). Die Energieausbeute beträgt dabei jedoch nur etwa 5% der aeroben Energiegewinnung.


Durch trainingsbedingte Belastungen, gleichgültig ob im Ausdauer- oder im Kraftbereich, werden zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper des Menschen aktiviert, die teilweise weit über das Ende der Beanspruchung andauern. Sie führen nach einer Leistungsminderung unmittelbar im Anschluß an die Belastung zu Anpassungserscheinungen an Organen oder Organsystemen, welche die Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau hinaus anheben.


c) Superkompension


Dazu ein Vergleich: Wenn wir den 50-Liter-Tank eines Autos leerfahren, dann müssen wir ihn anschließend wieder mit 50 Litern füllen. Das lebende System funktioniert anders als das technische. Wenn wir den ”Muskeltank“ durch Training ”leermachen“, füllt er sich nicht nur bis zu seinem Ausgangsniveau wieder auf, sondern faßt anschließend etwas mehr. Das physiologische Prinzip der Wiederherstellung verbrauchter Energievorräte oder beanspruchter Organe über das Ausgangsniveau hinaus wird als Superkompensation bezeichnet. Sie stellt einen Anpassungsvorgang an erhöhte Belastungen dar und ist Grundlage jeder Funktions- und Leistungssteigerung .


4.3.5 Auswirkung und Trainingspraxis


Für das Krafttraining und seinem Ziel der Kraftsteigerung durch Muskelaufbau bedeutet dies:


Vergrößerung der Muskelmasse durch Querschnittszunahme jeder einzelnen Muskelfaser (sog. Faserhypertrophie). - Vermehrung der ernährenden feinsten Blutgefäße (Kapillaren), so daß mehr Sauerstoff und mehr Nährstoffe an den Muskel herangeführt bzw. Abfallprodukte aus ihm abtransportiert werden können. Vermehrung der Depots an energiereichen Verbindungen (Adenosintriphosphat ATP, Kreatinphospht VKP, Glykogen, Fett) und deren schnelle Wiederherstellung, so daß eine höhere und längere Energiegewinnung gewährleistet wird.


Das Geheimnis eines erfolgreichen Trainings liegt nun darin, die neue Belastung, d.h. den neuen Trainingsreiz genau dann zu setzen, wenn die Muskelleistung (Muskelkraft) nach dem vorangegangenen Training über das Ausgangsniveau hinaus im Sinne der Superkompensation erhöht ist. Setzt man den neuen Trainingsreiz zu früh, eventuell sogar bevor das alte Ausgangsniveau erreicht worden ist, dann kommt es auf Dauer zu Erschöpfungszuständen, da die Erholungspausen zu kurz sind (Übertraining). Beginnt man mit dem neuen Training zu spät, dann ist das kurzfristig erhöhte Niveau wieder auf den Ausgangspunkt zurückgesunken und man beginnt praktisch wieder von vorne.


Für die Trainingspraxis bedeutet dies, daß die Trainingsreize nicht allein nach den allgemeinen trainingsmethodischen Grundsätzen, sondern auch sehr stark nach individuellen Gegebenheiten jedes einzelnen Sportlers (Talent, Trainingszustand, Tagesform u.a.) gesetzt werden müssen. So können Leistungssportler u.U. dreimal pro Tag trainieren und haben dennoch ausreichende Regenerationszeiten, um z.B. ihre Energiedepots wieder aufzufüllen und zu superkompensieren. Anfänger hingegen können in der Regel höchstens 3 Trainingseinheiten pro Woche bewältigen.


Unverzichtbar in diesem Zusammenhang ist jedoch, daß nach dem Prinzip der progressiven Belastung trainiert wird. Das heißt, daß die Belastung im Laufe eines Muskelaufbautrainings kontinuierlich gesteigert werden muß. Wie das gemacht wird, untersuchen wir jetzt.


4.3.6 Arten des Muskeltrainings


a) Isokinetischem Muskeltraining


Bei gleichbleibender Bewegungsgeschwindigkeit verändert sich Länge und Spannung.

Außer in einer Verkürzung - und damit Bewegung - kann die Arbeit des Muskels auch in der Erhöhung der Muskelspannung ohne Bewegung bestehen (Haltearbeit).


b) Isotonischem Muskeltraining


Bei gleichbleibender Muskelspannung verändert sich die Länge

Bei der Bewegungsarbeit verändert sich die Länge des Muskels, die Spannung bleibt im wesentlichen gleich = isotonische Kontraktion (isos = gleich, tonos = Spannung); 


c) Isometrischem Muskeltraining


Bei gleichzeitiger Muskellänge verändert sich die Spannung.

bei der Haltearbeit dagegen ändert sich der Spannungszustand des Muskels, während die Muskellänge gleichbleibt = isometrische Kontraktion (isos = gleich, metron = Maß, Länge).



4.3.7 Muskelaufbautraining


Aus den bisherigen Ausführungen können wir festhalten, daß jedes langfristige Krafttrainings-Programm mit einem Muskelaufbautraining beginnt.


Ziel: Kraftsteigerung durch Muskelfaserverdickung (Querschnittszunahme)


Das Muskelaufbautraining ist durch folgende Kriterien gekennzeichnet:


Gewichtsbelastung:   ca. 50 %

Wiederholungen:    8-12 (= 1 Satz)

Sätze:      3-5   

Pause zwischen den Sätzen:  1-2 min

Tempo:     langsam

Dauer:     8 Wochen 

Häufigkeit je Woche:   2 - 3 x


Zur Gewichtsbelastung Gemeint sind 50 % der von Ihnen maximal zu bewältigenden Last. Bevor Sie also mit Ihrem Training beginnen, probieren Sie aus, mit welcher Belastung Sie die entsprechende Übung gerade 1 x ausführen können. Danach errechnen Sie 50 % davon. Beispiel: Im Bankdrücken mit der Scheibenhantel schaffen Sie 50 kg. Sie beginnen Ihr Training mit 25 kg (= 50 %). Ohne Feststellung der maximalen Leistung können Sie auch nach folgender einfacher Faustregel vorgehen: Wenn Sie eine Übung im zuletzt ausgeführten Satz weniger als 8 x wiederholen können, dann ist das Gewicht zu hoch. Bewältigen Sie hingegen die Übung öfter als 12 x, dann ist das Gewicht zu niedrig.


Zu den Wiederholungen


Die ausgewählten Übungen werden 8 -12 x ohne Pause wiederholt.


Zur Pause zwischen den Sätzen


Wenn Sie eine Übung 8 -12 x wiederholt, damit also einen Satz ausgeführt haben, ist es erforderlich, eine ein- bis zweiminütige Pause einzulegen, bevor Sie mit der gleichen Übung im nächsten Satz fortfahren.


In der Trainingspraxis hat es sich allerdings als sehr zweckmäßig erwiesen, die Übungen paarweise nach Muskelbereichen zu trainieren.


Beispiel:  Übung 1 Armbeugen

  Übung 2 Armstrecken


Nachdem Sie den ersten Satz der Übung 1 (8-12 Wiederholungen) absolviert haben, beginnen Sie sofort mit der Übung 2, während der sich der Armbeuger, der in der Übung 1 belastet wurde, bereits etwas erholen kann. Erst jetzt, nach der Übung 2 legen Sie die 1-2minütige Pause ein. Danach erfolgt der jeweils zweite Satz der beiden Übungen, dann wieder Pause usw.


Ähnlich verfahren Sie mit den Übungen für Rücken/Bauch Beinbeuger/ Beinstrecker usw.


Zur Nachsteuerung der Belastung


Während Ihres Muskelaufbautrainings werden Sie eventuell schon nach einigen Trainingseinheiten feststellen, daß Sie mit dem gewählten Gewicht mehr Ubungswiederholungen schaffen als am Anfang. Sind es nach dem letzten Satz mehr als 12 (s. oben), dann müssen Sie nachsteuern, indem Sie


- die Zahl der Sätze erhöhen oder - das Gewicht steigern.


Damit entsprechen Sie dem Prinzip der progressiven Belastung. (Superkompensation)


Für eine sinnvolle Durchführung unseres Muskeltrainings benötigen wir verschiedene Trainingsmittel, das sind neben dem eigenen Körper oder einem Partner insbesondere Geräte, die wir bei unseren Übungen bewegen oder mit denen wir uns belasten. Unser Training führen wir also durch: - mit dem eigenen Körpergewicht (z.B. Liegestütze) - mit einem Partner - mit oder an Geräten (z.B. Scheibenhanteln, Krafttrainingsmaschinen).


In der Praxis des sportlichen Alltags wird als bevorzugtes Krafttrainingsverfahren das dynamische oder auxotonische (früher isotonische) Krafttraining angewandt, bei dem die Last (eigener Körper, Partner, Gerät) durch Muskelverkürzungen bewegt wird gleichzeitig erzielt man dadurch neben dem Kraftzuwachs auch eine Verbesserung der allgemeinen Koordination. Unsere Muskeln sind aber nicht nur zu einer dynamischen Arbeit durch Kontraktion befähigt, sondern müssen häufig statische Haltearbeit durch isometrische Muskelspannung verrichten Dies trifft in besonderem Maße auf die Rumpfmuskulatur zu. Aus diesem Grunde werden auch isometrische Krafttrainingsformen, insbesondere zur Verbesserung der Haltekraft angewandt.


Neben dieser konzentrischen (überwindenden) Form, kann das dynamische Krafttraining auch exzentrisch (nachgebend) durchgeführt werden. Dabei wird durch Nachgeben der Muskulatur die Last langsam in die Ausgangsposition zurückgeführt.


Merke: konzentrisches oder dynamisch-positives Krafttraining exzentrisches oder dynamisch-negatives Krafttraining


4.3.8 Wissenswertes rund um den Muskeln


a) Muskelschwund


Bei Nichtbeanspruchung verliert die Muskulatur an Umfang und Kraft. Deutlich erkennbar bei langer Ruhestellung wie z.B. Gipsverband. Durch Wiederbeanspruchung der Muskulatur kann dies wieder rückgängig gemacht werden. Auch Massagen regen die Muskulatur an. 


b) Muskelkrampf


Bei Kälte oder Überanstrengung der Muskulatur kann es zu sehr starker und schmerzhafter Muskelzusammenziehung, dem Muskelkrampf kommen. Abhilfe kann nur durch Wärme, langsames Training und Massage erfolgen. Kälte oder Eisspray unterdrückt nur den Schmerz und sollten deshalb bei derartigen Verletzung nicht eingesetzt werden. 


c) Muskelriß


Bei plötzlich heftigen, schnellen Bewegungen, bei denen die natürliche Abbremsung durch den Gegenmuskel fehlt, kann es zum Ein- oder Durchreißen eines Muskels kommen, meist ohne äußerliche Verletzungen, z.B. beim Hochreißen schwerer Gewichte. Größere Muskelrisse müssen genäht werden; ansonsten genügt Ruhigstellung mit warmen Umschlägen. Auf keinen Fall darf der Muskel massiert werden.


d) Muskelkater


Vor allem nach großer Beanspruchung ungeübter Muskulatur, wird eine Anhäufung von Stoffwechselprodukten ausgelöst. Dieser verursacht den Schmerz, der im Volksmund Muskelkater genannt wird. 


Starke Beanspruchungen der Muskulatur führen auch zu einer Störung in den Muskeleiweiszellen. Lactate (Salze der Milchsäure) entstehen bei körperlicher Arbeit der Muskulatur. Training, Training und Massage können den Muskelkater vorbeugen.



5. Trainingslehre


I. Worte zur Motivation


Die Verbesserung des Leistungsvermögens und der Leistungsbereitschaft unseres Körpers sowie unserem Geist kann in jedem Alter noch antrainiert und verbessert werden. 


Ein guter Trainer kennt die Theorie sowie die Auswirkung biologischer, biomeschanischer, pädagogisch-didaktischer, psychologischer und seelischer Regel der Menschen. Er berücksichtigt deshalb alle planbaren Methoden um die Leistungssteigerung seiner Schüler zu optimieren. Die Trainingslehre ist sehr umfangreich und umstreift fast alle Themengebiete. 


5.1. Ziel- Gruppen und situationsangerechtes trainieren


Wie wir alle wissen sind komplexe Bewegungsabläufe äußerst schwierig zu erlernen. Ein Anfänger wird eine Dan Technik nicht erlernen können. Deshalb hat die Chun Ki Do Associatin ein Gürtelsprüfungsprgramm erstellt, daß den Anforderungen methodisch didaktischen Grundsätzen entspricht.


Die Anfängertechniken müssen für jedermann leicht verständlich sein. Um die Techniken einfach zu verdeutlichen, folgt der Trainer bei der Vermittlung folgenden Grundsätzen.

5.1. a) Vormachen

    b) Nachmachen    c) Korrektur    d) Üben    e) Wiederholtes Üben (Drill) 


5.1.a) Vor- und nachmachen


I. Definition


ist die Demonstration eines Bewegungsablaufes durch den Trainer mit unmittelbarer Wiederholung durch den auszubildenden Schüler.

Die Veranschaulichung von Bewegungsabläufen durch Zerlegung komplexer Tätigkeiten in einfache Lernschritte muß gewährleistet sein. Dies ist ein lernintensives Ausbildungsverfahren (Prinzip: “Learning by Doing”) indem die theoretischen Kenntnisse (Erklärung des Trainer) unmittelbar in praktische Bewegungen umgesetzt werden. Das praktische Selber-tun erleichtert den Lehrnvorgang und schafft die notwendigen Erfolgserlebnisse. Dieses Ausbildungsverfahren muß jedoch durch Üben und Drillmäßiges Üben vertieft werden. 



II. Durchführung


Als erstes bemüht der Trainer sich die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe zu erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen muß natürlich absolutes Stillschweigen vorhanden sein. Es ist schwierig diese Stille bei sehr viele aufeinander treffende Leute zu erreichen. Aber ein lauter, kurzer Schrei und danach ein betontes, langsames und deutliches Sprechen sowie der ständige freundliche Blickkontakt verhelfen Ihm hierbei enorm. Auch ein witziger Beitrag führt zu erhöhter Aufmerksamkeit. Sollte jedoch der Situation angemessen und nicht übertrieben werden. Ist dem Trainer dies gelungen, zeigt er den langsamen Bewegungsablauf der Technik vor der Gruppe.


Hierbei teilt er die Techniken in mehreren Phasen auf. Das Bemessen von der Anzahl der Abstufungen hängt von der Wechselhäufigkeit der Richtungsänderung des zu erlernenden Bewegungsablauf ab.        


Beispiel 1


Ein Ab-chaggy wird dem Anfänger in 4 Stufen vermittelt.


1. Stufe - Bein nach oben anheben

2. Stufe - Bein gerade nach vorne ausstrecken

3. Stufe - Bein 90 Grad abwinkeln

4. Stufe - Bein in Ausgangsstellung zurückführen.


5.1. b) Nachmachen


Nun beginnt das trainieren mit dem Schüler. Der Trainer zählt langsam von 1 bis 4. Dabei beobachtet er seine Schüler und achtet auf die korrekte Einhaltung der vier Bewegungsabläufe. Stellt er fest, daß ein Bewegungsablauf falsch durchgeführt wird, erläutert er den einzelnen Bewegungsablauf erneut. Zuerst sucht er nach der Fehlerquelle um eine aussagefähige Korrekturangabe machen können. Bleibt die mündliche Korrekturanweisung erfolglos wird die Stufe in weiteren Phasen eingeteilt. Die Abstufungen werden solange wiederholt bis der Schüler den Bewegungsablauf fehlerfrei ausführen kann. Beherrscht der Schüler nun die einzelnen Phasen werden sie zuerst paarweise dann zugleich durchgeführt. Diese Vorgehensweise ist von einem guten Trainer unbedingt einzuhalten um dem Schüler das Gefühl des Erfolges zugeben.


5.1 c) Üben


Vor und Nachmachen werden durch das Üben fortgesetzt. Nun werden die vier Techniken zu einer Zeitphase zusammengefaßt. Durch mehrmaliges Wiederholen werden sie zunächst langsamer dann immer schneller durchgeführt. Mit zunehmender Intensität der Geschwindigkeit nimmt die Kondition ab. Diese natürliche Ermüdungserscheinung hat zur Folge, daß der Schüler die neu erlernten Techniken unsauber und falsch ausführt. Bemerkt der Trainer genanntes Verhalten bei seinen Schülern muß er Ihnen eine Pause gewähren. Damit verhindert er das Einstudieren falscher Bewegungsabläufe.


Merke


Falsch einstudierte und gewohnte Bewegungsabläufe sind kaum wieder weg zu bekommen und führen letztendlich zur Unlust des Schülers. Deshalb ist das Konditionstraining während der Bewegungslehre zu unterlassen.


Die Pause sollte jedoch vom Trainer gestaltet werden. Hier hat er Zeit ausführliche Fehlerursachen an zusprechen. Des weiteren können auch langsam und stufenweise Übungen durchgeführt werden. Werden jedoch auch Konzentrationsschwächen erkannt ist eine Pause unbedingt erforderlich.


5.1. d) Wiederholtes Üben


Beim drillmäßigen Üben werden die festgelegten Bewegungsabläufe bis zur völligen Beherrschung perfektioniert. Der gleichmäßige und reibungslose Bewegungsablauf erspart Kraft und Zeit. Funktionsbezogene und automatisierte Bewegungsabläufe werden in Entscheidungssituationen auch noch nach Jahren mechanisch abgerufen. (z.B. Schwimmen verlernt man nicht) Der Schüler wird von umständlichen Bewegungsabläufe damit verbunden Überlegungen weitgehend entlastet und hat für wichtigere Tätigkeiten oder Denkvorgänge Zeit. (Taktik beim Kampf) 


Das Drillmäßige Üben ist relativ langwierig und eintönig. Dies bedarf der ständigen Motivation der Schüler. Das wiederholte Üben wird auch zur Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit genutzt. 


5.1 I Gruppeneinteilung


Jeder Schüler hat andere Motive und geistige Beweggründe die ihn anspornen, Chun Ki Do zu betreiben. Der eine möchte sich körperlich fit halten, der andere möchte die Kunst des Kampfes erlernen. Bei vielen ist die Gymnatik beliebt. Die meisten Schüler sind Breitensportler, wenige sind Leistungssportler. Mansche besuchen 1 mal wöchentlich das Training, andere 5 mal die Woche. Einige sind sportlich unbegabt und hochintelligent, dandere sind dumm und sportlich. Die einen sind dick, die anderen sind dünn. Die einen sind alt , die anderen sind jung. Kinder wollen spielen und sich bewegen. Erwachsene wollen was lernen und sich körperlich fithalten. Jugendliche suchen nach Idole. Der eine trainiert aus sich heraus, der andere braucht einen Impuls (Antrieb) von aussen. Der eine läßt sich leicht motivieren, der andere kaum. 


Die Vielzahl der einzelnen Persönlichkeiten läßt erkennen, daß eine Gruppeneinteilung notwendig ist. Eine Optimallösung wird nur ein guter Trainer und Menschenkenner erzielen können. Er teilt seine Schüler in Gruppen ein.


Eine optimale Gruppeneinteilung, wird schon wegen mangels Hallenkapazitäten, der fehlenden Trainingseinrichtungen, der fehlenden Trainerzahl, nie realiesierbar sein. Dies muß sich ein Trainer bewußt sein wenn er die Gruppen einteilt. Folgende Gruppeneinteilungen haben sich in der Praxis bewährt.





a) Kindergruppe

Die Kindergruppe besteht aus Jungen und Mädchen im Alter zwischen 4 und 12 Jahren.


Die Kindergruppe wird dann wiederum in 3 Altersklassen eingeteilt:


von 4 - 6 Jahren

von 7 - 9 Jahren

von 10 - 12 Jahren


Nicht nur das Alter sonden auch die geistigen Veranlagungen sollten bei dem einzelnen Schüler berücksichtigt werden. So kann auch ein 6 jähriger in der Gruppe von 7-9 trainieren. Nur die sportliche Veranlagung reicht nicht für den Wechsel in eine höhere Gruppe. Die Gruppe sollte auch nicht nach Mädchen und Jungen getrennt werden. Beim Partnertraining sollte auch darauf geachtet werden das nicht immer schon nach rein äußerlich möglichs homogene Schüler eingeteilt werden.


Die Kinder sollen den körperlichen Unterschied im spielerischen erfahren und lernen mit der jeweils veränderte Situation umzugehen. Hierzu gehört auch die bittere Erfahrung, daß der eine stärker und der andere schwächer ist. Außerdem lernt es seine Grenzen kennen 



b) Erwachsene Gruppe

c) Jugendgruppe


Des weiteren werden die Gruppen nach erreichten Gürtelgraden eingeteilt:


Anfängergruppe:     bis einschließlich Orangen Gürtel


Fortgeschrittene Gruppe: von Grüngurt bis Rotgurt


Trainergruppe:      Braungurte und Danträger


Eine sinnvolle Trainingsgestaltung ist ohne Einhaltung der Gruppeneinteilung nicht möglich.


5.1.I. a) Die Kindergruppe


    Vorbemerkungen:


    - Kinder die ständig kritisiert werden, lernen zu ver-     dammen.    - Kinder die geschlagen werden, lernen selbst zu schlagen.    - Kinder die verhöhnt werden lernen Schüchternheit.    - Kinder, die der Ironie ausgesetzt werden bekommen ein     schlechtes Gewissen.


    Aber Kinder,


    - denen mit Toleranz begegnet wird, lernen Geduld.    - die gelobt werden lernen Bewertung.    - die Ehrlichkeit erleben, erlerne Gerechtigkeit.    - die Freundlichkeit erfahren, lernen Freundschaft.    - die Geborgenheit erleben, lernen Vertrauen.    - die geliebt und umarmt werden lernen Liebe in unserer              Welt zu empfinden.


Kinder lernen schnell und sind gelenkig. Der Knochenaufbau und die Muskulatur befinden sich noch in der Entwicklung, deshalb dürfen Hebeltechnken nicht vermittelt werden. Bei Mißachtung dieser Anordnung können Deformierung deren Knochenapparates bis hin zu enormen Behinderungen führen.


Merke:


Es ist verboten Kindern bis zu Ihrem 12. Lebensjahr Hebeltechniken zu vermitteln.



Kinder sind unkonzentriert. Um die Aufmerksamkeit bei Kindern zu erwecken werden die Techniken mehrmals während einer Trainigsstunde gewechselt. Die Wechselhäufigkeit entscheidet der Trainer durch sein aufmerksames Beobachten der Gruppe. Stellt er fest, daß bereits über 50% der Teilnehmer unkonzentriert oder überfordert sind hat er den Kindern eine Konzentrationspause zu gewähren. Diese Pause gestaltet jedoch der Trainer in Form lockerer

Übungen wie zum Beispiel Fallschule oder er integriert ein kleines Wettbewerbsspiel z.B. Wer ist am schnellsten mit den zwölf Faustschlägen. Wer nicht mehr mitkommt muß sich hinsetzen.


Beispiel 1


unkonzentriertes Verhalten bei Kindern macht sich bemerkbar durch Lautstärke, Interesselosigkeit und Langeweile. Werden Kinder die 12 Grundschläge beigebracht wird man am Anfang großes Interesse feststellen. Jedoch schon nach geraumer Zeit läßt die Konzentration nach. Um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erwecken sollte nun die Technik gewechselt werden. Auf keinen Fall sollten gleiche Bewegungsabläufe wie zum Beispiel Trittechniken vermittelt werden. Sinnvoll ist den Kindern eine Konzentrationspause zu gewähren. Diese Pause sollte jedoch vom Trainer gestaltet werden. Hier bietet sich die Fallschule an. Die Kinder haben die Möglichkeit sich während der Fallschule auszutoben und neue Kräfte zu sammeln.


5.1 I b) Die Erwachsenen Gruppe


Erwachsene haben andere Motive zu lernen als Kinder. Erwachsenenbildung ist auf weiten Strecken nicht anderes als Überprüfung, Korrektur und Anwendung von Lebenserfahrung. (F.Pöggeler). Erwachsene bringen Lebenserfahrungen und Vorkenntnisse mit. Sie haben bereits feste Wertmaßstäbe und Meinungen. Im Gegensatz zu Kindern sind Erwachsene skeptischer gegenüber neuen Eindrücken, mitunter dem Trainer geistig ebenbürtig oder überlegen.


Die Gedächtnisleistung des Erwachsenen nimmt mit zunehmendem Alter (biologisch bedingt) ab. Ebenso wird die körperliche Leistungsfähigkeit geringer. Um eine erfolgreiches Erwachsenen Training zu erzielen sind o. a. Punkte zu berücksichtigen.


Bei der Gestaltung einer Aubildungsstunde für Erwachsene durch den Trainer werden folgende Lernbedingungen sichergestellt: 


-bei der Aussprache und der Formulierungen werden die Vorerfahrungen praxisbezogen beachtet d.h. an angemessenen Beispielen



a Für den Trainer mit dem Umgang mit Kindern

  - die notwendige Atmosphäre erzeugen können  - auf Verweigerung und Unlust sicher reagieren können  - Ziel-, Gruppen- und situationangemessen trainieren  - ) Hilfen Vorgehensweise den Erwartungen und Vorerfahrungen  - seiner Gruppe anpassen können  - wissen, wie man Gruppen zur mehr Kreativität und eigene       Verantwortung motiviert  


5.2 Falsches Trainerverhalten


will bereits sein Erlerntes Wissen vor der Gruppe zeigen und ist stolz damit sich profilieren zu können auf sich, daß er besser ist wie seine Schüler. Dieses Verhalten läßt sich erklären, daß er natürlich an Autorität in der Gruppe gewinnt da er als einziger versteht unbekannte (Ihm Bekannte) Bewegungsabläufe fast perfekt beherrscht. Er sieht nicht, daß andere sportliche Charaktere bei seinen Schüler vorhanden sind. Und gerade dies sollte er ausnutzen um den Schüler zu motivieren. Bewegungsabläufe sein Schüler auf einmal besser Können! oder er erkennt die Neigungen, Begabungen und Talente von seinen Schülern nicht. Warum tut er es nicht ? weil er Angst hat, daß bestimmte 



5.3 Korrektur einer Gruppe


Einführung


Die Korrektur eines festgestellten Mangels ist kein Problem, vorausgesetzt der Trainer kennt alle Gliederungen der Technik die er vermittelt. Viel wichtiger ist es Fehler zu erkennen und dann für jeden individuell die richtige Lösung an bieten zu können. Also zuerst muß man den Fehler mit den Sinnen wahrnehmen können. Also wir müssen in der Lage sein , Bewegunsabläufe zeitlich ( der Bewegungsablauf ist meist sehr schnell), räumlich (in welchen verschiedenen Blickwinkeln muß ich die Techniken betrachten ) , individuell (welche Voraussetzung bringt der Schüler mit sich; ist er gelenkig, dicke Sehnen, Ausdauermuskulatur. Sprintermuskultur etc.; welches Alter, Geschlecht), 


Bevor wir mit der Fehlerkorrecktur beginnen studieren wir den Körperbau, die Muskulatur und die Haut bzw. Muskulatur. (Themenkreis Biomechanik), um die Voraussetzung (Leistungsfähigkeit des Schülers beurteilen zu können). Haben wir dies getan beobachten wir den zeitlichen Bewegungsablauf und gliedern ihn in den vorgegebenen Stufen. Oft können wir diesen Vorgang nur beobachten, wenn wir den Bewegungsablauf noch mal zeitlich gliedern. D.h. der Schüler muß mehrmals die Übung wiederholen um eine optimale Koreckturanweisung zu erhalten. Dazu kommt, daß bei vielen Techniken sich der Blickwinkel verschiebt. So muß der Trainer um seinen Schüler wandern um alle einzelne Bewegungsabläufe sehen zu können. Dieses Verfahren ist das einzig sinnvolle, hat jedoch den Nachteil, daß es für den Trainer und Schüler sehr aufwendig ist. 


Trainiert man eine Gruppe wird man häufig feststellen, daß bei gleichen Bewegungsabläufen, die gleichen Fehler entstehen. Dies ist natürlich, da gerade bei Chun Ki Do synchrone Bewegungen gelehrt werden. Da der Mensch sich von Natur aus asynchron bewegt, ist es selbstverständlich, daß die gleichen Fehler entstehen. Deshalb sollte ein guter Trainer zuerst nur alle gleiche Fehler in der Gruppe ansprechen. Individuelle Probleme sollten nur persönlich angesprochen werden um den Schüler und die Gruppe nicht zu verwirren.  


Spiel mit 10 Streichhölzern indische Zahlen lesen lernen.


Zweck


Der Trainer soll die Bewegungsabläufe seiner Gruppe gleichzeitig mit den Augen erfassen können.


Wenn man synchrone Bewegungsabläufe korrigieren will, muß man in der Lage sein alle Bewegungen gleichzeitig mit unseren Sinnen (Augen, Ohren) zu erfassen. Dies gelingt uns nur wenn wir unsere Augen nicht auf eine Person fokussieren, sondern versuchen alle Teilnehmer zu beobachten. Dies gelingt uns, wenn wir mit dem rechten Auge den äußerst rechten Rand der Gruppe und mit dem linken Auge die linke äußerste Gruppe fixieren. Die Pupillen dürfen dann nicht mehr bewegt werden. Ist die Gruppe zu groß, so daß ich nicht alle Teilnehmer im Blickfeld erkennen kann muß ich mich von der Gruppe entfernen. Ist mir dies nicht möglich muß ich die Gruppe gliedern in zwei oder mehr Blickfelder. Die Blickfelder werden dann beliebig verändert, so daß wir ein Gesamtbild der Gruppe erhalten. 



5.3.1 Stationsausbildung


Eine Stationsausbildung wird dann durchgeführt wenn man mehrere Gruppen gleichzeitig ausbilden muß. Der Trainer legt die Themenkreise in genau festgelegter Reihenfolge vor und teilt Hilfsausbilder ein. Die einzelnen Themenkreise wecken immer neues Interesse. Eine intensive Ausbildung in kleinen Gruppen ist gewährleistet. eine einheitliche auf den Trainer bezogenen Ausbildung ist möglich. Die Themenkreise werden durch rationellen Einsatz von Trainern und Ausbildungsmittel optimiert. Nutzen der besonderen Fachkenntnisse einzelner Trainer.



5.4 Wirkungsweise des Trainings


5.4.1 Allgemeines


Die Grenzen der körperlichen und damit sportlichen Leistungsfähigkeit werden durch die körperliche Veranlagung abgesteckt. Durch mangelnde Betätigung verkümmern Anlagen und Begabungen. Echte organische Leistungseinschränkungen und allgemeine Leistungsschwäche sind die Folge.


Auf der anderen Seite vermag sportliches Training die körperliche Leistungsfähigkeit bis an die ndividuell unterschiedliche obere Leistungsgrenze zu steigern.


Zwischen diesen unteren und oberen Grenzen seiner Leistungsfähigkeit bewegt sich der Mensch in Abhängigkeit von seiner körperlichen, sportlichen Betätigung.


Eine der Aufgaben des Sports liegt in der Entwicklung der körperlichen Anlagen und Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch Training. Die Grundlage der Trainingslehre läßt sich in einer Regel’) zusammenfassen, die sinngemäß besagt:


— Schwache Reize führen zur Anregung, — starke Reize führen zu Anpassungsvorgängen, —zu starke Reize führen zur Schädigung des Organismus.


Die leistungsverbessernde Wirkung des Trainings kommt also durch Anpassungsvorgänge des Organismus oder einzelner Organe auf Bewegungsreize zustande.


5.5 Trainingswirkung


Grundsätzlich beeinflußt das Training nicht nur das Organsystem, auf das es ausgerichtet ist. Vielmehr unterliegen auch andere Organe und der ganze Organismus Anpassungsvorgängen auf die gesetzten Reize. So werden beim Krafttraining auch das System der Knochen und Bänder, beim Dauerlauftraining auch die Muskulatur beeinflußt. Im folgenden sollen nur die Schwerpunkte der Organveränderungen durch Training abgehandelt werden.


Grundlagen der Leistungsverbesserung der Muskulatur infolge des Krafttrainings:


(1) Vergrößerung der Muskelmasse, zunächst durch Verdickung jeder einzelnen Muskelzelle mit Vermehrung der Muskelfibrillen. Wird eine gewisse Zelldicke überschritten, findet wahrscheinlich auch eine Vermehrung der Zellzahl statt.


(2) Vermehrung der ernährenden Haargefäße (Kapillaren) durch Kapillarneubildung und Ausbau der Verbindungen zwischen den Kapillaren (Anastomosen); die Austauschfläche für Sauerstoff und Nährstoffe pro cm2 Muskelmasse nimmt im trainierten Muskel zu.


(3) Ökonomisierung des Zellstoffwechsels durch Vermehrung der Zellstrukturen, welche die Energiegewinnung steuern. Gleichzeitig wird der Mineralstoffwechsel verbessert.


Die allgemeine Ausdauerfähigkeit des Organismus ist vor allem von der Sauerstoffversorgung der arbeitenden Organe abhängig. Die Sauerstoffaufnahme ist beim Gesunden von der Menge Blut abhängig, die bei der Durchströmung der Lunge zur Verfügung steht. Das Blutvolumen wird durch die Auswurfleistung des Herzens bestimmt. So finden sich die wesentlichen Veränderungen durch Ausdauertraining am Herzen.


(1) Vergrößerung der Herzinnenräume (Vorhofe und Kammern). Dadurch wird unter Belastung eine größere Auswurfmenge an Blut pro Herzschlag möglich.


(2) Verdickung der Herzmuskulatur infolge Dickenwachstums jeder Herzmuskelzelle, so daß die vermehrte Arbeitsleistung unter Belastung ohne Schädigung bewältigt werden kann.


(3) Vermehrung und Ausbau der Kapillaren und damit bessere Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur (daher Sport auch als vorbeugende Maßnahme z. B. gegen Herzinfarkt).


(4) Ukonomisierung des Zellstoffwechsels und damit bessere Ausdauerleistung und Kraftentwicklung der Herzmuskulatur unter Belastungsbedingungen.


Die durch Höhentraining bedingte Verbesserung der Ausdauer wird durch eine Vermehrung der roten Blutkörperchen und des Hämoglobins erreicht. Dies bedeutet eine Vergrößerung der Transportkapazität des Blutes für Sauerstoff; die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit nimmt zu.


347. Das willkürliche Nerven- und Muskelsystem ist das Erfolgsorgan des Schnelligkeits- und Gewandtheitstraining. Die Geschwindigkeit der Nervenleitung läßt sich nicht steigern. Die Leistungsentwicklungen auf diesem Gebiet beruhen auf:


— dem sogenannten Einschleifen von Bewegungsabläufen, bis sie unbewußt und automatisch ablaufen,


— dem optimalen Zusammenspiel der einzusetzenden Muskeln und der Ausschaltung von Brems- und Hemmreflexen an anderen Muskelgruppen,


— der Entwicklung der Schnellkraft, d. h. der Fähigkeit, möglichst viel Kraft in möglichst kurzer Zeit zu aktivieren.


Das vegetative Nervensystem (unwillkürliches Nervensystem) zeigt besonders unter dem Einfluß des Ausdauertrainings wesentliche Veränderungen, die den Sinn haben, in der Ruhephase alle Organe im „Schongang” arbeiten zu lassen. Am deutlichsten sind diese Schonregulationen am Herz-Kreislaufsystem ausgeprägt. Die vegetative Umstellung des Ausdauertrainierten macht sich u. a. bemerkbar in:


— Verlangsamung der Pulsfrequenz in Ruhe (unter 60 Schläge/min), — raschem Frequenzabfall nach Belastung, —vermindertem Blutdruck in Ruhe.


Bei zu hoch dosiertem Training für den derzeitigen Leistungsstand eines Sportlers kommt es manchmal zu den Symptomen des Übertrainings. Besonders häufig finden sich diese Beschwerden bei der forcierten Durchführung eines Dauertrainings mit wenig Geübten. Diese Erscheinung ruft u. a. allgemeine Trainingsunlust, Leistungsabfall, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Erhöhung der Pulsfrequenzen in Ruhe und unter Belastung hervor. Die Ursache liegt in Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems und des Hormonhaushaltes (Nebenniere). Eine Verminderung der Trainingsbelastung hat im allgemeinen eine günstigere Wirkung als ein völliger Trainingsabbruch.


Langes und intensives Training bedingt—besonders in den Ausdauer aber auch in anderen Sportarten Organ und Regulationsveränderungen, die bei plötzlichem Trainingsabbruch (Krankheit, Ende der sportlichen Laufbahn) Ursache heftiger Beschwerden sein können.


Diese als Entlastungssyndrom bekannten—Störungen beruhen wie beim Übertraining auf Fehlregulationen des vegetativen Nervensystems und des Hormonhaushaltes und machen sich u. a. in Atembeschwerden, Herzschmerzen, Pulsunregelmäßigkeiten, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit bemerkbar. Zur Vermeidung derartiger Beschwerden sollte eine mäßige Belastung des Kreislaufs (Pulsfrequenz um 150/ min) für etwa 15—30 Minuten zunächst täglich, später 1 bis 3mal wöchentlich stattfinden. Dieses sogenannte Abtraining muß eventuell über Monate bis Jahre durchgeführt werden.


Schüler bis zum 40. Lebensjahr können körperlich voll belastet werden, wenn sie gesund sind. Im Lebensabschnitt zwischen 40 und 60 Jahren dienen die Leibesübungen vorwiegend der Erhaltung und Kraftigung der Gesundheit. Vor allem kann dadurch Herz- und Gefäßkrankheiten vorgebeugt werden. Kraft- und Schnelligkeitsübungen sollen vermieden werden. Statt dessen sind Gymnastik und Ausdauersportarten zu wählen.


unübersehbare Unterschiede. Überprüfe deshalb den Zustand Deines Äußeres.


6.3.6 Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen Erfolg

Gute Rhetoriker sprechen selten im Sitzen. Sollten bei bestimmten Ausbildungsverfahren (z.B. Diskussion) alle Teilnehmer Platz behalten, muß sich der


6 Rhetorik

6.1 Worte zur Motivation

Der wirkungsvolle Einsatz sprachlicher Mittel besitzt auch im sportlichen Bereich an erheblicher Bedeutung. Trainer werden im Vereinsleben ständig vor die Notwendigkeit gestellt, gezielt zu argumentieren und sprachlich überzeugend aufzutreten. Es gibt für Trainer vielfältige Anlässe, sich rhetorisch zu bewähren, etwa bei offiziellen feierlichen Anlässen, Ansprachen, Referaten, Vorträgen, Diskussionen, Besprechungen, Verhandlungen oder bei Vorführungen.

Redegewandt zu sein, gehört zu den Fähigkeiten, die jeder Trainer besitzen sollte.

Sprache und Vortragstechnik des Trainers tragen zum Erfolg seiner Ausbildung bei. 

Wer Chun Ki Do ausbildet und unterrichtet, muß der Ausbildungsgruppe seine Informationen verständlich und nachhaltig übermitteln. Er sollte deshalb wissen, welche Mittel der Sprache notwendig sind, um den Schülern den Ausbildungsstoff schnell, wirkungsvoll und ohne Übertragungsverlust zu vermitteln.

Die militärische Sprache gilt (auch im zivilen Bereich) als beispielhaft kurz, prägnant und eindeutig. Das gegenseitige Verständnis im gemeinsamen Denken und Handeln ist die Voraussetzung für Erfolge. Diese Einmütigkeit beruht auf gleichen Grundsätzen, gleichem Rechtsdenken, dem gemeinsamen Ziel Erziehung und Ausbildung, sowie auf einheitlicher Sprache mit eindeutigen Begriffen

6.2 Wirkungsweisen von Rhetorik

Durch eine gute rhetorische Leistung kann man nicht nur informieren, sondern:

- Absicht durchsetzen

- Ausbildung effektiv machen

- Erfahrungen weitergeben

- Empfindungen ausdrücken

- Handlungen auslösen

- Ideen beschreiben ( und andere davon überzeugen)

- Meinungen bilden (beeinflussen und verändern)

- Menschen für sich oder eine Aufgabe gewinnen

- Produkte verkaufen

- Sympathie gewinnen

- Überzeugungen vermitteln

- Unterrichte durchführen

- Verhaltensänderungen erzielen

- Verhandlungen erfolgreich führen

- Wissen vermitteln

- Wünsche bekunden


6.2.1 Häufige rhetorische Fehler sind:

- unvorbereitet (schlecht vorbereitet) reden

- zu große Aufregung (Verkrampfung)

- Redehemmungen (Redeangst)

- Mangel an Selbstvertrauen

- fehlender Schwung (fehlende Dynamik)

- keine unterstützende Gestik

- ausdrucksloses Gesicht; wenn Du nicht Lächeln kannst, eröffne keinen Laden (China)

- Verschlucken von Silben (besonders Endsilben)

- zu schnell sprechen

- zu wenig Augenkontakt halten

- keine Modulation in der Stimme

- Füllsel wie ah, hmm u.a.

- zu viele Nebensätze, zu lange Sätze

- Müdigkeitsanzeichen der Zuhörer werden nicht erkannt

- zu wenig Pausen

- feuchte Aussprache

- permanentes Räuspern (Hüsteln)

- leere, platte Redewendungen (Floskeln, Platitüden)

- zu viele Hauptwörter auf -ung, -heit, -keit

6.3 Tips und Ratschlage

6.3.1 Halten Sie Augenkontakt

Bevor Du sprichst besinne dich, suche mit den Augen Kontakt zu Deinen Zuhörer(Auditorium). Beobachte während des Vortrages, ob die Blicke Deiner Zuhörer auf Dich gerichtet sind. Stelle immer wieder die Blickverbindung her, auch wenn Du Demonstrationsobjekte vorführst. Schaue bewußt nach links; damit vermeiden Du den üblichen Rechtsdrall in der Blickrichtung.

6.3.2 Behalten innere Ruhe

Auch die beste fachliche Vorbereitung eines Vortrages oder Referates bleibt wirkungslos, wenn der Redner mit zittrigen Händen sein Manuskript sortiert oder stotternd zu sprechen beginnt. Wenn Du dazu neigst, nervös zu werden, sage Dir vor Beginn Deiner Ausführungen mit innerer Stimme (Ich bin ganz ruhig; Ich schaffe es o.ä.). Beobachten an Dir, wie schon nach den ersten Sätzen Sicherheit und Selbstvertrauen die Nervosität und das Lampenfieber verdrängen.

6.3.3 Spreche natürlich 

Vermeide, betont schneidend-markig oder übertrieben einschmeichelnd zu sprechen. Eine gekünsteltes Sprachverhalten wirkt abstoppend. Benutze keine Fremdwörter, wo es gleichwertige deutsche Begriffe gibt. Auch Schachtelsätze verfehlen die Zuhörer. Humor kann befreiend wirken - für beide Seiten. Humoristische Bemerkungen sind aber eine riskante Angelegenheit. Auf die Dosierung und richtige Zusammenhänge kommt es an.

6.3.5 Achte auf Dein äußeres Erscheinungsbild 

Kleider machen Leute zwar erlaubt der einheitliche Anzug im sportlichen Bereich hier wenig Spielraum, jedoch gibt es innerhalb dieses relativ engen Rahmens gelegentlich unübersehbare Unterschiede. Überprüfe deshalb den Zustand Deines Äußeres.

6.3.6 Die Körperhaltung bestimmt den sprachlichen Erfolg

Gute Rhetoriker sprechen selten im Sitzen. Sollten bei bestimmten Ausbildungsverfahren (z.B. Diskussion) alle Teilnehmer Platz behalten, muß sich der jeweilige Redner aufrecht hinsetzen und die Hände auf den Tisch legen.

6.3.7 Bei Referat und Vortrag:

Deine Körperhaltung überträgt sich unbewußt auf die Zuhörer und beeinflußt dessen Aufnahmewilligkeit. Wähle einen festen Standort. Stehe aufrecht, frei und ungezwungen. Halte Dich weder am Tisch noch am Rednerpult fest. Die Hände gehören auch nicht in die Hosentaschen. Gehe weder ständig auf und ab, noch spiele mit irgendwelchen Gegenständen (Schreibstift, Zeigestock, Kreide). Vermeide ständig wiederkehrende Bewegungen mit Armen oder Beinen.

6.3 Tips und Ratschlage

6.3.8 Den Inhaltstrukturieren

Gliedere Deinen Vortrag übersichtlich (Einleitung - Hauptteil - Schluß). Fessele die Aufmerksamkeit der Zuhörer schon in der Einleitung durch interessenweckende Aufmacher. Beachte Folgerichtigkeit im Aufbau und Klarheit in der Struktur. Behalte stets Dein Ziel im Auge, das Du in der Einleitung formuliert hast. Weise auch im Hauptteil immer wieder darauf hin. Fasse am Schluß das wichtigste noch einmal zusammen.

Übrigens: die beliebte Schlußformel Ich danke Ihnen.... ist überflüssig, wenn der Redner seinen Inhalt so strukturiert, das der Hörer von selbst erkennt, daß die Ausführungen nun beendet sind.

6.3.8 Benutze ein Manuskript (einen Handzettel) 

Manuskripte sind notwendige Vortragsunterlagen. Nur wenige Menschen besitzen die Fähigkeit, Stegreifreden zu halten. Das Manuskript ist Deine zuverlässige Hilfe und Regieanweisung. Es bildet den Leitfaden Deines Vortrages und hilft Dir wie ein heimlicher Souffleur. Aber: ‚Klebe nicht am Manuskript! Spreche soweit wie möglich frei. Lese auf keinen Fall das Manuskript wörtlich vor. Benutze die am linken Rand des Manuskriptes herausgestellten Stichworte.

6.4 Interview/Gespräch

6.4.1 Interview

dialogisches Frage-Antwort-Gespräch, wobei der Journalist (Reporter) durch seine Fragenvorgabe den Ablauf bestimmt.

Anwendungsbereiche:

Aktuelle Reportagen, Sachberichte und Dokumentationen

Zum Verhalten des Interviewgebers:

Frage im Vorgespräch nach dem Interviewthema und Zusammenhängen, Motiven, Zeitansätzen

Erkundige Dich, in welcher Zeitung oder Ort das Interview gebracht werden soll und wer noch zu Wort kommt

Frage, welche Zeit für das Interview zur Verfügung steht Sei sparsam mit der namentlichen Ansprache des Reporters

Gebe kurze präzise Antworten (zügiges Wechselspiel Frage/ Antwort)

Kannst Du eine Frage nicht beantworten, sage das deutlich und nenne den Grund (z.B. Vertraulichkeit)

Werden Fragen zu einem nicht vereinbarten Thema gestellt, breche das Interview ab

Lasse Dich nicht emotional provozieren

Spreche in kurzen Haupt- und Nebensätzen (vermeide Schachtelsatz-Konstruktionen, Fremdwörter und Fachausdrucke)

Formuliere und argumentiere glaubwürdig

Schaue (im Gegensatz zum Statement) den Reporter an

Notfalls: Spickzettel (DIN A7) in die Hand (gibt psychologisch Sicherheit)

Frageformen und Reaktionsmöglichkeiten

Frageformen Beispiele Mögliche Reaktion

 Offene Fragen: Was halten Sie von Kampfsport? Geschlossene Fragen: Sollte Kampfsport verboten werden? Alternativfragen: Sind Sie für oder gegen Kampfsport? Aktivierende Fragen: Wie, wodurch, weshalb, (sogen. W-Fragen) womit, wozu Chun Ki Do? Entscheidungsfragen: Wie würden Sie entscheiden ...? Denkfragen: Wenn das so ist, was folgt dann daraus? Problemfragen: Wie sehen Sie das Problem der Gewalt? Kettenfragen: Wer muß was, wann und wo tun?

Bestätigungsfragen: Sie, Ihnen liegt doch sicher das Wohl Ihrer Frau ganz besonders am Herzen

Übereinstimmungsfrage: Schone Musik, nicht wahr?

Überfallfragen Spontane, aggressive Fragen, die bei Vorgesprächen zu Interviews verschwiegen wurden.

 Vertrauliche Fragen: Wo sind ihre Schwächen gelagert? Rhetorische Fragen Wissen Sie, was es heißt, in unserer Zeit Polizist zu sein?


6.5 Argumentation

6.5.1 Der Dreisatz

Der Dreisatz ist eine methodische Faustformel, um kurze Aussagen (Statements, Interviews) logisch aufzubauen. Er führt z.B. in drei aufeinander bezogenen Schritten vom IST zum SOLL.

Zur Argumentation mit dem Dreisatz bieten sich folgende Möglichkeiten an:

Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.

1. Die meisten Menschen meinen ...

  (Kampfsport fördert Körper, Geist und Seele)

2. In jüngster Zeit mehren sich aber Bedenken, daß ...

  (Kampfsport aggressiv macht)

3. Deshalb sollten wir ...

  (darüber gemeinsam reden)

a) Die Argumentationskette

1. Einerseits bedeutet Chun Ki Do ...

  (Volkssport)

2. Weiterhin verhindert Sport...

  (Aggressionen)

3. außerdem gibt es ...

  (viele Gründe um Chun Ki Do zu betreiben)


b) Der dialektische Aufbau

1. Einige Grunde sprechen für dies Todesstrafe

2. Andererseits gab es schon viele Justizirrtumer ...

3. So sollte die Diskussion sehr vorsichtig geführt werden ..


c) Vergleich von zwei Positionen

1 Herr S. sagte ...

 (Kampfsport macht aggressiv)

2. Frau K. widersprach ihm ...

 (Kampfsport macht friedlich

3 Vielleicht gibt es noch einen dritten Aspekt ...

 (den wir berücksichtigen sollten; Erfahrungen)


d) Versuch eines Kompromisses

1. Viele Menschen haben schon Kampfsport betrieben...

  (und unterschiedliche Erfahrungen existieren)

2. Dadurch ergeben sich aber auch Probleme ...

  (schwarze Schafe gibt es überall)

3. Wir müssen hier eine befriedigende Losung finden ...

  (und gemeinsam mit allen Parteien darüber reden)

3.5 Argumentation

3.5.2 Der Fünfsatz

a) Vom Allgemeinen zum Besonderen. z.B.

1. Gemeinhin sieht man die Sache so...

  (das Kampfsport gefährlich ist)

2. Aus unserer Erfahrung ist das jedoch anders...

  (wir kennen unser Publikum)

3. Denn erstens...

  (sind wir ein Familienverband; Jede soziale Schicht ist  vertreten

4. außerdem zweitens ...

  (ein Spiegelbild der Bevölkerung)

5. Folglich meine ich ...

  (muß differenziert hier diskutiert werden, weil wir hier   den Standpunkt von vielen Menschen vertreten).

b) Die Argumentationskette, z.B.

1. Ich meine, der Vorschlag X ist gefährlich ...

  (Kampfsport zu verbieten)

2. Wir müssen überlegen, ob nicht...

  (Herr X einseitig argumentiert)

3. Mit scheint der bessere Weg, wenn ...

  (wir Kompromisse schließen)

4. Dann nämlich können wir ...

  (gemeinsam diesen Konflikt lösen)

5. So haben wir gemeinsam und sachlich zu entscheiden, ob 

  (in Zukunft Chun Ki Do betreiben)


c) Der dialektisches Aufbau, z.B.

1. Der Referent hat eine Vielzahl neuer Erkenntnisse aufgezeigt ...

2. Unter anderem hat er gesagt ...

3. Dagegen ist aber auch zu halten, daß

4. Vergleicht man beide Ansichten, dann ...

5. Aus diesem Grunde schlage ich vor ...


d) Vergleich von zwei Positionen, z.B.

1. Die A-Partei hat folgenden Standpunkt ...

2. Sie begründet ihn mit ...

3. Die B-Partei vertritt den entgegengesetzten Standpunkt ...

4. Sie begründet ihn mit ...

5. Ich kann mich für keinen von beiden entschließen, sondern ...


e) Versuch eines Kompromisses

1. A behauptet ...

2. B widersprach mit dem Hinweis auf ...

3. Mir scheint, die beiden treffen sich in einem Punkt ...

4. Hier liegt vielleicht die Lösung, denn ...

5. Wir sollten in dieser Richtung weiterdenken . . .


f) Eine (z.B. die allgemeine) Ansicht wird ausgeklammert, z.B.

1. Die Mehrheit unserer Bevölkerung ist der Meinung

2. Bislang dreht sich auch bei uns alles um ...

3. Dabei wurde übersehen, daß ...

4. Gerade dies scheint mir aber besonders wichtig, weil ...

5. Ich stelle daher den Antrag ...

3.5 Argumentation

 6.5.3 22 legale Argumentationstechniken

Die folgenden (erlaubten) Argumentationstechniken haben sich gut bewährt, um bei Aussprachen und Diskussionen gegnerische Argumente zu entkräften bzw. zu widerlegen. Gleichzeitig können diese Techniken benutzt werden, um die eigenen Argumente wirkungsvoll durchzusetzen.


 1. Dem Gegner teilweise zustimmen, aber grundsätzlich widersprechen (ja-aber-Technik) . 2. Gegnerische Argumente umdrehen, (gerade-deshalb-Technik). 3. Schwächstes gegnerisches Argument betont herausstellen, dann widerlegen 4. Gegnerische Einwände als bereits ausdiskutiert hinstellen. 5. Gegnerische Aussagen als ‚überspitzt formuliert abwerten. 6. Komplexe Begriffe Definieren lassen, dann Teilaspekt angreifen. 7. Gegner aufwerten, aber seine Sachaussage anzweifeln. 8. Rückkehr zum Thema fordern, Nebenwege aufzeigen. 9. Kompetenz des Gegners in Frage stellen. 10. Detail einer Aussage als unstimmig nachweisen und Gesamtaussage ablehnen. 11. Frage wiederholen lassen. 12. Gegnerische Fragen hinterfragen oder notfalls durch Gegenfragen abfangen 13. Beispiele zu allgemeinen Feststellungen veranlassen 14. Gegnerische Ansichten als utopisches ‚Wunschdenken‘ abwerten und zurückweisen 15. Bei mehreren Fragen nur die einfachen beantworten 16. Dem Gegner teilweise zustimmen und Kompromiß anbieten. 17. Gute eigene Argumente wiederholen 18. Unterbrechungen durch Gegner kritisieren und eigenen Beitrag anschließen . 19. Wenn der Gegner (subjektiv handelt, Sachlichkeit fordern. 20. Auf Autoritäten oder Instanzen mit hoher Glaubwürdigkeit verweisen. 21. Eigene Kompetenz verneinen. 22. Notfalls Verschiebung (Denkpause) vorschlagen.

6.5 Argumentation


6.5.4 Unredliche Argumentationsweisen

Die faulen Tricks (1)

 1.anstatt sachlich zu argumentieren, greift man die Person des Gegners an. 2. Verdrehungstechnik- man nimmt Thesen und Ausdrücke des Gegners auf und gibt ihnen einen falschen Sinn. 3. Übertreibungstechnik- man übertreibt die These des Gegners ins Gefährliche oder Absurde. Man ignoriert alle vom Gegner gemachten Einschränkungen. 4. Unterstellungstechnik- man unterstellt dem Gegner Absichten und zieht aus seiner These Folgerungen, die in ihr gar nicht enthalten sind. 5. Ausweichtechnik- man geht auf die Argumente des Gegners gar nicht ein, sondern weicht auf ein anderes Problem aus. 6. Verdrängungstechnik:

- man ignoriert die Hauptpunkte der gegnerischen Argumentation und konzentriert seine Angriffe auf Details.

 7. Verwirrungstechnik:

- durch komplizierte Unterscheidungen und Problem-Vermischungen sucht man die gegnerische Position zu vernebeln.

6.5.5 Argumentation 1

Seitdem Menschen miteinander kommunizieren, wollen sie entweder informieren oder überzeugen. Informationen werden vermittels Fakten weitergegeben, Überzeugung vermittels Argumenten, die Werturteile zulassen. Ein Argument, das überzeugt, bringt Standpunkte ins Wanken. Ein Argument kann einen Wechsel der Perspektive bewirken. Gelingt das nicht, dann ist es bloß eine Stilfigur, die bestenfalls Bewunderung erregt, aber nicht überzeugt. Ein Argument, das nicht überzeugt, dem verhilft man auch durch Wiederholung nicht zum Durchbruch.

1. Was sind Argumente? Streng philosophisch betrachtet sind sie dialektische Schlüsse, die auf Annahme oder Zurückweisung einer umstrittenen These abzielen. Eine Argumentation kann keine Gewißheit verschaffen - und gegen Gewißheit läßt sich nicht argumentieren! Nur bei umstrittener Gewißheit kommt die Argumentation ins Spiel. Das Ziel einer Argumentation besteht nicht darin, Folgen aus bestimmten Prämissen abzuleiten, sondern die Übereinstimmung eines Publikums mit den Thesen, die man seiner Zustimmung unterbreitet, hervorzurufen oder zu verstärken. Sie setzt einen geistigen Kontakt zwischen dem Redner und seinem Publikum voraus. Aristoteles hatte bereits festgehalten: Nicht nur soll man nicht mit jedem beliebigen diskutieren, man soll auch die Auseinandersetzung über bestimmte Fragen vermeiden: „die, die etwa zweifeln, ob man Götter ehren und die Eltern lieben soll oder nicht, bedürfen der Züchtigung und die zweifeln, ob der Schnee weiß ist oder nicht, brauchen nur genau hinzusehen.“ Der Zuhörer ist nur dann wirklich gewonnen, sagt Augustinus. wenn er liebt, was du versprichst, fürchtest, was du androhst, haßt, was du anklagst, dem er gerne tut, was du ihm empfiehlst, wenn er das bedauert, was du bedauernswert nennst, wenn er sich darüber freut, was du freudig anpreist, wenn er sich derer erbarmt, die du ihm durch deine Rede als erbarmungswürdig darstellt, und wenn er vor jenen flieht, vor denen du ihn durch Schreckensworte warnst. Bei einer überzeugenden Rede sind Prämisse und Argumente verallgemeinerungsfähig. Wesentlich ist es dabei, daß der Redner zum Ausgangspunkt seiner Darlegung nur solche Themen wählt, für die er bei seiner Zuhörerschar Aufzustimmung rechnen kann. Wenn die Schlußfolgerung den Überzeugungen des Hörers zu sehr entgegensteht, dann wird dieser eher eine Prämisse bestreiten und so alle Bemühungen des Redners zunichte werden lassen.

2. Wie läßt sich eine Tatsache oder eine Wahrheit widerlegen? Die wirksamste Technik, sie zu bestreiten, liegt darin, Ihre Unvermeidbarkeit mit anderen Tatsachen oder anderen Wahrheiten aufzuzeigen, die ihrerseits als stärker gesichert gelten und diese am besten in einem weiteren Zusammenhang von unverzichtbaren Tatsachen oder Wahrheiten vorzutragen. Neben Tatsachen oder Wahrheiten stützen wir uns auch auf Annahmen. Der Vorteil von Annahmen besteht darin, wer ihnen widerspricht, muß die Beweislast tragen!


 3.6 Wie kann man überzeugen?

Der eigentliche Bereich von Argumentation liegt dort, wo es um Werte geht. Plato hat aufgezeigt, daß der eigentliche Bereich der Dialektik jener ist, der sich Berechnungen, Gewicht und Maß entzieht und wo man über das Gerechte und Ungerechte, das Schöne und Häßliche, das Gute und Böse streitet. Geschickt argumentiert derjenige, sagt Aristo- teles. der am Anfang Vorurteile zerstört und am Ende den Gegner belastet. Hat die Argumentation des Gegners das Auditorium beeindruckt, so muß man allerdings gleich zu Anfang diesen widerlegen und damit das Terrain bereinigen, bevor man seine Argumente vorbringt. Das Bekannte, Vorhersehbare, das banale Argument, der Gemeinplatz hat weniger Stärke als ein originelles, neues und sachbezogenes Argument. Das Publikum nimmt an, daß auch der Gegner das banale Argument kenn en muß und dennoch die gegengesetzte These vertritt. Wer durch die Fortführung der Analogie seines Gegners diese zu seinem eigenen Vorteil verwendet, verfügt über ein stärkeres Argument, als derjenige, der einer Analogie eine andere entgegensetzt. Beispiel: Die Bundeswehr ist die größte Friedensbewegung oder Wehrdienstleistende schützen das Gewissen derer, die aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigern.

Wer in seiner Argumentation die Zustimmung des Publikums zu den Prämissen seiner Rede außer acht läßt, begeht den schwersten Fehler.

Wer nur redet, ohne sich um die Reaktionen des Zuhörers zu kümmern, wird eher als ein vom inneren Dämon getriebener Visionär und nicht als ein vernünftiger Mensch angesehen werden, der seine Ansichten mitteilen möchte. Andererseits rät Aristoteles in seiner Rhetorik „von uns aus jeden anzuklagen, der uns anklagt, da es doch unsinnig wäre, würde der Kläger für unglaubwürdig, seine Rede aber für glaubwürdig erachtet“.

Kardinalfehler jeder Argumentation ist es, die Wirkung seiner Argumente zu überschätzen. (Wishful thinking).

3.7. Literaturhinweise

Wer tiefer in die Rhetorik und Argumentation einsteigen will:

 Aristoteles Rhetorik, Paderborn 1959 Blum: Rhetorik für Führungskräfte, Landsberg 1981 Carnegie, D.: Rede. Die Macht des gesprochenen Wortes, Berlin 1981 Elertsen,H.u. Harting, W.: Moderne Rhetorik, Heidelberg 1982 Langer,I.u.


Schulz v.Thun,F.:Verständlichkeit, München 1974


 Lay, R.: Führen durch das Wort, München 1978 Lay, R.: Manipulation durch Sprache, Reinbek 1980 Molcho, S.: Körpersprache als Dialog, München 1988 Müller, K.U.: Sprich - damit ich Dich sehe. Das moderne Rhetorik-Handbuch für Je dermann, Nürnberg 1983 Neuberger, O.: Miteinander arbeiten - Miteinander reden, 6. Auflage, München 1985 Neumann, R.: Zielwirksam reden, Grafenau 1980 Portner, D.: „Mit Worten überzeugen“-Rede-und Argumentationstechnik in der Bundeswehr, Bonn 1987 Portner, D.: Erfolgreiche Musterrede fiir Offiziere, Kissing 1990 Ruede Wissmann, W.: Aufalle Fälle Recht behalten, München 1991


Schulz v.Thun,F.:Miteinander reden: Stönungen und Klärungen, Reinbek 1988


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